Wen wundert’s? Bergoglio (Franziskus) glaubt nicht an die Gottheit Christi

Am 8. Oktober veröffentlichte Eugenio Scalfari, der atheistische Lieblingsgesprächspartner, des Gegenpapstes, ein Interview in La Repubblica, an dessen Ende Bergoglio sagt:

Sono la prova provata che Gesù di Nazareth una volta diventato uomo, sia pure un uomo di eccezionali virtù, non era affatto un Dio.”

Es gibt glaubwürdige Beweise [dafür], dass Jesus von Nazareth, der [einmal] Mensch wurde, obwohl ein Mann der außerordentlicher Tugend, nicht wahrhaft Gott war.

Seine ganze Aussage in der Übersetzung auf Englisch auf onepeterfive ,die wir auf Deutsch wiedergeben lautet wie folgt:

Papst Franziskus hat niemals vom Ich als dem bestimmenden Element des Menschen gesprochen. Wer, wie ich es mehrmals getan habe, das Glück hatte, ihn zu treffen und mit größtmöglichem kulturellen Vertrauen zu ihm zu sprechen, weiß, dass Papst Franziskus den Christus als Jesus von Nazareth versteht, als Mensch, nicht als inkarnierten Gott. Sobald er inkarniert ist, hört Jesus auf, ein Gott zu sein und wird ein Mann bis zu seinem Tod am Kreuz. Der Beweis, der diese Realität bestätigt und eine Kirche schafft, die sich von anderen völlig unterscheidet, wird durch mehrere Episoden belegt, an die es sich zu erinnern lohnt.

Das erste ist, was im Garten von Gethsemane geschah, wo Jesus nach dem letzten Abendmahl ging. Die Apostel, die nur wenige Meter von ihm entfernt waren, hörten ihn mit Worten zu Gott beten, die Simon Peter rechtzeitig mitteilte: „Herr“, sagte Jesus, „wenn du mir diesen bitteren Kelch wegnehmen kannst, bete ich dass du es tust, aber wenn du es nicht kannst oder willst, werde ich es bis zum letzten Tropfen trinken.” Er wurde verhaftet, als er den Garten mit den Wachen von Pilatus verließ.

Eine andere Episode, die auch bekannt ist, fand statt, als Jesus bereits gekreuzigt wurde und dort ein weiteres Mal wiederholte und von den Aposteln und den Frauen, die am Fuße des Kreuzes knieten, gehört wurde: „Herr, du hast mich verlassen.“ Als ich die Gelegenheit hatte, diese Sätze mit Papst Franziskus zu besprechen, sagte er zu mir: „Sie sind der nachgewiesene Beweis dafür, dass Jesus von Nazareth, als er Mensch wurde, einfach ein Mann von außergewöhnlicher Tugend war, der nicht ganz [ affatto ] wirklich Gott war.”

Wie richtigerweise Michael Voris von Church Militant betont, gab es kein Dementi seitens des Vatikans, dass Franziskus es NICHT gesagt hat, sondern bloß die Information, dass Scalfari aus dem Gedächtnis zitiert, sodass

“die Worte nicht als ein glaubwürdige Wiedergabe dienen können davon, was wirklich gesagt wurde”. (Church Militant, Film 1:57)

Betrachtet man das Interview, so stimmt es, weil man in den zwei ersten Passagen wirklich schlecht zwischen den Ansichten Scalfaris und Bergoglios unterscheiden kann. Bei der letzten Aussage handelt es sich um ein wörtliches Zitat. Der italienische Ausdruck prova provata bedeutet wörtlich “bewiesene Beweise”, etwas also, was Bergoglio für überzeugend hält. Es ist die alte gnostische Lehre des Cerinth und der jüdischen Ebioniten, wonach die göttliche Macht (dynamis) Christus am Kreuz verließ (Ott, Katholische Dogmatik, 2010, 197). Es ist auch die Häresie des Rationalismus in Christus nur “einen guten Menschen” zu sehen.

Wundert es uns?

Natürlich nicht. Wir haben schon sehr lange geschrieben, dass unsere lieben Geistlichen, je höher, desto schlimmer, nicht an die Göttlichkeit Christi glauben, was ihre Taten erklärt.

Hat Bergoglio damit eine formelle Apostasie begannen?

Nach dem alten Kirchenrecht schon, nach dem neuen ist es sicherlich eine weitere formelle Häresie. Das Kirchenrecht sagt:

Häresie nennt man die nach Empfang der Taufe erfolgte beharrliche Leugnung einer kraft göttlichen und katholischen Glaubens zu glaubenden Wahrheit oder einen beharrlichen Zweifel an einer solchen Glaubenswahrheit;

Apostasie nennt man die Ablehnung des christlichen Glaubens im ganzen;

Schisma nennt man die Verweigerung der Unterordnung unter den Papst oder der Gemeinschaft mit den diesem untergebenen Gliedern der Kirche. (CIC 1983, 751)

Hätte Bergoglio im vatikanischen Garten gesagt:

Ich sage mich vom Christentum los und werde Animist!

dann wäre dies eine klare formelle Apostasie gewesen. Nach Eichmann/Mörsdorf erfüllt aber die o.a. Aussage Bergoglios den Tatbestand der Apostasie, da

(1) Abgefallener (apostata) [ist] ein Getaufter, der den christlichen Glauben völlig preisgegeben hat. Dieser Tatbestand liegt nicht erst dann vor, wenn jede christliche Glaubenswahrheit geleugnet wird, vielmehr schon dann, wenn eine für den christlichen Glauben wesentliche Wahrheit preisgegeben wird, näherhin eine Wahrheit, ohne deren gläubige Annahme kein Anspruch auf den Namen eines Christen besteht, z.B. die Leugnung der Gottessohnschaft Jesu Christi. (Diess., Lehrbuch des Kirchenrechts, Bd. III, Paderborn 1950, 414)

Natürlich werden die Papolatristen sagen, dass es sich Scalfari zurecht gesponnen hat und wir es nicht WIRKLICH wissen können, was er gesagt hat, weil wir nicht dabei gewesen sind. Denn diese Argumente fielen schon ab Anfang dieses Pontifikats, doch Bergoglio hat nichts zurückgenommen, noch Scalfari es korrigiert. Mit einer Apostasie und/oder formellen Häresie jedoch verliert ein Papst automatisch sein Amt, er muss nur noch abgesetzt werden, was sich seit 2013 niemand traut. Siehe unsere Gegenpapst-Reihe. Sicherlich war das Erscheinen dieses Interviews während der Amazonas-Synode abgesprochen und der Vatikan macht sich nicht einmal die Mühe es kleinzureden oder zu vertuschen. Was solls, wenn die Kirche sowieso amazonisch wird.

Amazona Prozession

Wenn ein Papst oder Gegenpast oder auch nur ein hoher Geistlicher nicht an die Göttlichkeit Christi glaubt, was bleibt ihm da noch vom Christentum übrig?

  • Geld, Sex und Macht
  • Umweltschutz
  • Flüchtlinge
  • Politik, Machtpolitik und noch mehr Politik

denn so sieht das Bergoglio-Pontifikat aus. Niemand weist ihn zurecht, niemand hält ihn auf, weil die Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe zu ungläubig, erpressbar oder einfach zu feige sind. So sieht die Kirchenlage am 10.10.2019 nunmal aus. Wahrscheinlich ist es schon lange Zeit so gewesen, wird haben es nur nicht gewußt. 

 

Sharing is caring!

Kommentar verfassen