Hilary White, COR ORANS: Ein weiterer böser Geist des II. Vatikanums

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Anbei ein neuer Artikel von Hilary White über den geplanten Kahlschlag der weiblichen kontemplativen Orden. Hilary verwendet den Begriff  purge – „Reinigung, Säuberung, Läuterung“, welcher jedem Osteuropäer oder politisch belesenen Menschen unter dem Begriff der „Tschistka“ einer (vorwiegend) stalinischen Säuberung der Parteireihen bekannt ist. Was verbindet man mit einer Tschistka? Nächtliche Verhaftungen, Schauprozesse, Hinrichtungen und Verbannung nach Sibirien. Das DSDZ [der Schreiber dieser Zeilen] eine eigene Reihe über Cor orans plant, so begann er gestern, am 27.06.2018, die eigene Lektüre dieses Dokuments, welcher er die Lesung von Perfectae caritatis (28.10.1965), dem konziliaren Dekret über die Erneuerung des Ordenslebens voranstellte. Ja, wir ahnen es. Dort wo die nachkonziliare Walze von Perfectae caritatis etwas übrig ließ und dies sind nach 50 Jahren fast ausschließlich weibliche kontemplativen Orden, dort muss Cor orans ran, um die eventuellen Keimlinge zu stutzen oder gleich auszureißen. Der Niedergang des Ordenslebens wurde mit Perfectae caritatis  eingeführt und besiegelt und wir werden ausführlich schreiben, weswegen, wie und warum. Aber kehren wir zu Cor orans zurück. DSDZ hat 8 von 33 Cor orans– Seiten bislang gelesen. Es ist ein juristisches Dokument, welches wie eine Schachstrategie sich gegen jede Möglichkeit des Auflebens des kontemplativen Ordenslebens absichert. Es ist wie folgt gedacht:

  • „Wenn die Nonnen A machen, dann setzten wir dem B entgegen.“
  • „Wenn die Nonnen aber C planen, dann erwartet sie die Rochade D bis F.“

In einem hat Cor orans absolut recht. Es ist wirklich die Implementierung und die letzte Konsequenz der Konzilsreformen. Cor orans fürchtet neue Ordensgründungen wie die Pest, welche durch die Gesetzgebung dieses Dokument praktisch ausgeschlossen ist. Hatte bislang nur der Ortsbischof die Entscheidungsgewalt, so gibt es jetzt fünf nachfolgende Etappen und Gremien. Die ausführliche Analyse wird noch folgen, aber ausschließlich rational ist der Frage nicht beizukommen, warum man sich dermaßen intensiv mit etwas dermaßen Kleinem gefasst. Wie viele Katholiken gibt es? 1,3 Milliarden. Wie viele Priester? 415,656. Wie viele weibliche Ordensschwestern, inklusive Klausurnonnen? 670,320 laut vatikanische Quelle für das Jahr 2015. Wie viele endlich kontemplative Klausurnonnen? Um die 50.000 weltweit. Als DSDZ im Jahre 1998 für eine Nachrichtenagentur gearbeitet hatte und über dieses Thema schrieb, betrug die Anzahl  der Klausurschwestern ca. 56.000. Die neueren Zahlen sind ihm nicht bekannt, also ist es sicher diese 50.000 anzunehmen, bis wir Sicheres wissen. Wir sprechen also von einem wirklichen Bruchteil aller Katholiken und einem Bruchteil aller Ordensfrauen. Warum also dieses Dokument und dieser Aufschrei? Weil, wie wir bereits schrieben, die kontemplativen Frauenorden noch überhaupt Berufungen haben, Heiligkeit „generieren“ und hier und da gar ein neues Kloster gründen. Das darf nicht sein! Und durch Cor orans wird es praktisch unmöglich gemacht. Der Aufsatz von Hilary White wieder einmal in einer kongenialen Übersetzung von Eugenie Roth, der wir von Herzen danken.

Säuberung des Papstes der verbleibenden katholischen Nonnen

 Auch weiterhin erhalte ich Emails mit Beweisen, dass die gegenwärtige Verwaltung der Kongregation für das geweihte Leben[1] plant, die Möglichkeiten von Cor orans dazu zu nutzen, die Natur der kontemplativen Frauenorden im Namen des „Neuen Paradigmas“ des Deuterovatikanismus komplett umzuschreiben, insbesondere die „konservativen“ und traditionellen Gemeinschaften.

