Katharina von Genua: Traktat über das Fegefeuer (10 von 21)

X. Kapitel

Ich sehe auch, daß von jener göttlichen Liebe zur Seele hin gewisse Strahlen und Blitze ausgehen, die so feurig und durchdringend sind, daß es scheint, sie müßten nicht nur den Leib, sondern auch die Seele, wenn das möglich wäre, vernichten.

Diese Strahlen bringen zwei Wirkungen in der Seele hervor: Die eine besteht darin, daß sie reinigt, die andere, das sie vernichtet.

Das Gold wird, je mehr man es einschmilzt, umso edler; du könntest es so lange schmelzen, bis in ihm gar jede Unvollkommenheit vernichtet wäre. Das Feuer ist jene Kraft, die in den materiellen Dingen diese Wirkung hervorbringt. Aber die Seele kann man nicht in Gold vernichten, sondern nur in sich selbst; und je mehr du sie reinigst, desto mehr wird sie in sich selbst vernichtet; und in Gott bleibt die Seele gereinigt.

Wenn das Gold bis zu 24 Karat gereinigt ist, wird es durch das Feuer nicht mehr weiter verzehrt, so sehr du es auch steigern magst, denn das Feuer kann das Gold nicht mehr verzehren, nur die Unvollkommenheit des Goldes verzehrt es.

So macht es auch das göttliche Feuer in der Seele. Gott hält sie so lange in das läuternde Feuer, bis dieses jede Unvollkommenheit in ihr aufgezehrt und sie zur Vollkommenheit geführt hat, jede Seele nach ihrer Weise.

Und wenn die Seele so geläutert ist, bleibt sie ganz in Gott, ohne irgendetwas noch weiter für sich selbst zu sein, denn die Läuterung der Seele besteht in der Entäußerung von uns in uns; unser wahres Sein ist ja Gott, der die Seele zur Läuterung von 24 Karat führt. Von da an ist die Seele dann leidensunfähig, weil es in ihr nichts mehr gibt, das aufgezehrt werden könnte. Selbst wenn die geläuterte Seele weiter in das Feuer hineingehalten würde, so wäre das für sie nicht mehr schmerzlich, es wäre vielmehr nur noch das Feuer der göttlichen Liebe, das für die Seele nichts anderes mehr bedeutet als das ewige Leben. Die Seele wäre nun frei von jeder Gegensätzlichkeit, wie das bei den zur Heiligkeit gelangten Seelen der Fall ist, und zwar schon im diesseitigen Leben, sofern es in diesem Zustand überhaupt noch möglich wäre, im Leibe zu verbleiben. Ich glaube nämlich nicht, daß Gott solche Seelen noch auf Erden belassen würde; nur durch ganz große göttliche Einwirkung wäre dies möglich.

Podcasts. Leserfrage Nr. 11: Müssen wir -„Gerade wir als Christen“- alle diese jungen Männer in Deutschland aufnehmen?

Heute stellen wir unseren weiteren Podcast der Reihe vor:

„Alles über Katholizismus wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten?“

Eine Reihe also, welche darin besteht die Leserfragen ab 20 EUR pro Frage in mindestens 15 Minuten zu beantworten. Sie überweisen uns Geld, schicken Ihre Frage und diese wird per Podcast öffentlich beantwortet, wobei sich die Beantwortungs- und Bearbeitungszeit nach dem Arbeitsaufwand richtet.

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Eine Einführung zu Peter Kwasniewskis „Desensibilisierung der Eucharistie“ oder Ist da noch Jesus drin?

GregorsMesse-078

Wir kündigen hiermit einen Aufsatz von Peter Kwasniewski an in der überragenden Übersetzung von Eugenie Roth, in dem auf etwas aufmerksam gemacht wird, was uns wahrscheinlich entgeht. Seit Vat. II wurde überall, insbesondere im deutschen Sprachraum, alles so eingerichtet, dass man als Gläubiger immer weniger gehalten wird an die Realpräsenz zu glauben. Da Peter Kwasniewski  Amerikaner und Traditionalist ist, ein Professor der Liturgik und Kirchenmusiker noch dazu, der seit vielen Jahren ausschließlich zur Alten Messe geht, so lebt er in einer anderen Welt als wir, sodass ihm die sprichwörtliche „deutsche Härte“ des deutschsprachigen Kirchenalltags – Stichwort: Pfarrer um die Ecke und die bürsten-schnittige Pastoralreferentin – unbekannt ist. Dennoch macht er auf etwas aufmerksam, was wirklich universell ist, auf den gesteuerten Verfall des eucharistischen Kultes, der überall vorkommt, weil er leider von Rom aus initiiert wird. Wenn jetzt eine fromme Seele einwenden wird:

Das sollte man nicht verallgemeinern. Das macht bloß ein junger Priester, der nicht auf die Kirche hört!

dann muss man dazu sagen, dass all diese Änderungen ab 1962 wirklich von Rom aus angeordnet worden sind, sodass nach dem Konzil Priester dazu amtlich, schriftlich und durch ihren Bischof gezwungen wurden alle diese Änderungen (Tabernakel vom Hauptaltar weg, keine Kniebänke, keine knieende Mundkommunion, Kommunionhelfer, Handkommunion etc.) einzuführen, über die wir uns noch zum späteren Zeitpunkt verbreiten werden und es wirklich kaum jemand eigenwillig tat. Die Kirche ist weiterhin hierarchisch und die Destruktion ebenfalls, siehe Amoris Laetitia und die Beschlüsse der DBK dazu: 1. Kommunion für Ehebrecher, 2. Kommunion für Protestanten. Die Priester bekommen aufgrund von Amoris Laetitia  bald Richtlinien oder haben diese bereits erhalten, an die sie sich zu halten haben, indem sie die berühmte deutsche Einzelfalllösung anbieten.

Aber zurück zur Eucharistie. Ein Problem, auf welches Peter Kwasniewski nicht eingeht, welches aber viel prekärer ist, ist die Frage, ob wir noch überhaupt gültige Messen haben, in denen die Wesenswandlung, auch Transsubstantiation genannt,  wirklich stattfindet.

Woher diese Frage?

