Medjugorje: Erklärung des Ortsbischofs Ratko Perić (6 von 7)

ec48bf44892c29b895741920e0bdef09

Es war ein Riesenfehler, diesen Pilgerstrom überhaupt zuzulassen. Man hätte es gleich verbieten und die Seher exkommunizieren müssen, wie damals in in Heroldsbach (ja, damit machen wir uns neue Feinde), aber dazu war die barmherzige, nachkonziliare Kirche nicht fähig, ferner können pekuniäre Gründe auch eine Rolle gespielt haben, da so die begehrten Devisen ins Land kamen. Und jetzt haben wir, was wir haben.

B – Die Bischofskonferenz von Jugoslawien

            Die Bischöfe von Jugoslawien intervenierten zweimal, 1984 und 1985, und baten sowohl die Priester als auch die Gläubigen, das Urteil der Kirche bezüglich der Vorgänge in Medjugorje abzuwarten, welches nach intensiven Untersuchungen gegeben werde. Daher sollten keine Pilgerreisen organisiert werden, als ob „die Kirche bereits ein positives Urteil ausgesprochen hätte‟.[23]

Die dritte Kommission (1987 – 1990)

            Auf Anregung der Glaubenskongregation verfassten Kardinal Kuharić und Bischof Žanić 1987 ein gemeinsames Kommuniqué in dem sie die Bildung einer dritten Kommission ankündigten und die Gläubigen baten, keine Pilgerreisen zu organisieren, die den Begebenheiten von Medjugorje übernatürlichen Charakter geben würden.[24] Die Kommission bestand aus elf Priestern (6 Patres, 5 Diözesanpriester), vier Psychologen und einer Ordensschwester als Sekretärin.

            Die Kommission hielt im Sekretariat der Bischofskonferenz Zagreb 23 Treffen ab. Das erste Treffen war im April 1987 und das 23. im September 1990.

            Ein Kennzeichen der dritten Kommission war, dass die von ihr zu leistende Arbeit auf der Basis der Befunde und Ergebnisse der vorigen Kommissionen und ex novo fußte. Alles wurde unter Eid verrichtet und es gab keine Kommuniqués für die Öffentlichkeit. Die Ergebnisse der vier Jahre andauernden Bemühungen wurden 1990 den Mitgliedern der Bischofskonferenz in Zagreb präsentiert. Die Bischofskonferenz diskutierte bei vier Gelegenheiten über die „Erscheinungen‟: am 25. April, 9. Oktober und 27. November 1990, und the Erklärung bezüglich Medjugorje wurde bei einer Abstimmung in Zadar angenommen, die am 10. April 1991 stattfand: 19 Bischöfe stimmten für die Erklärung, während sich 1 enthielt.

            Die Erklärung stellt fest: „Während der ordentlichen Sitzung der Bischofskonferenz von Jugoslawien, abgehalten in Zadar vom 9. – 11. April 1991, wurde Folgendes angenommen: 

ERKLÄRUNG

Die Bischöfe haben von Anfang an die Ereignisse in Medjugorje durch den Bischof dieser Diözese (Mostar), durch die Kommission des Bischofs und durch die Kommission der Bischofskonferenz von Jugoslawien für Medjugorje verfolgt.

Auf der Basis dieser Untersuchungen kann bis jetzt nicht bestätigt werden, dass es sich hier um übernatürliche Erscheinungen und Offenbarungen handelt.

Aus welchen Motiven auch immer die zahlreichen Versammlungen der Gläubigen aus den verschiedenen Teilen der Welt in Medjugorje zustande kommen, aus religiösen oder verschiedenen anderen Motiven, beide erfordern die Aufmerksamkeit und zuerst die pastorale Sorge des Diözesanbischofs und mit ihm auch der anderen Bischöfe, damit in Medjugorje und in allem was damit zusammenhängt, eine gesunde Verehrung der Seeligen Jungfrau Maria gewährleistet wird, in Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche.