[Anmerkung des Herausgebers von The Remnant: „Cor Orans („Das betende Herz“) ist der Titel eines am 1. April 2018 herausgegebenen Dokuments, das Instruktionen darüber ausführt, wie Papst Franziskus‘ Apostolische Konstitution von 2016 – „Vultum Dei Quaerere“ („Das Angesicht Gottes suchen“) anzuwenden ist; Dieses Dokument wendet sich an katholische Ordensfrauen in kontemplativen Gemeinschaften. MJM]

Wie ich schon viele Male an anderen Stellen geschrieben habe, ist das einheitliche Charakteristikum des gegenwärtigen Pontifikates die Säuberungsaktion. Es ist nun klar, dass Jorge Bergolio von einer Gruppe Progressiver aus den 1960er Jahren dazu gewählt wurde, die endgültige Beseitigung der letzten Elemente innerhalb der katholischen Kirche herbeizuführen, die der Revolution des II. Vatikanums widerstanden haben. Nach 50 Jahren voller Zweideutigkeiten der beiden unversöhnlich gegensätzlichen „Paradigmen“, die in einem wackeligen Waffenstillstand in der selben Institution lebten, blieben diese wenigen Aufsässigen übrig die sich weigerten, die neuen liturgischen Formen, theologischen „Formulierungen“ und neue Disziplin zu akzeptieren; diese werden nun gezwungen, sich anzupassen oder zu gehen.

In allen katholischen Institutionen ist der sogenannte „konservative“ Mittelweg, die Position des sicheren und vernünftigen Kompromisses, die unter dein beiden letzten Pontifikaten hatte existieren dürfen, nun verdunstet. Wie nach Amoris Laetitia [in Zukunft] alle Priester und Seminaristen aus den Seminaren hinausgezwungen werden die sich weigern unbußfertigen Ehebrechern die heilige Eucharistie zu spenden, so wird Cor orans dazu verwendet werden, „konservative“ kontemplative Nonnen zu entfernen, die sich weigerten, das volle Programm der „Erneuerung“ des religiösen Lebens nach dem II. Vatikanum anzunehmen.

Wir dürfen niemals die Beschwichtigung der LCWR [Leadership Conference of Women Religious, Anm. d. Übers. progressivistische Organisation der amerikanischen Ordenschwestern] durch die Kongregation für das geweihte Leben nach der Wahl von Papst Franziskus vergessen. Der neue Präfekt[2], Cardinal Joao Braz de Aviz, entschuldigte sich wirkungsvoll bei der notorischsten häretischen Organisation modernistischer Ordensschwestern, indem er die Federn glättete, die durch den gescheiterten Versuch seines Vorgängers zerzaust worden waren, sie zum Katholizismus zurückzubringen. Vergleichen Sie dies mit der rücksichtslosen Unterdrückung der Franziskanischen Brüder und Schwestern der FFI zur selben Zeit durch die selbe Dikasterium, so wird das Programm offensichtlich.

Diese Woche erhielt ich ein weiteres Dokument, das zahlreiche Zitate aus einer Rede des Sekretärs der Kongregation, Jose Rodrigues Carballo, enthielt, in der er dunkel andeutete, dass die traditionellen Formen des Ordenslebens „ihren Zweck erfüllt“ hätten und man sie nun aussterben lassen könne, so dass etwas bislang Undefiniertes, aber ganz sicher Neues und Wundervolles sie ersetzen könne.

Bei einem Treffen der Verantwortlichen für die Ordensausbildung  im April 2015 in Rom sagte Carballo ganz klar, dass das II. Vatikanum Vorrang vor den klassischen Charismas des Ordenslebens haben müsse.

„Mit dieser klaren Erwähnung des II. Vatikanums weisen wir auf unsere tiefe Überzeugung hin, dass in der Ausbildung zum geweihten Leben das Konzil der nicht verhandelbare Bezugspunkt ist.“

In seiner Ansprache in Avila[3], Spanien, sprach Carballo einen Monat später sogar noch klarer, indem er die „vielen fundamentalistischen Gruppen“ im Ordensleben anprangerte; er sagte: „Das kommt nicht vom Geist“. „Das II. Vatikanum ist unser Kompass“, sagte er und fügte hinzu, dass der Papst „sich vom II. Vatikanum leiten lässt“.