Weil DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) – wie viele andere Gläubige auch – wirklich sehr selten den Eindruck hat den eucharistischen Herrn tatsächlich zu empfangen.

Sollte man dabei nach Eindrücken gehen?

Nein, sicherlich nicht. Es ist etwas Spirituelles, eine Glaubenssache, der Teufel kann sich dort einmischen, vielleicht ist es auch eine Prüfung von Gott. DSDZ fing an sogar zu notieren, wann er meint eine tatsächliche Kommunion empfangen zu haben und es ist sehr selten und bei immer denselben Priestern.

Liegt es nicht an seiner fehlenden Disposition?

Nein, er lebt im Gnadenstand, ist niemals unwürdig zur Kommunion gegangen und bemüht sich um die Gewinnung der Tugend. Aber an die letzten ausschließlich „echten“, falls man dieses Wort hier einführen darf, Kommunionen kann er sich im Jahre 2013 in der Abtei Fontgombault erinnern. Seitdem ist es immer vereinzelt. Er kann sich aber an sehr eindrucksvolle Kommunionen während seiner Kindheit in seiner Heimat erinnern, welche aufhörten als er nach Deutschland kam und was er danach vereinzelt erlebte.

Vielleicht war er als Kind viel heiliger als jetzt?

Nein, er war schon unschuldig, fromm und gläubig, aber jetzt ist er wirklich besser und heiliger als mit 9 oder 10.

Wenn wir annehmen – denn diese Eindrücke sind keine Einzelerfahrung -, dass sehr viele Menschen es so spüren, dann sollte man gleich nach der einfachsten Lösung greifen, dass einfach keine Wandlung stattfand.

Wann findet keine Wandlung statt?

Wenn der Priester (1) die Materie, (2) die Form nicht beachtet und (3) nicht zumindest die Intention hat, das zu tun, was die Kirche mit diesem Sakrament tut, was wir schon mehrmals geschrieben haben.

Wie wahrscheinlich ist es, dass bei Mängeln der  Materie und Form eine Wandlung nicht stattfindet?

Sehr unwahrscheinlich, die Form ist in Novus Ordo hörbar und man sollte davon ausgehen, dass die Priester auch auf die Materie achten, obwohl wir dies nicht überprüfen können.

Wie wahrscheinlich ist es, dass der Priester nicht die richtige Intention hat?

Dies ist recht wahrscheinlich, weil hier die Grenze zwischen fehlendem Glauben an die Realpräsenz und fehlenden Intention das zu tun, was die Kirche mit diesem Ritus tut (intentio faciendi quod fecit Ecclesia) sehr fließend ist. Ein völliger Atheist kann dennoch zumindest die Intention haben im Namen der Kirche die Wandlung zu vollziehen, aber dies ist unwahrscheinlich.  Wir könnten zwar solch einen Priester abfragen, aber es ist recht unwahrscheinlich, dass er uns die Wahrheit sagen wird, falls er doch ungültige Messen zelebriert.

DSDZ versucht diese Thematik zu ergründen und endet immer vor einer Wand, denn nicht alles lässt sich rational ergründen. Doch größer als die ungültige Messe ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Priester dermaßen lange in einer schweren Sünde lebt und eine formelle Häresie ist eine schwere Sünde, eine materielle eine leichte Sünde, dass er einem mit Dreck verstopftem Rohr gleicht, ein Bild von Thomas von Aquin, welches das reine Wasser sehr schlecht leitet.

Ich antworte, die Diener der Kirche seien wie Werkzeuge beim Spenden der Sakramente. Das Werkzeug aber wirkt nicht vermöge der eigenen Kraft, sondern auf Grund der Kraft desjenigen, von dem aus es in Bewegung oder Tätigkeit gesetzt wird. Dies ist also dem Werkzeuge unwesentlich, was es außer der Kraft, die demselben als einem Werkzeuge entspricht, an sich hat; wie es unwesentlich ist, ob der Leib des Arztes als Werkzeug der die Kunst besitzenden Seele krank oder gesund und ob die Röhre, durch die das Wasser geht, von Silber oder von Blei sei. Also wenn auch die Diener der Kirche schlecht sind, können sie gültig die Sakramente spenden. (Thomas von Aquin, Summ. Theol. III, q. 64, a. 5, corp)

Die bekommen zwar das Wasser, den Dreck aber mit dazu. Deswegen hat die Kirche vor V2 dermaßen penibel auf die Heiligkeit und kultische Reinheit der Priester geachtet, damit die Gläubigen die „sauberen“ Sakramente erhalten. Leider handeln alle Dogmatiken, die DSDZ zu diesem Thema gelesen hat von der Gültigkeit des Sakraments an sich, welche auch bei einem schlechten, also in Todsünde lebenden Priester gegeben ist. Er hat aber noch nichts über die Auswirkungen der sakramentalen Gnade, die durch solch einen Priester vermitteln oder geschmälert werden, gelesen. Vielleicht lag dieses Problem viel seltener vor. Denn eine habituelle leichte Sünde (man ist permanent zur faul sich vorkonziliare Dogmatiken durchzulesen) führt zur materiellen schweren Sünde (man verbreitet unwissentlich Häresien) und endlich zur formellen schweren Sünde (man verbreitet bewusst Häresien, weil man sich für schlauer als die Kirche hält und lebt zusätzlich im Konkubinat). All diese Gedanken fielen unlängst DSDZ ein als er wieder einmal eine Kuddel-Muddel-Predigt eines semi-traditionalistischen Priesters hörte, von dem man in seiner Heimat sagen würde, dass er einen „Mülleimer im Kopf“ habe. Es war alles dabei: von Kirchenvätern, über Esoterik, Modernismus, Vatikanum 2, Gutmenschentum und Privatoffenbarungen. Ohne Sinn und Ordnung, ohne Oben und Unten, quer durch den Garten, Kraut und Rüben. So predigt er immer und weil er intellektuell solchen Schaden anrichtet, so erlaubte ihm wohl die Diözese, in der DSDZ lebt, eine Alte Messe zu halten.

Hat er katholische Ansichten?

Nein.

Zelebriert er gewissenhaft?

Ja.

Lebt er im Gnadenstand?