Zu diesem Zweck werden die Bischöfe besondere und brauchbare liturgische und pastorale Direktiven erlassen. Ebenso werden sie durch ihre Kommission fortfahren und Schritt halten mit ihren Ermittlungen, bis es zu einem endgültigen Ergebnis über Medjugorje kommt. Zadar, am 10.April 1991 Die Bischöfe von Jugoslawien

Zadar, am 10. April 1991.
Bischöfe von Jugoslawien‟

Quelle[25]

            Die Aggression. In den folgenden Jahren fanden sich Kroatien und Bosnien-Herzegovina als Opfer einer schreckllichen Aggression. Mit der Bildung neuer Staaten wurden neue Bischofskonferenzen errichtet. Trotz der Erklärung der Bischofskonferenz: Non constat de supernaturalitate, d. h. es kann nicht bekräftigt werden, dass diese Angelegenheiten sich auf übernatürliche Erscheinungen oder Offenbarungen in Medjugorje beziehen, behaupten die Anhänger dieses Phänomens ständig, dass die „Madonna erscheint‟.

            Wenn unsere Bischofskonferenz trotz zahlreicher neugieriger Besucher von Medjugorje, ungeachtet massiver Publicity und begleitet von charismatischen Inspirationen den Mut hatte, auf der Basis ernsthafter, solider und sachverständiger Untersuchungen zu erklären, dass es in Medjugorje keinen Nachweis von übernatürlichen Erscheinungn gibt, ist dies also ein Zeichen, dass die Kirche sogar im 20. Jahrhundert noch immer die „Säule und das Bollwerk der Wahrheit‟ ist (1 Tim 3,15).[26]

[23] O. P., p. 193.

[24] O. P., p. 196.

[25] O. P., p. 197.

[26] O. P., p. 151.

Werbeanzeigen

Katharina von Genua: Traktat über das Fegefeuer (15 von 21)

6_Bartolomeo_Guidobono_-_Madonna_col_Bambino,_san_Nicola_da_Tolentino_e_le_anime_del_Purgatorio_20120525122223.

 


DSDZ [der Schreiber dieser Zeilen] war heute beim Workshop eines Versicherungsmaklers mit 20 Jahren Berufserfahrung, der überzeugt darlegte, dass 90% aller Versicherungen unsinnig seien, gezielt zum Schaden des Versicherungsnehmers mit arglistiger Täuschung abgeschlossen werden, weil man darauf spekuliert, dass der Versicherungsfall nicht eintreten wird und falls doch die Versicherung dann nicht zu zahlen braucht, da er Vertrag entsprechend aufgesetzt wurde und der Kunde ihn meist ungelesen unterschrieben hat. DSDZ fühlte sich nach diesen Ausführungen in seiner Überzeugung bestätigt, dass die allgemeine und spezielle Vorsehung sich um uns kümmert, wenn wir uns um die Angelegenheiten Gottes kümmern und diese ganze deutsche „Versicherungerei“ Unsinn sei. Es tut gut seine theologischen Überzeugungen vom Fachmann bestätigt zu sehen. Manche Versicherungen sind leider notwendig, dann muss man sich die Verträge ganz genau lesen und zwar unter der Prämisse: Omnis homo mendax (Ps 115) – „Jeder Mensch ist ein Lügner“, wobei der Psalmist sicherlich die Versicherungsvertreter im Auge hatte, da nur 20% aller Versicherungsverträge wirklich ordnungsgemäß abgeschlossen wird, so der heutige Fachreferent.

Was hat das mit dem Fegefeuer zu tun?

Weiterlesen

Medjugorje: Erklärung des Ortsbischofs Ratko Perić (5 von 7)

ec48bf44892c29b895741920e0bdef09

Alle, wirklich alle kirchlichen Untersuchungen und Kommissionen seit 1981 kamen zu negativen Ergebnissen. Deswegen will der Antipapst Franziskus diese ganze Medjugorje-Chose aufleben lassen, um noch mehr zu spalten und zu verwirren. So einfach ist das. 