Carballo sagte, dass durch den Kollaps der Berufungen im Laufe der letzten 50 Jahre klar wird, dass die Formen des Ordenslebens, die man in den letzten 20 Jahrhunderten gekannt habe, „ihren Dienst in der Kirche getan haben“. Dies, so sagte er, ist eine Zeit der „Reinigung“ für das Ordensleben. Er nannte „einige Formen“ des Ordenslebens „antiquiert“ und behauptete, dass sie „den Menschen von heute kaum etwas sagen“. Diese, so sagte er, „werden nicht bestehen bleiben, obgleich sie einen gewissen Erfolg (gehabt) haben.” [Hervorhebungen vom Verfasser].

„Wie auch das Evangelium‟, sagte Carballo, so „dauern‟ die Charismen des Ordenslebens „an“, sie „entwickeln sich“ und „wachsen im Laufe der Zeit weiter“. Er sagte: „Einige Formen sterben aus. Aber neue Formen erstehen.“

Im Hinblick darauf, ihr Charisma zu leben: „Die Kirche verlangt nicht einfach Treue von uns, sondern kreative Treue.“

Er fragte die versammelten Karmeliten, Männer und Frauen: „Was möchte Teresa nun?“ und sagte: „wir wollen nicht so weitergehen, wie wir es die letzten 500 Jahre getan haben.“ Das Charisma „schreitet fort“. Er denunzierte jene, die antworteten: „Wir haben es immer so gemacht“, indem er sagte: „auch gute Menschen brauchen Veränderungen“, und „Treue bedeutet nicht, zu bleiben wie man ist“.

Wie es bei progressiven Katholiken üblich ist, fuhr er fort, den totalen Kollaps des Ordenslebens seit dem II. Vatikanum ins Positive zu verdrehen, indem er das gegenwärtige „Chaos“ im Ordensleben mit den Verhältnissen vor der Schöpfung verglich und die Anwesenden drängte, sie sollten „an das Buch Genesis denken“ und sich vorstellen, dass bald „eine neue Schöpfung“ käme.

Reden und Dokumente von der Kongregation für das geweihte Leben verwenden oft die Redewendung „kreative Treue“ oder „dynamische Treue“, wenn sie von den alten Orden oder Charismen sprechen. Bei diesem Treffen, erklärte Carballo dies indem er sagte, das „treu sein nicht bedeutet, zu bleiben wie man ist.“

Dieses „Update“, sagte er, werde durch die Ausbildung erreicht. „Nur Ausbildung wandelt Herz und Verstand.“

Angesichts dieser Hinweise sagt Cor orans uns also, dass in Bezug auf das Kontemplative Leben in den Frauenorden die Progressiven, welche erwarteten, dass das „Chaos“ des nachkonziliaren Aufstandes den sie einfädelten, eine „neue Kirche“ gebären würde, des Wartens müde sind.

Mit diesem Papst wurde ihnen der Auftrag gegeben, diejenigen, die noch immer aushalten, zu zerschlagen und, anstatt zu „singen“ nun offen „die neue Kirche ins Sein zu zwingen”. Die Sprache von Cor orans, in Zusammenschau mit Carballos klaren Botschaften in seinen verschiedenen Reden, hat es unmissverständlich klar gemacht: dies ist eine Säuberungsaktion.

Und das Dokument ist ebenso klar über seinen Status als ein Dokument der kirchlichen Gesetzgebung. Dies ist kein Vorschlag; Obere berichten bereits, dass sie Nachricht aus Rom erhalten haben, auch die existierenden Föderationen und Assoziationen, dass sie [Cor orans] „sofort“ umsetzen müssen. Es beauftragt, Mitglied in einer Föderation zu werden, mit dessen Vorsitzender und dem Gremium, die nie dagewesene Macht haben über Finanzen, Neugründungen, Ausbildung, und – von entscheidender Bedeutung – Entscheidungen über die Auflösung von Klöstern.

Sie wissen nicht, was sie tun …

Und die Orden sind schon an Bord. Ein Dokument desselben Treffens, Generalkapitel der Unbeschuhten Karmeliten von 2015, beschuldigte den Orden, seinen bevorstehenden Kollaps dadurch verursacht zu haben, dass sie beim Umsetzen des Programms des II. Vatikanums gescheitert seien.