Zweifelhaft.

Was kann man da machen?

Nichts. Dieses theologische Kuddel-Muddel-Mindset ist in ihm dermaßen verwurzelt, dass es inoperabel ist und er ist Anfang/Mitte 50.

Was ist er denn?

Ein liturgischer Fetischist. Dieser Begriff stammt zwar von Ann Barnhardt, aber wir wenden ihn hier an.

Was ist denn ein liturgischer Fetischist?

Jemand, der besonders liturgisch, ästhetisch und rubrizistisch ist, der aufgrund der Vetus Ordo Zelebration sich wohl für den Über-Priester hält, welchen dieses mysteriöse und elitäre der Alten Messe anzieht, der aber Jesus kaum liebt, sich um die Seelen der Gläubigen nicht kümmert und dem die Kirche bloß dazu dient, erhabene Zeremonien zu liefern. Er ist oft homosexuell wenigstens veranlagt, im Falle des von DSDZ beschriebenen Priesters liegt dies allerdings nicht vor. Es ist der Typ eines Oskar Wilde, dem das Beste eben gut genug ist, kirchlich auch und der eher verhungert als außerhalb eines Drei-Sterne-Restaurants zu essen. DSDZ fragt sich, ob er in seinem Leben noch einmal einen Priester treffen wird, bei dem alles stimmt, denn bisher hatte er immer Pech.  Leider sind auf der  Seite der Tradition sehr komische Priester-Kauze zu finden, denn so wie der Ton die Musik, so macht leider der Priester die Messe. Er kann die Sakramente ungültig oder zumindest weniger segensreich machen.

Um jetzt auf Peter Kwasniewski zurückzukommen, dessen Aufsatz wir in zwei Teilen vorstellen werden, so hat die fortlaufende Desensibilisierung gegenüber der Heiligen Eucharistie sicherlich zum wachsenden Unglauben der Priester und zu den vielen wohl ungültigen Messen geführt. Denn warum sollte man den Herrn so selten spüren, wenn er doch immer das ist?

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Zweiter Sonntag nach Ostern

Evangelium des zweiten Sonntags nach Ostern

Joh 10, 11 – 16 Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht, und der Wolf fällt die Schafe an und versprengt sie. Der Mietling flieht, weil er eben ein Mietling ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne. Ich gebe mein Leben für meine Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Schafstall sind. Auch sie muss ich herbeiführen; sie werden auf meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirt sein.

Predigtext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papst Gregor:

Ihr habt, geliebteste Brüder, gehört aus der Lesung des Evangeliums, was ihr zu lernen habt; ihr habt auch gehört, in welch gefahrvoller Lage wir sind. Derjenige nämlich, der nicht infolge einer zufälligen Zugabe, sondern auf Grund seines Wesens gut ist, sagt: „Ich bin der gute Hirt“. Und er fügt die Art der Güte, die wir nachzuahmen haben, hinzu indem er sagt: „Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe hin“. Er hat das getan, wozu er auffordert; er hat (durch die Tat) gezeigt, was er geboten hat. Der gute Hirt hat für seine Schafe sein Leben hingegeben, um zu unserem Heiligungsmittel seinen Leib und sein Blut zu bestimmen und die Schafe, die er zurückerkauft hatte, mit seinem Fleische zu speisen.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

O Gott, der Du durch die Erniedrigung deines Sohnes die gefallenen Menschen wieder aufgerichtet hast; verleih deinen Gläubigen eine immerwährende Fröhlichkeit, damit diejenigen, welche Du dem ewigen Tode entrissen hast, durch deine Gnade die ewigen Freuden genießen. Amen.

„Einen guten Kampf habe ich gekämpft“ oder die katholische Dolchstoßlegende

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Wie wir heute aus katholisches.info erfahren haben, hat (vorerst?) die tapfere Postulantin und Rechtsanwältin Claudia Schwarz gegen den Kampf gegen die vatikanischen Mühlen der Justiz verloren und das Brigittenkloster von Altomünster wird aufgelöst. Die Apostolische Signatur hat die Auflösung des St. Brigitta-Klosters bewilligt, weil Claudia Schwarz als keine offizielle Postulantin anerkannt wurde und somit, nach der Apostolischen Signatur, also dem höchsten Gericht des Vatikans in Sachen Orden, von dem es keine weitere Berufung gibt, im Kloster Altomünster

„es keine Kandidatinnen, Postulantinnen oder Novizinnen gab“,

so katholisches.info.

Es hilft alles nichts, dass Claudia Schwarz eine Postulantin war und, nach spiegel.de, sie fünf Frauen gefunden hatte, „die nun auch in den Brigittenorden eintreten wollten“, was das Erzbistum München-Freising, das nun das Kloster samt Besitz und Land übernehmen kann, nicht bestätigen konnte oder wollte. Claudia Schwarz konnte soviel anwaltliches Fachkönnen und Recht haben wie sie nur wollte. Franziskus hat die Frauenorden zum Aussterben verurteilt und nachdem er Burke gefeuert hatte, natürlich die Apostolische Signatur so besetzt, dass es seinen Wünschen genehm ist. Da DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) aus einem äußerst korrupten osteuropäischen Land stammt, so weiß er, dass in solchen Verhältnissen nicht das Recht zählt, sondern das,  dass man mit eigenen Leuten die Schlüsselpositionen, ein Prälat und Richter der Rota Romana ist neulich wegen Kinderpornographie verhaftet worden. Man besetzt diese Positionen natürlich vorwiegend in der Justiz, falls man selbst in den Knast kommen sollte. Claudia Schwarz hätte auch 20 Kandidatinnen finden können, wenn das Erzbistum beschlossen hat das Kloster zu übernehmen und da Kardinal Marx, der C9-Kardinal, wohl für die Finanzierung der nächsten Papstwahl Geld braucht, so hat nichts ihr geholfen. Dies tut uns leid, aber es war wirklich vorauszusehen.