VI. WIE VIELE KIRCHLICHE KOMMISSIONEN UND INTERVENTIONEN GAB ES?

            Gegen Ende Juni 1981 begann die sensationelle Nachricht von „Erscheinungen der Madonna“ an Kinder in Medjugorje sich durch die Massenmedien zu verbreiten. Mitte August des selben Jahres betonte der Bischof von Mostar-Duvno, Msgr. Pavao Žanić nach Gesprächen mit den sogenannten Sehern am 21. Juli in seinem ersten Statement, dass es die schwierigste Frage sei zu entscheiden, ob dies eine „subjektive Erfahrung der Kinder oder übernatürlich“ sei.[15] Obgleich er den Papst und den Heiligen Stuhl bei zahlreichen Gelegenheiten bezüglich der verschiedenen Meinungen zu Medjugorje informiert hatte fühlte der Bischof, dass es notwendig sei, eine diözesane Kommission zu errichten, um die Ereignisse zu untersuchen.

A – Das Diözesanbüro der Diözese Mostar

Die erste Kirchenkommission (1982–1984)

            Bishop Žanić richtete die erste Kommission am 11. Januar 1982 ein, welche die Vorgänge bis 1984 untersuchte.[16] Sie bestand aus vier Priestern, drei Diözesanpriestern und einem Ordenspriester der Franziskaner.[17]

            Die neuen Entdeckungen des Bischofs. Die Kommission hatte sich noch nicht einmal getroffen, als am 14. Januar 1982 etwas geschah, was die Einstellung des Bischofs ein für allemal prägte. An diesem Tag kamen drei der „Seher“ mit der Botschaft der „Madonna“ nach Mostar, dass der Bischof bezüglich des berühmten Falles Herzegovina zu hastig gehandelt hatte, da er versuchte, zwei franziskanische Hilfspfarrer zu versetzen, die in Mostar Probleme verursachten. Als der Bischof, der sein Leben lang die Madonna mit zahlreichen Andachten und Pilgerreisen verehrt hatte, hörte, dass das Phänomen ihn der irreligiösen Unordnung in Bezug auf die Pfarreien beschuldigte, dass es in ihm nicht einen gläubigen Sohn der Kirche und der Madonna erkannte, der Mutter der Kirche, der man ein Jahr zuvor, 1980, die Kathedrale von Mostar geweiht hatte, dass das Phänomen unfolgsame Ordensbrüder verteidigte, welche die normale Funktion der Kathedrale behinderten, begann er, die „Botschaften‟ und „Erscheinungen‟ in Medjugorje mit Misstrauen zu betrachten. Trotz alledem begann die Kommission ihre Arbeit.

            Das „große Zeichen‟. Die Kommission führte mehrere Gespräche mit den „Sehern‟. 1982 brachte das dritte Treffen einige Ergebnisse. Auf den Wunsch des Bischofs hin bat die Kommission die „Seher‟, in doppelter Ausführung niederzuschreiben, was für eine Art von „großem Zeichen‟ erscheinen sollte, wenn es geschehen würde. Sie sollten ihre Antworten dann in zwei Umschläge stecken und diese versiegeln. Einer der Umschläge sollte von ihnen verwahrt werden, der andere im Pfarramt. Wenn das „große Zeichen‟ erschiene, würden die Briefumschläge geöffnet und die Wahrheit überprüft. Jedoch weigerten sich fünf der „Seher‟, die Fragen zu beantworten, da die Madonna ihnen dies verbiete. Jedoch der Seminarist Ivan antwortete schriftlich auf die Fragen. Er sagte sogar, dass die Madonna ihm nicht verbot, die Fragen zu beantworten. Seine Anwort war mehr als unpassend. Eine große Anzahl von Lügen und Tricks sind an dieses „große Zeichen‟ gebunden, besonders bestätigt von Fr. Slavko Barbarić OFM, das bis zu diesem Tag nicht geschehen ist.[18]