„Trotz der Erneuerung, die vom II. Vatikanum verlangt wurde, blieb unser Platz in der Gesellschaft im Wesentlichen unverändert im Vergleich zu vor fünfzig Jahren: Wir sorgen uns um die selben Leute, wir gebrauchen ungefähr dieselben Methoden der Kommunikation, und unser klerikaler Ordensstatus ist derselbe. Während dieser fünfzig Jahre jedoch hat sich die Gesellschaft in jeder Hinsicht dramatisch verändert, ökonomisch, sozial, kulturell, moralisch und religiös. Die Konsequenz ist, dass unsere ‚ökologische Nische‘ zunehmend verkleinert wurde“, sagt das Schlussdokument des Kapitels.

„Die Freiheit uns zu verändern … ist wirklich das erste, was wir brauchen, und dies ist die Bedingung dafür, einen neuen Weg einzuschlagen: Frei zu sein, frei von den Strukturen und von den Gebräuchen der Vergangenheit, sondern auf der Suche nach neuen Schläuchen, die den neuen Wein halten können.“

Ich denke, dass die meisten gläubigen Laien keine feste Vorstellung davon haben, was klausuriertes monastisches Leben in unseren Tagen ist. Wir neigen dazu, uns ein romantisches rosa Bild zu malen, das meist von Hagiographien, aus Filmen und von Fotos kommt, und stellen uns vor, dass eine klausurierte Nonne jemand ist, der die Klostermauern ausschließlich zur medizinischen Behandlung verlässt, oder vielleicht um zu wählen. Wir glauben, dass dies zumindest das Ideal der klausurierten Nonnen ist.

Die meisten von uns nehmen an, dass die monastische Klausur ernst genommen wird, dass die Ausbildung der Nonnen selbstverständlich im [Ordens-]Haus geschieht, organisiert vom Klosterkapitel, durch die Äbtissin genehmigt und von der Novizenmeisterin geführt, nach den Konstitutionen der Gemeinschaft, die nach dem Eintritt der Postulantinnen sich liebevoll um diese kümmert. Wir stellen uns den Unterricht vor, der das Lesen der Schriften der Gründerin beinhaltet, Bibelstudien und die Theologie des Gebetes, das Studium der Kirchenväter und die alten Quellen. Wir stellen uns Stille vor, beständige und ruhige Arbeit um Haus und Garten, und fröhliche Stunden der Erholung miteinander. Vor allem denken wir, dass das Leben abgeschieden von der Außenwelt, ein Ort, an dem die Konzentration auf das Gebet – das Zusammensein mit dem Geliebten Bräutigam – nicht das Ziel einer Einmischung von außen ist.

Und ich gehe davon aus, dass die meisten Menschen, die das klausurierte kontemplative Leben lieben, die es als den höchsten Ausdruck katholischen Lebens in dieser Welt und eine absolute Notwendigkeit für das Überleben der Kirche betrachten, auch eine Rückkehr zu diesem Ideal als den Weg nach vorn – vielleicht – tatsächlich – seine ihre einzige Hoffnung[4]. Aber wenn wir denken, dass die Menschen in Rom, welche derzeit für das Ordensleben verantwortlich sind, diese Meinung teilen und auch nur im geringsten Interesse daran haben, das Ordensleben wie wir es bis dato kennen zu erhalten, gelingt es uns nicht, die derzeitigen Realitäten zu begreifen.

Die Informationen, die ich aus den ganzen USA und Europa erhalte besagen, dass das Bild, das wir vom klausurierten Leben haben, bereits fast ausgelöscht ist. Verschwindend wenige Klöster welchen Charismas auch immer versuchen sogar, es wieder zu erlangen. Fast alle Ordensleute – die meisten von ihnen werden von Oberen regiert, die in den 1970ern bis 1990ern ausgebildet wurden – haben bereits die grundlegenden Ideen des Neuen Paradigmas von Cor orans vollkommen verinnerlicht.

Die meisten Klöster werden bereits von Föderationen und Assoziationen geführt, und alle erwarten von ihren Mitgliedern, dass sie die Treffen und Ausbildungskurse außerhalb der Klostermauern besuchen. Der Auftrag von Cor orans, gemeinsame „kontinuierliche Ausbildungs-“-Programme durchzuführen, – bezüglich derer Carballo oben klar gemacht hat, dass sie das Instrument seien, mittels dessen das Neue Paradigma aufgezwungen werden würde – wurden bereits von der Mehrheit der Klöster und klausurierten Konvente angenommen. Und der Druck auf die wenigen verbleibenden Verweigerer, die es vorziehen, ihre eigenen Novizen und Jungprofessen auszubilden, ist angeblich enorm und dauerhaft.