Warum wollen denn die jetzigen Vatikan-Besetzer, von der Geldgeilheit abgesehen, die kontemplativen Frauenorden auslöschen, siehe Vultum Domini Quaerere? Damit zu Gott kein wohlgefälliges Gebetsopfer aufsteigt, denn so eine kontemplative Nonne, falls sie wirklich ihre Berufung lebt, hat einen anderen „Umrechnungsfaktor“ als Sie und ich. Sie produziert ein heiliges „Energiefeld“, welche die Welt heilig und den Dämonen verhasst ist. Deswegen geht es den heiligmäßigen Orden, wie neulich der Priesterbruderschaft der Heiligen Apostel, an den Kragen. Die Dämonen spüren die Heiligkeit und informieren den Franziskus und seine Mannen. Wenn also eine Ordensgemeinschaft oder Priesterbruderschaft vom Vatikan noch nicht verboten wurde, dann stellt dies ihr kein gutes Zeugnis aus.

„Ein anständiger Bürger sitzt im Gefängnis“,

soll Joseph Stalin gesagt haben und in seinem Reich saßen die Anständigen ein, falls sie vorher nicht hingerichtet wurden. Wir erleben zurzeit dasselbe und freuen uns in der Welt zu leben, wo wir soviel beten, fasten und sühnen können, wie wir nur wollen.

„In einem Orden könnten Sie dies nicht tun“, meint immer eine bekannte Ordensfrau zu DSDZ, „seien Sie froh, dass Sie in der Welt leben“.

Ja, DSDZ ist froh darüber, jetzt mehr als zuvor. Aber wohin sollen all die Menschen mit einer Ordensberufung gehen? Nirgends, denn es gibt fast keine Orden, was Hilary White für Frauenorden bestätigen kann.

Warum gibt es heute kaum Ordensberufungen?

Aus zweierlei Gründen:

  1. Novus Ordo bringt fast niemanden auf eine Stufe des religiösen Lebens, auf welcher er über eine ganzheitliche Lebenshingabe aus Gott nachdenkt.

Falls er/sie es dennoch tut, dann

  1. Gibt es keine (a) Orden und/oder (b) Seminare, wo man diese Berufung realisieren könnte.

Erläutern wir hier nur den zweiten Punkt.

Warum gibt es keine Orden, die Heiligkeit und Andersartigkeit ausstrahlen?

Weil nach dem Konzil man sich der Welt angleichen sollte und das letzte „Lehrschreiben“ des Antipapstes Franziskus Gaudete et Exultate, welche der nachkonziliaren Entwicklung das I-Tüpfelchen aufsetzt, bestätigt es durch und durch. Da der außerweltliche, d.h. der transmundane und transzendente Gott, zu einem innerweltlichen, d.h. immanenten, panentheistischen und panentheistischen Gott der Nachkonzilszeit wurde, zu einem „Gott des Miteinanders“ also und ein  solcher Gott niemanden anziehen, denn es ist nicht der wahre Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Die gesamten nachkonziliare Entwicklung führte zu einer Auslöschung der Orden und diejenigen, die es noch gibt, sind dermaßen verkommen, ausgetrocknet und verzweifelt, dass man niemanden empfehlen kann dorthin einzutreten.

Wie fing es an?

Durch die Veränderung der Liturgie, durch die Abspeckung der Liturgie. DSDZ macht ständig irgendwelchen Sport und weiß, dann man, z. B, beim Kraftsport zweierlei braucht:

a) Die Übungen – die Askese

b) Die Nahrung – die Proteine

Im Falle des Ordenslebens ist (a) die Ordensregel und alle Ordensregeln wurden nach Vat. II „reformiert“, d.h. entheiligt, abgespeckt, um sie „der heutigen Welt anzugleichen“. Aber das Ordensleben dient nicht dazu sich der Welt anzugleichen, sondern vor der Welt zu fliehen und Gott zu suchen. Es gibt also kein Training. Durch die Liturgiereform wurde den Orden (b) die Nahrung entzogen, denn sie können sich weder mit dem Novus Ordo Brevier noch mit den Psalmen nähren. Und somit wachsen die Orden, mangels (a) und (b) nicht und können niemanden anziehen. So einfach ist das und die „Reformer“ oder Zerstörer haben es vorausgesehen, unter Einfluss der Dämonen, denn kein Mensch ist so vorausschauend. Franziskus setzt einen Sargnagel nach dem anderen und freut sich, wie hier.

Warum tut er das?

Weil er Gott hasst.

Warum?

Weil er in Sünde lebt und als diabolischer Narzist die Eigenschaften von Dämonen verinnerlichte.

Er kann zwar den nicht leidensfähigen Gott nicht angreifen, aber die irdische Kirche, so gut er kann, zerstören.

Warum lässt das Gott zu?

Weil er sich Franziskus bedient, um all das Unheilige auszumerzen und irgendwann einmal einen heiligen Rest aufleben zu lassen, der die Kirche erneuert.  Franziskus ist wie eine Säure, die alles zerstört, ist man nicht fest und widerstandsfähig genug, so wird man aufgelöst. Schauen Sie, wir haben keine Priester, keine Bischöfe und keine kirchliche Hierarchie. Die haben doch alle keinen Glauben, denn sonst hätten sie doch schon längst gehandelt. Bergoglio leugnete wieder einmal die Existenz der Hölle, wieder eine formelle Häresie. Aber wen wundert es? Die Kirche ist hierarchisch und pyramidenförmig. Wenn sie fast nur ungläubige, Konkubinarierpriester haben, ebensolche Bischöfe, Erzbischöfe und Kardinäle, dann hat man früher oder später solch einen Papst, weil es keine anderen gibt, die man hätte wählen können, so ist auch Alexander VI. Papst geworden. In unserem Falle betrug das „Früher oder Später“ ganze 51 Jahre von Konzilsbeginn 1962 gerechnet. Ja, Bergoglio ist wirklich die Frucht des Konzils.

Was können wir tun?

Spenden Sie etwas, damit DSDZ weniger Stunden in seinem derzeitigen Brotberuf vergeudet und Ihnen

  • eine schöne Einführung zum Beten des Diurnale schreibt,
  • das Diurnale auf Deutsch und Lateinisch schön einspricht,
  • und dieses als Podcast, zum bezahlten Download, anbieten kann.

