Zwei Kardinäle und drei Bischöfe, Erklärung der Wahrheiten (5 von 8)

Im zweiten Teil des zweiten Teiles bekräftigen die Unterzeichner die katholische Lehre:

  • gegen Abtreibung,
  • gegen in vitro Befruchtung,
  • gegen Euthanasie,
  • gegen Empfängnisverhütung,
  • gegen Unzucht,
  • gegen Scheidung.

Das ist natürlich nichts Neues und stellt sicherlich das Wasser auf die Mühlen aller dar, welche Katholizismus mit restriktiver Sexualmoral gleichsetzen. Katholizismus ist nicht nur restriktive Sexualmoral, aber auch! Interessanterweise brachte die faktische Gleichsetzung des ersten und zweiten Ehezweckes, welche da lautet: 1. Kinder, 2. gegenseitigen Hilfe (auch durch Sex) durch Gaudium et Spes auch den Rest der Moral ins Wanken, denn dient Sex nicht ausschließlich der Fortpflanzung, dann stellt sich die Frage:

  • Warum nicht verhüten?
  • Warum nicht Sex auf alle erdenkliche Art und Weise?
  • Warum nicht mit jedem?
  • Warum nicht abtreiben?
  • Warum sich selbst nicht umbringen, wenn man keine Lust, nicht mal zum Sex, hat?

Ja, am Ende einer permissiven Gesellschaft steht der institutionalisierte Selbstmord, Euthanasie genannt, bei dem manche unterwegs abkassieren. Also je mehr Selbstmorde, desto besser für das Geschäft! Am Ende der Sünde steht der Tod und ein sündiges Leben macht unglücklich und führt zum Tode. Warum sind denn so viele Menschen depressiv, wenn sie alles dürfen?

Das Gesetz Gottes

16. Einer Frau, die in ihrem Schoss ein Kind empfangen hat, ist es durch natürliches und Göttliches Gesetz verboten, dieses menschliche Leben in ihr durch eigene Handlung oder mit Hilfe von Anderen direkt oder indirekt zu töten (vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Evangelium Vitae, 62).

17. Prozeduren, die eine Empfängnis außerhalb des Mutterleibes bewirken, sind „vom moralischen Standpunkt aus unannehmbar, da sie die Zeugung von dem gesamtmenschlichen Zusammenhang des ehelichen Aktes trennen» (Johannes Paul II., Enzyklika Evangelium Vitae, 14).

18. Niemand ist moralisch dazu berechtigt, um zeitlichem Leiden zu entfliehen sich vorsätzlich selbst zu töten oder andere dazu zu bewegen, ihn zu töten: „Euthanasie ist eine schwere Verletzung des göttlichen Gesetzes, insofern es sich um eine vorsätzliche Tötung einer menschlichen Person handelt, was sittlich nicht zu akzeptieren ist. Diese Lehre ist auf dem Naturrecht und auf dem geschriebenen Wort Gottes begründet, von der Tradition der Kirche überliefert und vom ordentlichen und allgemeinen Lehramt der Kirche gelehrt“ (Johannes Paul II., Enzyklika Evangelium Vitae, 65).

19. Die Ehe ist durch Göttliche Anordnung und durch das natürliche Sittengesetz eine unauflösliche Vereinigung von einem Mann und einer Frau (vgl. Gen. 2, 24; Mk. 10, 7-9; Eph. 5, 31-32). „Durch ihre natürliche Eigenart sind die Institution der Ehe und die eheliche Liebe auf die Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet und finden darin gleichsam ihre Krönung“ (Zweites Vatikanisches Konzil, Gaudium et spes, 48).

20. Gemäß dem natürlichen und göttlichen Gesetz kann niemand freiwillig und ohne dabei eine Sünde zu begehen, seine sexuellen Kräfte außerhalb einer gültigen Ehe ausüben. Es steht deshalb im Gegensatz zur Heiligen Schrift und zur Tradition zu behaupten, das Gewissen könne wahr und richtig urteilen, dass sexuelle Akte zwischen Personen, die eine zivile Ehe miteinander geschlossen haben, manchmal sittlich richtig, oder gefordert oder sogar von Gott befohlen sein können, obwohl eine oder beide Personen in einer sakramentalen Ehe mit einer anderen Person verbunden sind (vgl. 1 Kor 7, 11; Johannes Paul II., Apostolische Exhortation Familiaris consortio, 84).

21. Gemäß dem natürlichen und göttlichen Gesetz „ist jede Handlung verwerflich, die entweder in Voraussicht oder während des Vollzugs des ehelichen Aktes oder im Anschluss an ihn beim Ablauf seiner natürlichen Auswirkungen darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern, sei es als Ziel, sei es als Mittel zum Ziel“ (Paul VI., Enzyklika Humanae Vitae, 14).

21. Jeder Ehemann oder Ehefrau, der oder die eine zivile Scheidung von seinem Ehepartner, mit dem er oder sie gültig verheiratet ist, erlangt und eine Zivilehe mit einer anderen Person noch zu Lebzeiten seines Ehepartners geschlossen hat, und der ehelich mit dem zivilen Partner lebt, und der sich entschließt, in diesem Stand mit vollem Wissen um die Natur der Handlung und mit voller Zustimmung seines Willens zu dieser Handlung, befindet sich im Stand der Todsünde und kann deshalb nicht die heiligmachende Gnade empfangen und in der Liebe wachsen. Deshalb können diese Christen, wenn sie nicht als „Bruder und Schwester“ leben, die heilige Kommunion nicht empfangen (vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris consortio, 84).

Sharing is caring!

Kommentar verfassen