            Die Antwort des Heiligen Stuhls. Im November 1983 fragte die Glaubenskongregation den Bischof, ob die Kommission zu Ergebnissen gekommen sei. Bischof Žanić schrieb eine Studie über Medjugorje und den Fall Herzegovina, den er an Joseph Kardinal Ratzinger sandte. In der Zusammenfassung äußerte er sich zur Frage der „Erscheinungen‟:

            Sind sie von Gott? – Die „Madonna von Medjugorje‟ hat mehr Unordnung und Verwirrung hierher gebracht als zuvor da war! Er sieht nicht, wie er sie als von Gott kommend annehmen kann.

            Sind sie vom Teufel? – Er hat ebenso Schwierigkeiten diese Hypothese anzunehmen, sogar obwohl ihm dieser Gedanke auch schon gekommen war.

            Ist das alles Schwindel? – Von Anfang an kann man feststellen, dass die Kinder manchmal gelogen haben. Bisweilen ist klar, das was sie sagen das ist, was sie von den Franziskanern gehört haben, besonders bezüglich der „Sache Herzegovina‟. Der Bischof fährt fort indem er sagt, dass er das Urteil der Kommission und das Aufhören der „Erscheinungen‟ erwartet. Der Bischof wartete siebzehn Jahre, und er konnte am 11. Januar 2000 (dem Tag seines Todes) die Madonna im Himmel sehen, bevor er die „Visionen‟ von Medjugorje aufhören sah.

Die Zweite erweiterte Kommission (1984 – 1986)

            1984 entschied sich Bischof Žanić, die erste Kommission zu erweitern. Er schrieb an alle theologischen Fakultäten in Jugoslawien und bat um die Erlaubnis bestimmter Ordensoberen, dass ihre Experten der Kommission beiträten.

            Die zweite Kommission hatte fünfzehn Mitglieder: Zwölf Priester und drei medizinische Sachverständige. Sie hielten insgesamt sieben Sitzungen ab. Die erste war im März 1984 in Mostar, und die siebte in derselben Stadt im Mai 1986, während der die Kommission ihre Arbeit beendete. Die Mitglieder der Kommission stimmten bezüglich der folgenden Frage ab: Non constat de supernaturalitate (11 stimmten ‚dafür‛, 2 ‚dagegen‛, 1 akzeptierte ‚in nucleo‛, 1 enthielt sich der Stimme). Die Kommission erstellte eine zusammenfassende „Erklärung‟, in der die „unakzeptablen‟ Behauptungen und „grotesken‟ Erklärungen aufgelistet wurden, die dem merkwürdigen Phänomen zugeschrieben wurden. Die Kommission stellte auch fest, dass weder weitere Untersuchungen noch der Aufschub des offiziellen Urteils der Kirche notwendig seien. Der Bischof informierte die Bischofskonferenz und den Heiligen Stuhl ordnungsgemäß, anschließend informierte er die Öffentichkeit während seiner Predigt 1987 in Medjugorje.[19]

            Zwei Mitglieder dieser Kommission veröffentlichten ihre wissenschaftlichen Berichte in den Sektoren, die ihnen zugewiesen worden waren: Don Nikola Bulat[20] und Msgr. Mato Zovkić.[21]

Die wohlbekannte negative Haltung des Bischofs, welche er 1990 in 28 Punkten zusammenfasste, ist bedeutsam, da sie von der nicht authentischen Natur dieser übernatürlichen Erscheinungen spricht.[22]

            Im August 1993 übergab Bischof Žanić die Verwaltung der Diözese an seinen Nachfolger, der seine Arbeit auf gleiche Weise fortführte.

[15] O. P., p. 192.

[16] O. P., p. 43.

[17] Crkva na Kamenu, 2/1981, p. 1.