So erhalten Sie:

  1. eine Einführung zum Brevierbeten im Do-It-Yourself Modus
  2. Gebete, die man Nachsprechen kann und dabei Latein lernt,
  3. Etwas, was man sich nebenbei im Auto oder bei der Hausarbeit nebenbei laufen lassen kann.

DSDZ hat zwar all diese Texte schon eingesprochen, es sind ca. 26 Stunden, aber die Audio-Qualität ist leider zu schlecht als man es als Produkt anbieten könnte, denn es geht ja schließlich um Liturgie. DSDZ muss ausgeschlafen und entspannt sein, damit seine Stimme gut klingt und er konzentriert sprechen kann, sodass, sozusagen Geld von Geld kommt. Werden wir diesen Podcast samt Einführungstext anbieten, dann kaufen Sie sich hoffentlich ein Diurnale und „beten zurück“ Bergoglio zum Trotz. Und die können uns nichts tun, ätsch!

P.S.

Update vom 15.03.2018

Die neuesten Nachrichten von Claudia Schwarz lauten, nach einem Kommentar aus katholisches.info  wie folgt:

Ich würde mich freuen, wenn Sie nicht nur die inhaltlich falsche Wiedergabe des Dekrets der Apostolischen Signatur durch das Ordinariat München und Freising zitieren würden, sondern auch berücksichtigen würden, daß es in dem Dekret nicht heißt, es gäbe uns Kandidatinnen und Postulantinnen nicht, sondern daß dort steht, daß wir wie auch Schwester Walburga, die im römischen Zweig des Birgittenordens Profeß abgelegt hatte, bei der Auflösungsentscheidung nicht zu berücksichtigen sind.

Nähere Ausführungen sind auf facebook zu finden.  Für alle, die kein FB haben. Die Apostolische Signatur hat nicht geschrieben, dass es keine Kandidatinnen gibt, sondern dass „diese nicht zu berücksichtigen sind“. Wir hatten also recht, Claudia Schwarz hätte auch 50 Kandidatinnen bereitstellen können, wenn Vatikan sie nicht berücksichtigen will, dann wird man sie nicht berücksichtigen.  Und was ändert das? Gar nichts. Gegen Willkür ist man machtlos. Quod erat demonstrandum – was zu beweisen war.

Proprium missae – Dominica II Post Pascha

INTROITUS
Ps 32:5-6
Misericórdia Dómini plena est terra, allelúia: verbo Dómini coeli firmáti sunt, allelúia, allelúia.
Ps 32:1
Exsultáte, iusti, in Dómino: rectos decet collaudátio.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen Ps 32:5-6
Misericórdia Dómini plena est terra, allelúia: verbo Dómini coeli firmáti sunt, allelúia, allelúia.
Voll der Barmherzigkeit des Herrn ist die Erde, alleluja; durch das Wort des Herrn sind die Himmel geschaffen, alleluja, alleluja.

Jubelt, ihr Gerechten, im Herrn; denn Gotteslob ist Pflicht der Guten.
V. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. R. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Voll der Barmherzigkeit des Herrn ist die Erde, alleluja; durch das Wort des Herrn sind die Himmel geschaffen, alleluja, alleluja.

ALLELUIA
Luc 24:35.
Cognovérunt discípuli Dóminum Iesum in fractióne panis. Allelúia
Die Jünger erkannten den Herrn Jesus am Brotbrechen. Alleluja.

ALLELUIA
Ioannes 10:14.
Ego sum pastor bonus: et cognósco oves meas, et cognóscunt me meæ. Allelúia.
«Ich bin der gute Hirt und kenne Meine Schafe, und die Meinen kennen Mich.» Alleluja.

OFFERTORIUM
Ps 62:2; 62:5
Deus, Deus meus, ad te de luce vígilo: et in nómine tuo levábo manus meas, allelúia.
O Gott, mein Gott, zu Dir erwach ich mit dem Morgenlicht; in Deinem Namen erheb ich meine Hände, alleluja.

COMMUNIO
Ioannes 10:14.
Ego sum pastor bonus, allelúia: et cognósco oves meas, et cognóscunt me meæ, allelúia, allelúia.
«Ich bin der gute Hirt», alleluja: «Ich kenne Meine Schafe, und die Meinen kennen Mich», alleluja, alleluja.

Hl. Leonard: Die kleine Anzahl derer, die gerettet werden (7 von 10)

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Ist es Gottes Schuld, dass jemand verloren geht? Nein, es ist immer die eigene Schuld. In der Zeit der Apostasie hat er uns das Internet gegeben. Sie können lesen, sich bilden, Menschen kennenlernen, die Sie niemals kennengelernt hätten. Man hat doch irgendwo immer eine Alte Messe, eine Neue Messe tut es zur Not auch, denn manche sind gültig. Sie können getrost sein, dass Gott Ihnen jede mögliche Gnadenhilfe gibt. Je größer die Anfechtungen von Außen, desto mehr Gnadenhilfen von Innen. Der Schreiber dieser Zeilen hat im Bergoglio-Pontifikat überhaupt keine Glaubenskrise. Er hat im richtigen, also traditionellen Katholizismus ein konsistentes System gefunden, weiß, was alles falsch läuft und ist trotz aller Probleme sehr glücklich, weil ihm endlich die Lösung aufgeht, nach der er sehr lange gefahndet hat. Er ist kein Neukonservativer mehr und braucht sich mit der Quadratur der Kreises (Hermeneutik der Kontinuität, der gute „konservative“ Johannes Paul II, der gute, „konservative“ und so liebe Benedikt XVI etc.) nicht herumzuschlagen. Wenn man die falschen Konstanten des Nachkonziliarismus aus der Gleichung streicht, hat man ein schönes und funktionierendes System, von dem leider kaum jemand weiß. Die Wahrheit befreit, die Wahrheit macht stark, die Wahrheit macht opferbereit und rettet Seelen.