Die Betonung liegt bei den Föderationen und Assoziationen auf immer weiteren Zusammenschluss – in Wahrheit mehr Zentralisation und Abhängigkeit von der Assoziation. Gemeinsame Ausbildungsprogramme, wie sie Cor orans vorschreibt, werden nicht von den eigenen Novizenmeisterinnen der Klöster vorbereitet, sondern von „Professionellen“, die von der Leitung der Assoziation ausgewählt werden. Diese „Experten“ sind Leute mit Universitätsabschlüssen in „Pastoralpsychologie“ und ähnliches. Und dies geht schon seit Jahrzehnten so[5].

Nonnen, sogar jene, die man als „konservativ“ betrachten könnte, im vollen Habit etc., verlassen routinemäßig ihre Klöster und reisen oft weite Stecken, um die Treffen ihrer Assoziationen zu besuchen. Von Novizinnen und Juniorinnen erwartet man, dass sie diese „Ausbildungskurse“ besuchen, und auf ein Kloster das es ablehnt teilzunehmen, wird Druck ausgeübt. Diese Kurse scheinen strukturiert zu sein wie eine akademische Konferenz, bei denen die Novizinnen aus vielen Klöstern sich im Konferenzraum eines Hotels versammeln, um die Sprecher zu hören und sich dann „in kleine Gruppen aufzuteilen“ um über das zu sprechen, was sie gehört haben. Es scheint, dass die Techniken des modernen Corporate Managements das Arbeitsmodell für das monastische Leben geworden sind – mit sehr wenig Widerstand.

Und es sind ja nicht nur die Novizinnen. Von allen Nonnen in der „Erstausbildung“ wird erwartet, dass sie teilnehmen, was jene einschließt, welche die zeitlichen Gelübde abgelegt haben. Und selbst nach den ewigen Gelübden lassen sie diese nicht in Frieden ihr monastisches Leben führen. Die „Einladung“ zu diesen Sitzungen zur beständigen Weiterbildung wird auf Novizenmeisterinnen und Priorinnen ausgeweitet, ebenso auf jede Nonne, die ihre Gelübde in den letzten zehn Jahren abgelegt hat. Eine Nonne schrieb mir:

„Es ist als dächten sie, dass das Leben zu leben nicht genügend Weiterbildung sei.“

Ich fragte sie, warum sie dachte, dass Nonnen das besondere Ziel sind. Sie sagte: „Wie Sie wohl wissen, haben wir Kontakt mit vielen [spanischen] Europäern, Südamerikanern und Mexikanern.“ Auf Grund ihrer [geographischen] Lage, sagte sie, hatte sie in der überwiegenden Zeit ihres Klosterlebens Umgang und „deren Mangel an Respekt (dies ist eine Untertreibung) gegenüber Frauen erfahren.“

„Die Männer in Rom hatten immer die Haltung, dass die Männerorden sich selbst um sich kümmern könnten, weil sie Männer sind. Wir brauchen viel Hilfe und viele Regeln, weil wir Frauen sind. Das ist die südamerikanische Diktatorenmentalität.”

Dieser Ton kam in der Tat in Carballos Rede in Avila zum Vorschein, als er die Ordensfrauen wegen ihrer Ängste schalt, dass die Versammlung unerwünschte Änderungen erzwingen würde, besonders bezüglich ihrer Klausur. „Die Kirche liebt Ihr Leben. Wenn wir Änderungen bewerben, so geschieht dies zu Ihrem Besten.“ Er fügte hinzu, dass er nicht beabsichtigte, einen weiteren Fragebogen herauszugeben und bemerkte lediglich:

„Ich bitte sie, Vertrauen zu haben und dieses Vertrauen in die Kirche weiterzugeben. Die Versammlung wird das Ordensleben nicht zerstören, sondern eine angemessene Erneuerung fördern, die zu den Gegebenheiten passt.“

Die mit mir korrespondierende Nonne fügte hinzu: „Es macht uns nichts aus, Regeln zu haben. Wir brauchen Regeln. Wir brauchen keine 289 Regeln. Die Regel der Karmeliten ist eine der simpelsten in der Kirche, jedoch beinhaltet sie alles, was man braucht. Dieses Leben ist sehr einfach. Cor orans wird den Karmel zu Tode strangulieren. Wir wollen nur auf unseren Bräutigam blicken.“

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Tridentinische Messe (für Juni) für alle Wohltäter am 23. Juli um 7.00.