[18] O. P., pp. 102-108. Fr. Slavko Barbarić OFM starb am 24. November 2000. Am Tag nach seinem Tod kan eine Botschaft von der „Erscheinung‟: Ich freue mich mit euch und möchte euch mitteilen, dass euer Bruder Slavko in den Himmel geboren wurde und er bittet für euch. Dies bedeutet, dass sie nicht mehr für ihn zu beten brauchen, sondern dass sie zu ihm beten können!

[19] O. P., pp. 47-50.

[20] N. Bulat, Istina će vas osloboditi. Studija o nekim međugorskim pitanjima (1986.). Nepouzdanost izvora i nedoličnost poruka (Die Wahrheit wird euch frei machen. Eine Studie über einige Aspekte von Medjugorje /1986/. Die Unglaubwürdigkeit der Quellen und die Ungehörigkeit der Botschaften), Mostar, 2006. Predgovor (Preface), pp. 7-14.

[21] M. Zovkić, Problematični elementi u fenomenu Međugorja (Problematische Elemente im Phänomen von Medjugorje), u: Bogoslovska smotra, 1-2/1993., pp. 76-87. Siehe auch Zovkićeva prosudba međugorskih zbivanja, (Zovkić’s Urteil über die Ereignisse von Medjugorje), in: „U Službi riječi i Božjega naroda“, Sarajevo, 2007, pp. 721-745.

[22] O. P., p. 196.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Siebzehnter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des siebzehnten Sonntags nach Pfingsten

Mt 22, 34 – 46 Als die Pharisäer erfuhren, daß er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht habe, kamen sie zusammen. Und einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: „Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetze?“ Er antwortete ihm: „Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seeele und mit deinem ganzen Gemüte. Das ist das größte und erste Gebot. Das zweite ist diesem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ Als dann die Pharisäer beisammen waren, richtete Jesus an sie die Frage: „Was haltet ihr von Christus? Wessen Sohn ist er?“ Sie antworteten ihm: „Davids Sohn.“ Da sprach er zu ihnen: „Wie nennt ihn dann David im Geiste Herr, da er sagt: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache (Ps. 109, 1)? Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er dann sein Sohn?“ Darauf konnte ihm niemand Antwort geben. Und von dem Tage wagte niemand mehr, ihm eine Frage vorzulegen.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Johannes Chrysostomus.
Nachdem die Saddzuäer beschämt worden waren, treten wieder Pharisäer heran; und wo es richtiger gewesen wäre, ruhig zu bleiben, wollten sie einen Streit beginnen; und sie schicken einen, der sich als Gesetzeskundiger ausgab, vor, nicht in der Absicht, etwas zu lernen, sondern ihn auf die Probe zu stellen; und sie fragen also, welches das vornehmste Gebot im Bundesgesetze sei. Denn da das vornehmste das ist: Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben, waren sie der Meinung, daß er ihnen Anhaltspunkte herbeibringen würde zur Verbesserung dieses Gebotes durch irgend einen Zusatz, weil er sich als Gott ausgab, und stellen eine solche Frage. Was tut also Christus? Um zu zeigen, daß sie deshalb so weit vorgegangen seien, weil in ihnen nichs von der Liebe sei, sondern wei sie von neidischer Eifersucht verzehrt würden, sagt er: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben; das ist das erste und größte Gebot. Das zweite aber ist diesem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‟

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig.
R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Wir bitten Dich, o Herr! verleih, das dein Volk allen Ansteckungen des Satans entkomme und Dir als dem einzigen Gott mit reinem Herzen zugethan sey! Amen.

Proprium missae – Dominica XVII post Pentecosten

INTROITUS
Ps 118:137; 118:124
Iustus es, Dómine, et rectum iudicium tuum: fac cum servo tuo secúndum misericórdiam tuam.
Ps 118:1
Beáti immaculáti in via: qui ámbulant in lege Dómini.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen
Ps 118:137; 118:124
Iustus es, Dómine, et rectum iudicium tuum: fac cum servo tuo secúndum misericórdiam tuam.
Gerecht bist Du, o Herr, und recht ist Dein Gericht; handle an Deinem Knecht nach Deiner Barmherzigkeit.
Selig, die Makellosen auf dem Lebenswege, die wandeln nach des Herrn Gesetz.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
Gerecht bist Du, o Herr, und recht ist Dein Gericht; handle an Deinem Knecht nach Deiner Barmherzigkeit.