Die Güte Gottes

Vielleicht glaubt ihr die schrecklichen Wahrheiten noch nicht, die ich euch eben gelehrt habe. Aber es sind die höchstangesehenen Theologen, die berühmtesten Väter, die durch mich zu euch gesprochen haben. Wie könnt ihr aber Gründen widerstehen, die von so zahlreichen Beispielen und Worten aus der Schrift gestützt werden? Wenn ihr dennoch zögert und wenn eure Seele der gegenteiligen Meinung zugeneigt ist, wird diese Betrachtung nicht genügen, euch erschauernd zu machen? Oh, es zeigt, dass ihr euch nicht sehr um euer Heil kümmert! In dieser wichtigen Frage wird ein vernünftiger Mensch beim geringsten Zweifel über das Risiko das er eingeht sprachloser werden als bei dem Beweis des absoluten Bankrotts in anderen Angelegenheiten, an denen die Seele nicht beteiligt ist. Einer unserer Brüder, der selige Ägidius, sagte für gewöhnlich, dass wenn nur ein Mensch verdammt werden würde, er alles tun würde, dass er nicht dieser Mensch sei.

Was müssen also wir tun, die wir wissen, dass die größere Anzahl verdammt werden wird, und nicht nur außerhalb der Christenheit? Was müssen wir tun? Den Entschluss fassen, zu der kleinen Anzahl derer zu gehören, die gerettet werden. Zu sagen: Wenn Christus mich verdammen wollte, warum hat er mich dann erschaffen? Still, unbedachte Zunge! Gott hat niemanden geschaffen, um ihn zu verdammen; sondern wer auch immer verdammt wird, wird verdammt, weil er das möchte (vgl. Hos 13, 9 11).  Deshalb werde ich mich nun bemühen, die Güte meines Gottes zu verteidigen und von allem Vorwurf freizusprechen (vgl. Ez 18, 23 12): das wird das Thema des zweiten Punktes sein.

Bevor wir fortfahren, lasst uns auf der einen Seite all die Bücher und all die Häresien von Luther und Calvin, und auf der anderen Seite die Bücher und Häresien der Pelagianer und Semi-Pelagianer sammeln und sie alle verbrennen. Einige zerstören Gnade, andere die Freiheit, und alle sind mit Irrtümern angefüllt; also lasst sie uns in das Feuer werfen. All die Verdammten tragen auf ihrer Stirn den Orakelspruch des Propheten Hosea (Osee): „Deine Verdammnis kommt von dir“, so dass sie verstehen können, dass wer auch immer verdammt wird, durch seine eigene Bosheit verdammt wird, und weil er verdammt werden möchte.

Zunächst lasst uns diese beiden unleugbaren Wahrheiten als Grundlage nehmen:

„Gott möchte, dass alle Menschen gerettet werden“, „Alle brauchen die Gnade Gottes“.

Wenn ich euch nun zeige, dass Gott alle Menschen retten möchte, und dass Er zu diesem Zweck ihnen Allen Seine Gnade und alle anderen notwendigen Mittel gibt, um dieses erhabene Ziel zu erreichen, werdet ihr zustimmen müssen, dass wer auch immer verdammt wird, dies seiner eigenen Bosheit zuschreiben muss, und dass wenn die größere Anzahl der Christen verdammt wird, es deshalb ist, weil sie verdammt werden wollen.

„Deine Verdammnis kommt von dir; deine Hilfe ist nur in Mir.“ (vgl. Hos 13, 913).

11  Hos 13, 9. Das ist dein Unheil, o Israel: Wer kann dich schützen vor mir?

12  Ez, 18, 23. „Sollte ich denn Wohlgefallen am Tode des Gottlosen haben“, – Spruch des Herrn – „und nicht vielmehr daran, daß er sich von seinem Wandel bekehre und lebe?“

13  Hos 13, 9. Das ist dein Unheil, o Israel: Wer kann dich schützen vor mir?

Kard. Bona: Die Unterscheidung der Geister. (26). Bei der Geistesunterscheidung kann man subjektiv immer irren.

 

 

Fünftes Kapitel.

Das Urteil bei dieser Unterscheidung ist nicht gewiss und betrüglich [trügerisch], wenn keine ausdrückliche Offenbarung hinzukommt. Es wird gar Vieles dazu erfordert, um auf künstliche [kunstfertige] Weise die verschiedenen Geister richtig zu unterscheiden. Es werden zu diesem Ende [Zweck] einige Regeln vorgeschrieben.

Obwohl die vorgelegte deutsche Übersetzung aus der Mitte des 19 Jhdts. stammt, so haben einige Worte ihre Bedeutung dermaßen verändert, dass uns eine Übertragung einiger Termini des Titels angebracht schien. Worum geht es in diesem Kapitel? Darum, dass niemand bei sich selbst, d.h. subjektiv, und das ist eine wichtige Einschränkung immer die Geister richtig unterscheiden kann.

Warum?

Weil der Teufel wirklich real sind und er wird, unter Zulassung Gottes, dafür sorgen, dass Sie oft nicht wissen werden, wo oben und wo unten ist. Es gibt auf dem offenen Meer Windstärken, wo der Himmel verschwindet samt der Horizontlinie und wirklich alles zu wüsten Wassermassen wird. Wikipedia beschreibt diese Orkanstärke wie folgt:

See vollkommen weiß, Luft mit Schaum und Gischt gefüllt, keine Sicht mehr.

Kennt man die Beaufort-Skala? Ja.

Kann man navigieren? – Ja.

Weiß man, dass es vorübergehen wird?  -Ja.