 

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die nächste Tridentinische Messe für die Wohltäter unserer Blogs am 23 Juli um 7 Uhr in der Abtei Fontgombault zelebriert werden wird.

Die Messe wird für die folgenden Wohltäter des Monats Juni zelebriert:

Frau G. S.

Herr M.K.

Herr R. A.

Herr Th. R.

Herr G. F.

Herr H. E.

Frau A. H.

Herr J. S.

Allen Wohltätern herzliches Vergelt’s Gott! Da sich die Tastatur von DSDZ bei der Niederschrift der Namen selbstständig machte und „selbstständig“ alle Namen löschte (sic!), so können wir davon ausgehen, dass die Mächte der Finsternis diese Veröffentlichung nicht wünschen, was für alle Spender ein großes Kompliment ist. Deswegen wird die Messe in Fontgombault reiche Früchte bringen.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Neunter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des neunten Sonntags nach Pfingsten

Lk 19, 41 – 47 a Als Jesus näherkam und die Stadt erblickte, weinte er über sie und sprach: „Möchtest du es doch erkennen und zwar an diesem deinen Tage, was dir zum Frieden dient! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen. Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufwerfen, dich ringsum einschließen und dich von allen Seiten bedrängen werden. Sie werden dich und deine Kinder, die in dir sind, zu Boden schmettern und keinen Stein in dir auf dem andern lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.“ Dann ging er in den Tempel und trieb die [Käufer und] Verkäufer hinaus. Er rief ihnen zu: „Es steht geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus, ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht.“ Täglich lehrte er im Tempel.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papste Gregor:

Daß von dem weinenden Herr jene Zerstörung Jerusalems geschildert wird, die unter den römischen Fürsten Vespasian und Titus geschehen ist, ist keinem, der die Geschichte der genannten Zerstörung liest, unbekannt. Die römischen Fürsten werden nämlich bezeichnet, wenn es heißt: „Ach, es werden Tage über dich kommen, wo deine Feinde dich mit einem Walle einschließen.“ Auch das, was angefügt wird: „Man wird keinen Stein auf dem anderen lassen“, bezeugt schon die Verlegung der genannten Stadt selbst; denn da sie nun an dem Orte aufgebaut ist, wo der Herr „außerhalb des Tores“ ans Kreuz geschlagen wurde, ist jenes frühere Jerusalem sozusagen von Grund auf zerstört.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Barmherziger Gott, erhöre unser Flehen! Damit Du uns aber verleihest, um was wir Dich bitten, so laß uns nur um das bitten, was Dir wohlgefällig ist! Amen.

Proprium missae – Dominica IX post Pentecosten

INTROITUS
Ps 53:6-7
Ecce, Deus adiuvat me, et Dóminus suscéptor est ánimæ meæ: avérte mala inimícis meis, et in veritáte tua dispérde illos, protéctor meus, Dómine.
Ps 53:3
Deus, in nómine tuo salvum me fac: et in virtúte tua libera me.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. AmenPs 53:6-7
Ecce, Deus adiuvat me, et Dóminus suscéptor est ánimæ meæ: avérte mala inimícis meis, et in veritáte tua dispérde illos, protéctor meus, Dómine.
Sieh, Gott ist mein Helfer, und der Herr der Hort meiner Seele. Wende auf meine Feinde das Unheil ab, vernichte sie in Deiner Treue [gegen mich], o Herr, mein Beschützer.

O Gott, in Deinem Namen rette mich, in Deiner Kraft befreie mich.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.
R Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

Sieh, Gott ist mein Helfer, und der Herr der Hort meiner Seele. Wende auf meine Feinde das Unheil ab, vernichte sie in Deiner Treue [gegen mich], o Herr, mein Beschützer.

GRADUALE
Ps 8:2
Dómine, Dóminus noster, quam admirábile est nomen tuum in universa terra!
V. Quóniam eleváta est magnificéntia tua super coelos.
O Herr, unser Herr, wie wunderbar ist doch Dein Name allüberall auf Erden!
V Denn Deine Herrlichkeit ist hoch erhaben über alle Himmel.

ALLELUIA
Allelúia, allelúia
Ps 58:2
Eripe me de inimícis meis, Deus meus: et ab insurgéntibus in me líbera me. Allelúia.
Alleluja, alleluja.
Mein Gott, errette mich von meinen Feinden; befreie mich von meinen Widersachern. Alleluja.