GRADUALE
Ps 32:12; 32:6
Beáta gens, cuius est Dóminus Deus eórum: pópulus, quem elégit Dóminus in hereditátem sibi.
V. Verbo Dómini coeli firmáti sunt: et spíritu oris eius omnis virtus eórum.
Selig das Volk, dessen Gott der Herr ist, das Volk, das Sich der Herr zum Eigentum erkoren! V Durch das Wort des Herrn sind die Himmel geschaffen, all ihre Sternenheere durch den Hauch Seines Mundes.

ALLELUIA
Allelúia, allelúia.
Ps 101:2
Dómine, exáudi oratiónem meam, et clamor meus ad te pervéniat. Allelúia.
Alleluja, alleluja.
V Herr, erhöre mein Gebet und laß mein Rufen zu Dir kommen. Alleluja.

OFFERTORIUM
Dan 9:17; 9:18; 9:19
Orávi Deum meum ego Dániel, dicens: Exáudi, Dómine, preces servi tui: illúmina fáciem tuam super sanctuárium tuum: et propítius inténde pópulum istum, super quem invocátum est nomen tuum, Deus.
Ich, Daniel, betete zu meinem Gott und sprach: «Erhöre, Herr, die Bitten Deines Knechtes; laß über Deinem Heiligtum Dein Antlitz leuchten; schau gnädig auf dies Volk hier, über das Dein Name angerufen ist, o Gott.»

COMMUNIO
Ps 75:12-13
Vovéte et réddite Dómino, Deo vestro, omnes, qui in circúitu eius affértis múnera: terríbili, et ei qui aufert spíritum príncipum: terríbili apud omnes reges terræ.
Weihet dem Herrn, eurem Gotte, Gelübde und erfüllet sie; ihr alle ringsum, bringet Gaben herbei für Ihn, den Gewaltigen, für Ihn, der den Trotz der Fürsten zerbricht, für Ihn, der alle Erdenkönige mit Furcht erfüllt.

Maria-Wochenendbeilage: Gebet und Kampf

Madonna mit Kind italienisch

Der Sündensmog und frische marianische Luft

Im Zeiten des real existierenden Sozialismus, der natürlich existierend aber irreal war, hatten manche Berufsgruppen, welche dem sozialistischen Ideal entsprachen, ein gutes Leben. Zur Gruppe der Bestverdiener gehörten damals die Bergleute, welche nicht nur sehr viel verdienten, sondern auch ganz große Vergünstigungen außerhalb der Arbeitszeit erfuhren: Hotels, Ferienhäuser, Urlaub, Sanatorien etc. Man ging zurecht von der Annahme aus, dass ein Mann der mit 18 Jahren ins Bergwerk kommt, dort schwer körperlich mindestens 8 Stunden pro Tag arbeitet, nur Staub, Gase und Motorabgase einatmet, dass dieser Mann sich in dem Urlaub gut erholen muss, um seinem sozialistischen Vaterland das nötige Arbeitssoll weiterhin abliefern zu können. Daher hatten die Bergleute mit die besten Ferienanlagen (nach Militär und Miliz), an sauberen und gesunden Orten, damit sie wenigstens im Urlaub saubere Luft einatmen konnten, bevor sie mit Anfang 40 starben. Denn die meisten sozialistischen Bergleute atmeten die schädliche Luft nicht nur unter der Erde, sondern auch oben nachdem sie das Bergwerk verlassen hatten. Die Luftqualität in Schlesien bis 1989 war wirklich legendär schlecht, über manchen Städten herrschte dauernd eine Smogwolke und man versuchte die Wäsche gar nicht erst aufzuhängen, denn sie wurde vom Hängen allein wieder schwarz. Mutatis mutandis galt das für sehr viele Bergsiedlungen des ehemaligen Ostblocks. Diese Bergleute verstarben früh an Staublunge/Tuberkulose/Krebs oder Herzinfarkt, da sie meistens noch auch rauchten, sich fett ernährten (sie hatten ja das Fleisch) und unmäßig Alkohol tranken. Was dennoch ihre Lebenserwartung nach oben schraubte, war der Ferienaufenthalt in sauberen Regionen, wo sie ein paar Wochen im Jahr saubere Luft tanken konnten.