Es hilft Ihnen aber alles nichts, weil Sie in solchen Situationen machtlos sind. Man ist auch bei der Geistesunterscheidung manchmal nicht sein eigener Richter, weil man die Situation falsch beurteilt. Der Feind weiß sich zu verstellen und man ist schwach. Interessanterweise werden Sie viel eher bestimmte Symptome, mit Gottes Gnade natürlich, bei anderen als bei sich selbst erkennen. Doppelmoral? Nein, Sie sind einfach die Klangquelle. Jeder der singt, weiß, dass ein Sänger manche Töne, die er singt nicht objektiv richtig hören kann und deswegen braucht er jemanden, der ihn abhört. Man produziert zwar die Schallwellen, aber sie sind vor einem. Es ist Physik. Weil die Geister der Geist Gottes und der böse Geist – Geister und sehr subtil sind, so muss man in einer sehr ausgeglichenen Lage sein, um diese voneinander zu unterscheiden. Manchmal ist man es nicht und Gott lässt es zu, damit man etwas lernt, demütig wird und anderen in ähnlichen Situationen helfen kann. Denn man kann nur dann Empathie entwickeln, wenn man es selbst erlebt hat. Der hl. Johannes vom Kreuz zählt in Unterpunkten sehr analytisch genau alle Arten von teuflischen Visionen und Eingebungen auf. Und woher weiß er das? Weil er es selbst erlebte, sonst weiß man es nicht. War es angenehm? Sicherlich nicht, aber von nichts kommt nichts. Deswegen sollte man jemanden, einen Beichtvater, haben, der unsere Eindrücke objektivieren kann, denn auch ein sehr schlechter Sänger oder jemand, der nicht singt, wenn nicht gerade taub, kann diese Wellenfrequenzen objektiv hören, welche Sie nicht hören können. Und ein blindes Huhn findet auch ein Korn. Auch wenn er zu nichts zu gebrauchen ist, so sollten Sie dennoch Ihre Situation bei absoluter Verwirrung offen legen, denn diese Verdemütigung ist Gott genehm und „verbrennt“ gleichsam den Stolz des Teufels. Auf einmal fällt der Druck oder die Dunkelheit auf einmal von Ihnen weg, der Sturm legt sich, weil sich Gott Ihrer erbarmt hat. Man sollte sich deswegen immer misstrauen und immer den eigenen Weg, soweit es geht, objektivieren.

 

Kurt Hutten, Drohen Abspaltungen in der katholischen Kirche (1970)? Traditionalisten gegen Progressisten. (6 von 6)

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Der untere Abschnitt ist wirklich rein historisch und zeigt, was passiert, wenn man eigene Kirchen gründet. Leider nichts Gutes, denn wir haben zurzeit mit Bergoglio 14 Antipäpste, wenn seit der Niederschrift dieses Beitrags kein neuer Antipapst dazu gekommen ist. Leider hat der Antipapst Bergoglio die Macht zu zerstören, der Rest ist harmlos. Wir werden sehen, wie es beim kommenden Schisma werden wird, welches wir am 21.02.2018 ankündigten. Ja, Kurt Hutten tat es im Jahre 1970 auch, aber damals war noch kein Antipapst an der Kirchenspitze, obwohl die Sedis es so sahen. 

Und wenn kein Schisma kommt?

Dann wird die Kirche weiterhin aus den kleinen Wunden bluten, wie es Hilary White, bezeichnet. Es wird keine Eucharistie, durch die geplante „ökumenische Messe“ und keine Priester mehr geben. Das Opfer wird nicht mehr dargebracht werden. Ein Schisma kann zeitweilig etwas retten. 

Die Traditionalisten und die „Erneuerte Kirche“ Collins 

In ihrer Frontstellung gegen das Aggiornamento, gegen die Progressisten und gegen den Vatikan und ebenso in der Betonung der mystischen Frömmigkeit, der Marienerscheinungen und des Endzeitglaubens besteht eine Gemeinsamkeit zwischen den Traditionalisten und der „Erneuerten Kirche“ von Michel Collin, der als „Clemens XV.“ nach zeitweiligem Aufenthalt in Colmar und Hagenau seinen „Vatikan“ in dem kleinen lothringischen Dorf Clémery aufgebaut hat. Seine Gläubigen sehen in ihm den „mystischen Papst der Endzeit“. Er überragt den Papst in Rom bei weitem. Denn er wurde nicht von Menschen gewählt, sondern durch das dritte Geheimnis von Fatima prophezeit und von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit selbst berufen und geweiht (1950). Er fühle sich, so rühmen seine Anhänger, als demütiges Werkzeug Jesu, der durch ihn in unzähligen Botschaften seine Weisungen und Verheißungen an die Kirche und die Welt richtet. Er führe ein heiliges Leben, sei ein großer Beter, habe täglich Visionen, sei stigmatisiert und erleide während jeder Messe die Passion.

Eine Kooperation zwischen ihm und den Traditionalisten schien nahe zu liegen. Aber eine Auseinandersetzung zwischen Paul O. Schenker und den Clémery-Leuten machte deutlich, daß zwischen ihnen tiefe Gegensätze bestehen. Sie gipfeln in Schenkers Vorwurf, daß Collin schwärmerische Lehren vertrete und sich das Papstamt anmaße. Nachdem er im Februar 1969 in Clémery geweilt hatte, veröffentlichte Schenker einen Aufsatz über „Die Irrlehren der ‚Erneuerten Kirche’ Collins“ (2, Juni 1969). Als solche brandmarkte er u. a. dessen Lehren von der Allversöhnung, der Reinkarnation, der Miterlöserschaft Josephs, der Erhebung Mariens zum Urquell der Trinität. Weiter verurteilte er die Behauptung Collins, daß an Weihnachten 1967 das Reich des Heiligen Geistes begonnen habe.

„Solche unsinnigen, idiotischen Irrtümer und Irrlehren bedürfen für einen normalen Katholiken keines Kommentars zu deren Entkräftung“.

Schenker reihte Collin in den Anhang des Widersachers Gottes ein: „

Nebst der unerhörten Anmaßung, sich als Papst und Papst Paul VI. als den Antichristen auszugeben, lehrt und glaubt Collin also so teuflische Irrtümer, daß man sich allen Ernstes frägt, ob dieser Mensch überhaupt noch bei Sinnen ist. Könnte dazu ein Nein gesprochen werden, dann gereichte dies nur zu seiner Entlastung. Jedenfalls geht, wer sich von ihm einlullen läßt, ins Fangnetz des Widersachers Gottes. Auch der Hinweis auf die ‚heillose’ Verwirrung in der katholischen Kirche, die seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil herrscht, kann keine legitime Begründung für den Übertritt zu dieser schlimmen Sekte sein. Paul VI. ist und bleibt der wahre und rechtmäßige Papst, auch wenn er seine von uns bedauerten Schwächen hat“.

Die Kluft war unüberbrückbar. Pater Josef von Clémery resignierte in einem Schreiben vom 20.10.1969:

„Wir erinnern uns schweren Herzens an H. P. O. Schenker, dem so viel Gnade angeboten wurde; das Licht der Erkenntnis der Wahrheit wurde ihm jedoch nicht zuteil“.

