Tradition und Glauben

Was können wir für die Kirche tun? Die sieben Bußpsalmen beten (2). Bischofskonferenz und die Gauss-Kurve

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Wie man im ersten Beitrag nachlesen kann:

  • ist es eine Tat der Nächstenliebe für andere zu beten;
  • man soll für alle Menschen beten,
  • da man nicht weiß, wer erwählt und wer verworfen ist.

Es ist sicherlich sehr löblich für die Hirten der Kirche zu beten, da man durchaus davon ausgehen kann, dass nicht alle Bischöfe der jeweiligen Bischofskonferenz zu den Verworfenen gehören. Manche hingegen schon, da das Verbreiten von Häresien oder der Häresie nahen Aussagen durch einen katholischen Bischof sicherlich nicht für seine Prädestination spricht.

Wie viele Bischöfe sind noch katholisch? oder Die Aussagen der deutschen Bischöfe!

Diese zugegeben recht direkt gestellte Frage, d.h. nach der Katholizität der Bischöfe, lässt sich mathematisch recht exakt, aufgrund der Gaus-Kurve, beantworten. Dazu noch später. An der Katholizität der deutschen, österreichischen oder schweizerischen Bischöfe lässt sich dennoch, aufgrund der Aussagen ihrer Vertreter, durchaus zweifeln. Unter der Katholizität verstehen wir hier:

  • Die Anerkennung und Vertretung des katholischen Lehramtes, womit der ganze Denzinger und alle Konzilien der Kirche, nicht nur das letzte pastorale, gemeint sind.
  • Ein Lebenswandel, welche dem geistlichen Stand eines katholischen Bischofs entspricht.

Dass es weder mit dem Einen, noch dem Anderen zum Besten bestellt ist, weiß man seit langem (siehe die berühmte Homo-Lobby). Was den Lebenswandel anbelangt, können wir einiges, was wir wissen aus rechtlichen Gründen, hier nicht veröffentlichen. Veröffentlichen können wir aber einige Aussagen der deutschen Bischöfe, welche wohl für sich, bzw. gegen sich sprechen. Bei den österreichischen oder schweizerischen Bischöfen, die wir jetzt auslassen, ist es auch nicht besser.

Beispiel Bischof Bode – Hamburg

Hier ein Auszug aus dem Interview, welches Bischof Bode, einer der deutschen Synodalen, der Katholischen Nachrichten Agentur (KNA) gegeben hat. Wir sparen uns an dieser Stelle, die Aufregung sowie die Konfrontation der Aussagen des Bischofs mit der katholischen Glaubenslehre, stellen aber fest, dass ein deutscher Bischof hier über:

  • Ehebrecher,
  • Homosexuelle,
  • Konkubinarier

spricht, welchen er de facto einen Segen für ihren weiteren Lebensweg in der Todsünde spendet, sowie die Chance auf die kirchliche Anerkennung einer sakrilegischen Kommunion für nicht einmal gebeichtete und bereute Sünden öffnet. Die Unterstreichungen stammen von uns.

KNA: Ein großes Thema sollen die wiederverheirateten Geschiedenen sein. Sie selbst haben sich dafür ausgesprochen, Betroffene unter bestimmten Bedingungen wieder zum Kommunionempfang zuzulassen. Welche?

Bode: Die Ehe ist nach dem Willen Jesu unauflöslich. Mit einer sakramentalen Ehe ist etwas geschlossen, was sich niemals einfach auflöst. Durch die Schwäche der Menschen kann diese Lebensbeziehung dennoch zerbrechen und scheitern. Menschen können zu einer neuen Beziehung kommen, die reifer ist, aber sakramental nicht die gleiche Wertigkeit hat wie die erste. Die Frage ist, ob diese neue Wirklichkeit, die vielleicht besser dem Bund Gottes mit den Menschen entspricht als die erste, immer den Ausschluss von Beichte und Kommunion zur Folge haben muss. Wir sollten die Frage einbeziehen, welche Umstände zum Bruch der Ehe geführt haben. Bislang behandeln wir alle gleich, ob jemand Schuld trägt oder nicht. Zudem verbindet sich damit eine Frage nach dem Verständnis der Eucharistiefeier. Ist sie wirklich ausschließlich die Darstellung einer vollkommenen Einheit in Glaube und Kirche oder ist sie auch Hilfe für Lebenswege, die ihre Wunden haben? Und dass Menschen das nicht in der Beichte ausdrücken und Vergebung dafür erlangen können, finde ich fast noch schwieriger als die Frage nach der Kommunion.

KNA: Großes Thema wird auch der Umgang mit Homosexuellen und eine kirchliche Wertschätzung ihrer festen Partnerschaften sein. Zeichnet sich dafür eine Lösung ab?