Was hat das mit uns heute zu tun?

Das, dass wir uns geistlich gesehen in derselben Lage befinden. Wir leben in einer vom Sündensmog verpesteten Luft, die wir innerhalb und außerhalb unserer Kirchen einatmen müssen. Manche von uns arbeiten unter Tage, wo sie dunkle Erkenntnisse über das Leben unserer Geistlichen erhalten (Stichwort: Missbrauch), welche sie anderen mitteilen müssen. Weiterlesen

15. September: Sieben Schmerzen Mariens

Maria-Dolores

Lieben ist Leiden. Je mehr man liebt, desto mehr leidet man, weil man empathisch wird. Man empfindet mit dem geliebten Menschen, man liebt nicht nur ihn, sondern das, was er/sie liebt und man leidet daran, woran er/sie leidet. Maria hat Jesus am meisten geliebt, nicht nur deswegen, weil sie Ihm als Mutter am nähsten war, sondern auch deswegen, weil sie das vollkommenste Geschöpf war. Sie war auch das reinste Geschöpf und somit das sensibelste Geschöpf, denn die Sensiblen leiden mehr als die Toughen. Es spielt also nicht nur ein Rolle was man aushält, sondern wer es aushält, siehe die Prinzessin auf der Erbse. Weil eine wahre Prinzessin so zart war, deswegen hat ihr die Erbse so viel Leiden bereitet. Das Ideal der letzten 200 Jahre ist ein primitiver, durchsetzungsfähiger, tougher Prolet, der nashornartig durch das Leben trampelt. Die Verweichlichten gehen ihm aus dem Wege und daher wird er immer übermütiger. Aber im Leiden zeigt sich die Tapferkeit, denn um zu Leiden braucht man Tapferkeit und Stärke. Weiterlesen

Medjugorje: Erklärung des Ortsbischofs Ratko Perić (4 von 7)

ec48bf44892c29b895741920e0bdef09

Ein Argument, das oft zugunsten von Medjugorje fällt sind die vielen Bekehrungen und Beichten. Aber wozu bekehren sich diese Leute? Zum Medjugorismus oder Katholizismus? Der Teufel kann auch Bekehrungen wirken, siehe Martin Luther und zu Frömmigkeitsübungen anstiften, um am Ende von Gott weg zu führen. Was die Gospa in Medjugorje sagte, wird zum höchsten Glaubenskriterium.

V. WAS BEWEISEN GEBETE UND BEICHTEN?

1 Gebet als Rahmen. Das Gebet ist ein wichtiger Faktor in den „Erscheinungen‟ von Medjugorje. Ungefähr während das Vater Unser gebetet wird, beginnen in den meisten Fällen die „Erscheinungen‟ für die „Seher‟. Sie hören sogar auf zu beten, so dass man der „Erscheinung‟ einige Minuten lang folgen kann.

2. Eine Botschaft: „Betet nicht‟. Am 16. Oktober 1981: „Sie sagte ihnen auch, dass sie nicht für sich selbst zu beten bräuchten, da sie [die Erscheinung, Anm. d. Übs.] sie [die „Seher‟ Anm. d. Übs.] aufs Beste belohnt hätte. Sie sollten stattdessen für andere beten.‟[9] Weiterlesen