Die „rechte“ Opposition gegen die Amtskirche bleibt also gespalten. Ob es dabei bleibt? Ein wichtiger Kontroverspunkt zwischen beiden Gruppen ist die bis jetzt unveröffentlichte dritte Botschaft von Fatima. Auf sie gründet Collin seinen Anspruch, der wahre, göttlich eingesetzte Papst zu sein. Für die Traditionalisten ist das unannehmbar. Aber schon spukt ein Teil dieser Botschaft auch in ihren Kreisen.

„Ja, Rom! In diesem Augenblick aber denke ich an das sogenannte dritte Geheimnis von Fatima, soweit es kolportiert wurde. Danach soll der Satan bis in die höchsten Spitzen des Vatikans eingedrungen sein“ (8, Dez. 1969).

Das ist zunächst nur eine Einzelstimme. Vielleicht bleibt sie es auch. Aber mögen die Traditionalisten keine Trennung von Kirche und Papst vorgenommen haben, so mindert das nicht die Radikalität ihres Protests. Wenn man sich dann vergegenwärtigt, daß auf dem linken Flügel der Progressisten unter Führung der Holländer die Gefahr einer Abspaltung von der Kirche akut wird und die gleiche Gefahr auf dem äußersten rechten Flügel droht, dann kann man ermessen, vor welche Zerreißproben die Kirche gestellt ist. Einstweilen zeichnet sich nirgendwo eine Verständigung oder auch nur die Möglichkeit eines Gesprächs zwischen den Lagern ab. Die radikalen Traditionalisten sehen in den Neuerern nur noch die „Feinde“ Gottes und der Kirche, begegnen ihnen mit abgrundtiefem Mißtrauen und sind durch keine Gemeinsamkeiten des Glaubens mehr mit ihnen verbunden. Sie haben noch etliche Fürsprecher im Episkopat, haben Mitkämpfer unter Priestern und Ordensleuten, finden nicht nur im einfachen Volk, sondern auch bei Akademikern ein positives Echo. Aber sie bekommen auch die Mißbilligung von Bischöfen und Institutionen der „Amtskirche“ zu spüren. So hat sich der Diözesanrat des Bistums Basel „mit aller Deutlichkeit“ von den Tendenzen der Zeitschrift „Das Zeichen Mariens“ distanziert und den mit ihr verbundenen Gruppen vorgeworfen, daß sie „mit ihrem unerleuchteten Eifer Verwirrung und Spaltung unter den Gläubigen verursachen können“. Reaktionen dieser Art können den Rückzug der Getadelten in die innere Emigration nur beschleunigen.

Das befreiende Wort, das die Verhärtungen zwischen den Gegnern löst und die Gegensätze durch eine vollmächtige Antwort auf die religiösen Problemstellungen einer veränderten Welt aufhebt, ist nicht vorhanden. Aber mit dieser Verlegenheit steht die katholische Kirche nicht allein. Sie teilt sie mit der ganzen Christenheit, oder noch genauer: mit allen Religionen und Weltanschauungen unserer Zeit.

Pater Poulain SJ über Privatoffenbarungen, wahre und falsche Visionen als pdf

Als Ergänzung zum Podcast 10 stellen wir hier die deutsche Fassung des Buches von Pater Poulain SJ, Die Fülle der Gnaden. Ein Handbuch der Mystik, aus dem Jahre 1909. Wir tun es für alle, die kein Englisch können oder sich das Buch auf Englisch  nicht zulegen wollen oder können.  Da wir davon ausgehen, dass nach dem Podcast über Faustina und ihre Falschoffenbarungen für viele, insbesondere Damen, ihr Weltbild zusammen fällt, so wollen wir den werten LeserInnen etwas an die Hand geben, damit sie aus der nachfaustinischen Trümmerlandschaft hinaus finden. Hier ein paar mögliche Fragen und Antworten:

Frage: Wer ist überhaupt dieser Pater Poulain, dass er sich eine Meinung über unsere Faustina bilden kann?

Antwort: Pater Poulain SJ war ein französischer Jesuit, welcher um das Jahr 1901 ein überragendes Buch über die Mystik verfasst hat, für welches er das Wissen der früheren Autoren zusammengetragen, durchleuchtet und sehr systematisch und logisch zusammengetragen hatte. Es ist also ein Handbuch, ein Lehrbuch, ein Nachschlagewerk.

Frage: Ist dies Pater Poulain überhaupt katholisch?

Antwort: Ja, dieses Buch wurde im Namen von hl. Pius X von seinen zwei hochstehenden Kardinälen gut geheißen und den Gläubigen zur Lektüre empfohlen.

Frage: Sind seine Ansichten nicht veraltet?

Antwort: Nein, denn die Gesetzmäßigkeiten des mystischen Weges, der Handlungen Gottes und des Teufels sind dieselben.

Frage: Gibt es Alternativen zum Werk von Pater Poulain?

Antwort: Ja, aber diese wurden noch früher und auf Lateinisch verfasst. Es sind Quellen die er verwendet und Sie müssen in der Lage sein, Altdrucke auf Lateinisch lesen zu können.

Frage: Warum ist Pater Poulain Faustina übergeordnet?

Antwort: Weil Pater Poulain theologische Kriterien bietet, nach denen alle Privatoffenbarungen beurteilt werden können. Es ist ein Handbuch und nicht seine Privatmeinung.

Frage: Gibt es Unterschiede zwischen der englischen und der deutschen Ausgabe?

Antwort: Durchaus. Die englische Ausgabe von 1949 fußt auf einer späteren Ausgabe von Pater Poulain SJ selbst und ist ein wenig umfangreicher als deutsche aus dem Jahre 1901. Das Englische lässt sich auf viel besser, denn einfacher, als das Deutsche aus dem Jahre 1901 lesen.

Und hier die beiden Kapitel als pdf-Dateien.

Kap. 21 Gefahren der Täuschung

Poulain, Kap. 21

Kap. 22 Wie unterscheidet man echte Offenbarungen und Visionen von falschen?

Poulain, Kap. 22

Und daher liebe LeserInnen:

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