Bode: Der Katechismus macht deutlich, dass wir diese Menschen nicht diskriminieren. Wie bei anderen, die vor der Ehe zusammenleben, geht es auch bei ihnen darum, ihre Stärken zu erkennen und nicht nur ihre Schwächen und Defizite. Eingetragene Lebenspartnerschaften sind aber nicht der Ehe gleichzusetzen. Ehe ist für uns die Beziehung von Mann und Frau, aus der auch Kinder hervorgehen können. Kirche kann den Lebenspartnerschaften in Gesprächen und in positiver Begleitung helfen und ihnen beistehen. Es wird jedoch nichts geben können, was einer Trauung gleichkommt. Aber mit Gebet und einer privaten Form von Segen wird man ihren Weg begleiten können.

KNA: Wo Treue und Verlässlichkeit gelebt werden, kann es eine Anerkennung von der Kirche geben?

Bode: Anerkennung dessen, was da gelebt wird. Ein Sakrament ist das nicht. Aber wenn ich grundsätzlich die Offenheit habe, nicht immer nur alles oder nichts einzufordern, dann gilt das auch für die Homosexualität. Wobei das natürlich auch abhängig ist von kulturellen und politischen Zusammenhängen. Schon die vergangene Synode hat die Unterschiede in der Weltkirche aufgezeigt. Vielleicht muss man da unterschiedliche Wege gehen.

KNA: Welche Chancen sehen Sie für einheitliche Lösungen in der katholischen Kirche weltweit?

Bode: Die Chance gibt es immer, weil wir gemeinsam an den einen Christus glauben, weil die Grundlage die Heiligen Schrift ist und weil wir eine Tradition der Kirche insgesamt haben. Das war ja immer der Vorteil der Kirche, dass sie über Grenzen hinweg, über die Kulturen hinaus eine Gemeinschaft bildet. In der grundgelegten Auffassung von Ehe und Familie herrscht doch Einmütigkeit. Bei den homosexuellen Lebensformen wird man eine größere Verschiedenheit in den Kulturen annehmen müssen.[1]

Erzbischof Koch – Berlin

Auch Bischof Kochs Erklärungen über Homosexualität sprechen wohl für sich, aber gegen dessen Katholizität:

Frage: Stichwort Homosexualität: Hält die Kirche gleichgeschlechtliche Partnerschaften für Leben in Sünde?

Koch: Homosexualität als Sünde darzustellen, ist verletzend. Die Kirche braucht eine andere Sprache, wenn es um Homosexuelle geht. Wichtig ist vor allem ein gutes Miteinander, vor Ort in den Pfarreien. Vieles lässt sich nicht über Thesen in Zeitungen lösen, sondern im Gespräch und Austausch. Ich kenne homosexuelle Paare, die Werte wie Verlässlichkeit und Verbindlichkeit in vorbildlicher Weise leben.[2]

Kardinal Woelki – Köln

Kardinal Woelki spricht ebenfalls zum Thema Homosexualität, welches viele Hierarchen besonders zu interessieren scheint, und meint in einem Interview im Dom-Radio:

„Homosexuelle gehören natürlich genauso zur Kirche wie alle anderen auch“, sagte Woelki am Sonntag im WDR-Radio. „Wir reduzieren niemanden auf seine Sexualität.“[3]

Aber nach der überlieferten katholischen Morallehre gibt es keine „Sexualität“ als solche, sondern es gibt bestimmte Taten, die unter bestimmten Umständen begannen werden und davon hängt ihre moralische Qualifikation ab. Dies im Lichte des Naturrechts, der ewigen Gebote Gottes und der unwandelbaren menschlichen Natur. Alles andere ist Situationsethik und Relativismus. Ein geschlechtlicher Akt ist nur dann moralisch zu verantworten also gut, wenn er innerhalb einer Ehe, zwischen Mann und Frau, der Kinderzeugung dient oder darauf hin geordnet ist. Alles andere:

  • Heterosexuell mit Empfängnisverhütung in der Ehe,
  • Heterosexuell mit Ausschluss der Zeugung in der Ehe,
  • Heterosexuell vor der Ehe,
  • Heterosexuell außerhalb der Ehe,
  • Homosexuell jeglicher Art .
  • Wie auch immer anders sexuell

ist sündhaft.

Deswegen spielt es keine Rolle, ob die „Homosexuellen füreinander Verantwortung übernehmen“, wie Kard. Woelki sich auszudrücken beliebte,[4] da sie dauerhaft in einer schweren Sünde gegen die Natur leben und somit in diesen Zustand verbleiben wollen, wie die heterosexuellen Konkubinarier es auch tun.

