Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (4 von 4)

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Wer gründet neue Klöster und warum?

Im Lauf der Kirchengeschichte war es das Vorrecht der Bischöfe, neue Häuser kontemplativer Orden in ihren eigenen Diözesen zu errichten. Nun, da der Papst den Bischöfen verboten hat, dieses alte Recht auszuüben, können die Föderationen laut diesem Dokument selbst Gründungen errichten.

  1. Die Gründung eines Nonnenklosters – unter Beachtung der Ausführungen unter Nr. 39 der vorliegenden Instruktion – kann von einem einzelnen Kloster oder durch Initiative der Föderation durchgeführt werden, wie von der Föderationsversammlung festgesetzt[9].

Einer einzelnen monastischen Gemeinschaft, die sich entscheidet, ein Kloster zu gründen, muss überdies von der Föderation „geholfen“ und es muss von ihr geführt werden:

  1. Bei der Entscheidung eines einzelnen Klosters, ein neues Kloster zu gründen, intervenieren die Föderationspräsidentin und die Ordensassistentin der Oberin des gründenden Klosters. Das Urteil über die Gründung eines neuen Klosters durch die Föderation wird im Rahmen des Föderationsrates gefällt.

Artikel 39 berichtet uns einige Kriterien für die Klostergründung, die „im Ganzen und in ihrer Gesamtperspektive betrachtet werden müssen.“

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Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (3 von 4)

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Lustig, falls Sie Autonomie erwähnen: Bioethik und die Auflösung „nicht lebensfähiger“ Klöster

Es ist witzig, dass das Schlagwort des Tages in Rom „Autonomie“ sein sollte. Wie wir sehen werden, ist das Dokument das, was ich oben einen „Hackklotz“ genannt habe. Vultum Dei quaerere machte klar, dass dieser Gesetzestext eine Reihe rechtskräftiger Kriterien bringen würde, durch die ein Kloster als lebensfähig – Ordensleben als wert zu leben gewissermaßen – betrachtet werden kann, und dass jene, die als beim Test „durchgefallen“ betrachtet werden, geschlossen werden.

Beachten Sie die Sprache, die hier verwendet wird:

Wenn die Situation der Unfähigkeit irreversibel ist, ist die Lösung [des Problems], ebenso schmerzhaft wie notwendig, die Auflösung des Klosters.

Dies rief eine Erinnerung in mir wach. „Unfähigkeit“ … wo hatte ich diesen Ausdruck zuvor schon einmal gehört? Die Meisten Anhänger der Pro-Life-Bewegung in Großbritannien werden Ihnen sagen, dass es der Mental Capacity Act” [übersetzt etwa: Denkvermögensgesetz] von 2005 war, das im Britischen Gesetz das Konzept einführte, dass eine Person mit dauerhaft „reduzierter Kapazität“ [des Denkvermögens] legal von den Ärzten verhungert und/oder verdurstet werden lassen kann, damit er stirbt.

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Hilary White, Papst Franziskus versus kontemplative Orden (2 von 4)

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Autonomie versus Unabhängigkeit

Eines der Themen, dem sich die Medien verschrieben haben, ist die ganze Geschichte der „Autonomie“ von Klöstern. Viele der Schlagzeilen schrien: „Der Vatikan bestätigt die Autonomie der Nonnen“ oder ähnlich. Aber dieses Wort bedeutet nicht das, was sie meinen. Tatsächlich ist das Wort „Autonomie“ der Schlüssel zum Verständnis dieser ganzen Sache. Es erscheint in dem Dokument 16mal, und „autonom“ 30mal.

Tatsächlich wird „Autonomie“ als das einzige wichtigste Kriterium der Lebensfähigkeit eines Klosters dargestellt. Dies wird so oft wiederholt, dass man beinahe meinen könnte es gebe in Rom Bedenken, dass das „fruchtbare“ nachkonziliare monastische Leben in Gefahr sei, zu verpuffen … mit … Grund …

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Hilary White: Der Weg nach Rom und der Aufstieg von Papst Petrus II?

