Zwei Kardinäle und drei Bischöfe, Erklärung der Wahrheiten (2 von 8)

Es ist durchaus möglich, dass den Unterzeichnern der Erklärung der Wahrheiten etwas blühen wird, denn das unten angeführte Credo ist eine deutliche Absage an:

Im dritten Punkt bekennen die Unterzeichner, dass Gott transzendent ist, sodass das Reich Gottes und die Kirche nicht von dieser Welt sind. Daher hat Gaudium et Spes unrecht, wenn es schreibt: 

Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände. […] Darum erfährt diese Gemeinschaft sich mit der Menschheit und ihrer Geschichte wirklich engstens verbunden. (GS 1)

Die Aufgabe der Kirche ist nicht “den Menschen nahe zu sein”, sondern Gott nahe zu sein, um aus dieser Gottesnähe heraus die Menschen zu Gott zu führen. Wäre alles im Lot, wie GS 1 suggeriert, so bräuchte man niemanden zu missionieren, was auch konsequenterweise die Kirche in D, A und CH, woanders aber auch, nicht tut. Ist Gott nicht transzendent, d.h. außerweltlich, sondern nur immanent, d.h. innerweltlich, dann “gottet” es überall, dank der Kirchensteuer oder auch unabhängig von ihr. Dann wird die Kirche zu einem Verein wie viele andere auch, obwohl der Beitrag für die Kirche unfreiwillig ist. Dann gibt es nur Politik und NGO, weil unsere lieben Geistlichen etwas anderes gar nicht begreifen, siehe die letzten Grüne-Gespräche von Kardinal Marx

Weil aber nur Christus der Erlöser ist, so müssen sich die Juden, die Moslems und die Heiden zu dem einen und wahren Gott bekehren – zu dem christlichen Gott, dem “katholischen Gott”. Durch die grauenvolle rahnerische Lehre vom “anonymen Christen”, der sich überall einfindet und da er anonym ist, unerkennbar bleibt, braucht man ja nichts und niemanden zu missionieren, da nach Lumen Gentium 12 alle irgendwie zur Kirche gehören, ob sie wollen oder nicht. Und das alle in den Himmel kommen und erlöst werden, “weil Gott nicht so ist”, so braucht man sich nur zurückzulehnen, die Kirchensteuer zu zahlen und ab und zu etwas, wie den Katholikentag zum Beispiel, zu veranstalten, um die Staatsaufträge zu verteilen. Dies ist aber falsch, denn Christus selbst sagte, dass nur derjenige gerettet wird, der glaubt und sich taufen lässt und in der einig, wahren Kirche bleibt. Der katholischen nämlich. 

Der Glaube (das Credo)

  1. „Wir bekennen, dass Gottes Reich hier auf Erden in der Kirche Christi seinen Anfang nahm, die nicht von dieser Welt ist, deren Antlitz ja vergeht, und, dass das ihm eigene Wachstum nicht mit dem Fortschritt der Zivilisation, der Wissenschaft und Technik des Menschen gleichgesetzt werden darf, sondern darin besteht, immer tiefer den unergründlichen Reichtum Christi zu erkennen, immer zuversichtlicher auf die ewigen Güter zu hoffen, mit immer brennenderem Herzen der Liebe Gottes zu antworten und den Menschen immer freigebiger die Güter der Gnade und Heiligkeit mitzuteilen. (…) Die stete Sorge der Kirche, der Braut Christi, für die Not der Menschen, für ihre Freuden und Hoffnungen, für ihre Arbeiten und Mühen ist demnach nichts anderes als die große Sehnsucht, ihnen nahe zu sein, um sie zu erleuchten mit dem Lichte Christi und sie alle in ihm, ihrem alleinigen Heiland, zu vereinen. Diese Sorge kann niemals bedeuten, dass sich die Kirche den Dingen dieser Welt gleichförmig macht, noch kann sie die brennende Sehnsucht mindern, mit der die Kirche ihren Herrn und sein ewiges Reich erwartet“ (Paul VI., Apostolischer Brief Solemni hac liturgia(Das Credo des Gottesvolkes), 27). Demnach ist die Meinung falsch, die besagt, dass Gott grundsätzlich allein schon durch die Verbesserung der zeitlichen und irdischen Bedingungen des Menschengeschlechts verherrlicht wird.
  2. Nach der Einsetzung des Neuen und Ewigen Bundes in Jesus Christus wird niemand erlöst allein durch die Befolgung des Gesetzes des Moses, ohne den Glauben an Christus als den wahren Gott und einzigen Erlöser des Menschengeschlechts (vgl. Röm. 3, 28; Gal. 2, 16).
  3. Muslime und andere, denen der Glaube an Jesus Christus, den wahren Gott und wahren Menschen, fehlt, selbst wenn sie Monotheisten sind, können Gott nicht dieselbe Anbetung erweisen wie die Christen, d.h. eine übernatürliche Anbetung im Geist und in der Wahrheit (vgl. Joh. 4, 24; Eph. 3, 8) derjenigen, die den Geist der Gotteskindschaft erhalten haben (vgl. Röm. 8, 15).
  4. Spiritualitäten und Religionen, die irgendeine Art von Götzenverehrung oder von Pantheismus fördern, können weder als „Samen“ noch als „Früchte“ des Göttlichen Wortes angesehen werden, weil sie Trugbilder sind, die die Evangelisation und das ewige Heil ihrer Anhänger ausschließen, wie es in der Heiligen Schrift gelehrt wird: „Denn der Gott dieser Weltzeit hat das Denken der Ungläubigen verblendet. So strahlt ihnen der Glanz des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, der Gottes Bild ist, nicht auf“ (2 Kor. 4, 4).

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