Kardinal Marx – München

Kardinal Marx leugnet praktisch die Hölle, indem er sagte:

„Die Kirche habe mit Bildern wie dem vom Fegefeuer und der Hölle, Angst vor dem Tod gemacht, „und dafür müssen wir Buße tun“.[5]

Natürlich hat die Kirche richtig gehandelt, indem sie den Menschen ihr Ende vor Augen stellte. Diejenigen, die nicht an die Hölle glauben, landen ja meistens dort, weil sie niemand warnte. Vielleicht findet sich Kardinal Marx bald in dieser Gesellschaft, wenn er nicht umkehrt.

Die Gauss-Kurve als Rettung

Wenn also die drei Synodalen, welche aufgrund ihres Ansehens, ihrer irgendwelcher Qualitäten, die sich uns nicht erschließen, von den übrigen Bischöfen der DBK gewählt wurden, wie muss es um diese Bischofskonferenz stehen? Gibt es innerhalb der 67 Bischöfe,[6] denn die Weihbischöfe zählen auch dazu, die zur Vollversammlung der DBK gehören, noch überhaupt irgendwelche Bischöfe mit katholischen Ansichten? Rein mathematisch und statistisch gesehen, sollte es dennoch dort zwischen 6 bis 7 Katholiken geben. Warum gerade so viel? Weil die Gauss-Kurve (siehe unten) es sagt.

gauss-kurve

Was ist die Gauss-Kurve? Es ist eine vom genialen Mathematiker Carl Friedrich Gauß (1777-1885) entworfene, aber eigentlich entdeckte,[7] Funktion (auch die Glockenkurve genannt), welche die Wahrscheinlichkeitsverteilungen bzw. die Wahrscheinlichkeitsdichte wiedergibt.[8] In einfachen Worten ausgedrückt alles, wirklich alles auf der Welt, vom Gott dem großen Mathematiker entworfen, verhält sich gemäß der Gauss-Kurve, so z.B.:

  • Die Körpergröße,
  • Der BMI,
  • Der IQ,
  • Das Einkommen,
  • Die Größe der Regenwürmer in Thüringen

Dies bedeutet, dass in jeder Population 2/3 dem Durchschnitt entspricht, ungefähr 10% über–oder unterdurchschnittlich sind und davon ca. 2% wirklich, über-über oder auch unter-unterdurchschnittlich. Dies bedeutet, dass bei 67 Bischöfen der DBK es 6 bis 7 weniger schlimme als der Rest geben muss, wovon vielleicht ein bis zwei wirklich fromm sind, natürlich alles im Rahmen der Normen oder der Normverteilung der DBK und nicht des Himmels oder es vollumfänglichen katholischen Lehramts (leider). Nichtdestotrotz geht unser Gebet nicht an die jeweilige Bischofskonferenz verloren, denn ein paar Bischöfe werden doch im Gnadenstand sein und für die Gnaden des fürbittenden Gebets empfänglich. Wenn es also so ist, warum sagen sie nichts? Weil sie zu feige sind, vielleicht bekommen sie durch unsere Gebet Kraft zur Einsicht und Mut zum Bekenntnis, so mal zur Abwechslung.

Außerdem ist es mit der göttlichen Weltregierung, auch Vorsehung genannt, nicht vereinbar, wenn die deutschsprachigen Völker überhaupt keine gläubigen Bischöfe besitzen würden. Denn die Standesgnade haben sie durchaus, dazu müsste noch die aktuelle, persönliche Gnade kommen.

[1] http://www.domradio.de/themen/weltkirche/2015-09-11/bischof-bode-ueber-seine-erwartungen-die-familiensynode-rom

[2] http://www.nwzonline.de/interview/homosexualitaet-als-suende-darzustellen-ist-verletzend_a_24,0,1242641575.html http://www.domradio.de/themen/ethik-und-moral/2015-02-21/dresdner-bischof-koch-zu-homosexuellen

[3] http://www.express.de/koeln/im-wdr-gespraech-erzbischof-woelki—homosexuelle-gehoeren-zur-kirche-,2856,28403402.html

[4] http://gloria.tv/media/eouVvHk5auv

[5] https://www.erzbistum-muenchen.de/Page023722.aspx

[6] http://www.dbk.de/themen/themen-vollversammlung/

[7] Wir befürworten hier den mathematischen Realismus, was bedeutet, dass die Mathematik die Wirklichkeit abbildet, welche mathematisch angeordnet ist. Vom wem? Von Gott, natürlich.

[8] https://de.wikipedia.org/wiki/Normalverteilung https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrscheinlichkeitsverteilung

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