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Cardinal Pietro Parolin und die Malteser 

Hat Bergoglio das Ende seiner Nützlichkeit erreicht? Und wenn es so ist, was steht als nächstes auf der Tagesordnung?

Während die meisten Augen noch immer auf dem abstoßenden Geschäftsbetrieb in Fatima verweilen und den Himmel nach dem Feuer von oben absuchen, brodelt die Gerüchteküche wieder. Da lungern Menschen herum, die darauf warten, dass Neuigkeiten herauskommen, und sie senden sie gerne an mich und andere, die wir kennen und die eine ähnliche Arbeit tun (wie wir). Ich habe mich auch schon mit verschiedenen Leuten unterhalten, die (mir) mitgeteilt haben, was sie gehört haben. So vermute ich, dass es mehr oder weniger meine Aufgabe ist, die Puzzleteile zusammenzusetzen, ein wenig von einer Person, ein wenig von einer anderen, und zu schauen, ob daraus ein Bild wird.

(Nota Bene: all das ist im Konjunktiv zu lesen und mit Einschränkungen … Wir sprechen hier immer noch von Gerüchten und Spekulation, vergessen Sie das nicht):

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Steve Skojec, Raus aus dem Kaninchenloch

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Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die nun einem großen Teil der katholischen Bevölkerung bewusst werden – oder zumindest bewusster als sie waren. Die Handschrift war an der Wand, schon bevor ich geboren wurde, doch es war für Viele schwer zu erkennen. Zu Beginn dieses Pontifikats wurde sie einem starken Kontrast ausgesetzt  wie die verblichenen, beinahe unsichtbaren Farben der phosphorisierenden Farbe die leuchtet, wenn man sie ultraviolett anstrahlt. Ich schreibe über diese Anzeichen fast schon seit dem Beginn dieses Pontifikats, sogar schon bevor ich dem Ruf folgte, diese Website zu gründen und die Arbeit zu beginnen, die wir nun tun. Ich bitte die Leser inständig, die “rote Pille zu nehmen” und aufzuwachen, ein Bild aus dem 1999 entstandenen Science Fiction Film The Matrix, der sich wiederum stark auf die Symbolik von Lewis Carrolls Alice im Wunderland bezieht. Die Szene und die Metapher, die sie entwickelt, spricht für sich:

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Steven Skojec, Hilary White und die nachkonziliare Matrix

Benedikt-und-Scholastika

Wir wollen hier einen von Eugenie Roth übersetzten Aufsatz vorstellen, den wir nicht hätten besser schreiben können, da wir unsere Feder und unsere Temperament noch ein wenig zügeln und manche Überspitzung bewusst vermeiden. Der vorgestellte Aufsatz Out of the Rabbit Hole erschien am 6.05.2016 auf dem Blog onepeterfive[1] und er ist uns vom Leser dspecht ans Herz gelegt worden, wofür wir uns ebenfalls bedanken. Der Schreiber dieser Zeilen hat schon lange nichts gelesen, was ihn dermaßen berührt hätte und womit er dermaßen übereinstimmen würde. Es ist ein treffendes, objektives und erschütterndes Bild des desolaten Zustandes der Weltkirche, welcher, wie man ihn auch dreht und wendet derselbe ist. Der Schreiber dieser Zeilen ist ein viel in der Welt herumgekommener Osteuropäer, der in einem deutschsprachigen Land lebt, Steve Skojec ist US-Amerikaner, Hilary White ist eine in Italien lebende Kanadierin. Und wir alle kommen zu denselben Schlussfolgerungen, obwohl wir nur mehr oder weniger detaillierte Kenntnisse verschiedener Ortskirchen haben. Man tröstet sich zwar, dass woanders es besser ist, aber woanders ist es nicht besser, es ist derselbe Verfall mit anderen Akzenten.

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