OFFERTORIUM
Ps 18:9; 18:10; 18:11; 18:12
Iustítiæ Dómini rectæ, lætificántes corda, et iudícia eius dulcióra super mel et favum: nam et servus tuus custódit ea.
Des Herrn Gesetze sind gerecht, sie machen froh die Herzen; und Seine Satzungen sind süßer noch als Honig und als Honigseim. Daher befolgt sie auch Dein Knecht.

COMMUNIO
Ioann 6:57
Qui mandúcat meam carnem et bibit meum sánguinem, in me manet et ego in eo, dicit Dóminus.
«Wer Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, der bleibt in Mir und Ich in ihm», spricht der Herr.

Parole: Durchhalten mit Seiko-Uhr und Maria

 

B.Bonfigli u.a., Schutzmantelmadonna - Madonna of Protecting Cloak / Bonfigli -

Heute kam dem Schreiber dieser Zeilen (DSDZ) die Idee, dass Bergoglio in den Plänen Gottes die Rolle der Geißel und des Zahnarztbohrers einnimmt. Warum das Letztere? Um die Kirche vom Karies des Novus Ordo zu reinigen und freizulegen.

Da bleibt aber nichts übrig!

werden Sie zurecht ausrufen und genauso wird es sein. Denn der Novus Ordo-Karies hat den Zahn der Kirche dermaßen gründlich zersetzt, dass wohl 99,9% der Zahnstruktur abgetragen werden muss, sei es durch Säure, sei es durchs Bohren. Dennoch ist das, was abgetragen wird, ohnehin schon tot, wenn wir das Gnadenleben berücksichtigen. Bergoglio und die Seinen werden noch mehr Skandale verursachen, noch mehr Skandale aus der „guten, alten Zeit des Pontifikats von Johannes Paul II“, wie die Kardinal McCarrick-Affäre werden offenbar werden, denn all das dient der Zerstörung der irdischen Kirche. Sehr viele Menschen werden den Glauben verlieren, diejenigen aber, die überleben, werden sehr widerstandsfähig sein und in der Lage den Glauben, ja den richtigen katholischen Glauben, weiterzugeben. Das geistliche Leben und der Glauben von DSDZ ist seit dem Franziskus-Pontifikat exponentiell gestiegen, andere Menschen bezeugen dasselbe. Man weiß jetzt, wo der Feind steht, nachdem man lange Zeit im postkonziliaren Nebel herumgeirrt ist und jetzt heißt es: „Zuschlagen!“

Ein amerikanischer Journalist schlägt vor  herauszufinden, welche Bischöfe von McCarrick wussten und die Bischöfe entweder einzeln oder zusammen zu hängen. Das Letztere kann eine Metapher sein oder auch nicht. Wir müssen wissen, dass der Papst, die Kardinäle und die Bischöfe fest entschlossen sind die Kirche zu ruinieren. Warum? Weil sie es bereits tun, seit 1962 und seit 2013 in einer beschleunigten und effizienteren Art und Weise. Gott lässt es zu, denn er will sich ein alt-neues Volk der Katholiken auferbauen und ein heiliger Rest wird übrig bleiben, wie schon zuvor.

In Deutschland gehen die Zahlen der „Gottesdienstbesucher“ den Keller runter, wie jedes Jahr seit 1962 und diejenigen Bischöfe, welche die meisten Gläubigen verlieren, machen Karriere, siehe Kardinal Marx.  DSDZ erfuhr, dass wir in Deutschland 13.560 Priester haben, wovon 6.740 in der Seelsorge tätig sind. Was machen aber die übrigen 6.820? Das ist doch über die Hälfte. Also in einem Land mit Priestermangel ist die Hälfte der Priester nicht in der Seelsorge tätig. Interessant.

Und wer hat es so eingerichtet?

Die Bischöfe. Im Wohnort von DSDZ gibt es in einer Klosternähe 3 Priester, wovon nur einer „in der Seelsorge tätig ist“. Was machen die übrigen? Nichts. Sie erholen sich, seit ihrem 65 Lebensjahr, was bei beiden schon über 20 Jahre lang andauert. Haben Sie denn einen „Seeleneifer“, wie man früher sagte, d.h. den Eifer sich um Seelen zu kümmern? Nein, sie kümmern sich um sich selbst, sich sehr zufrieden und beschweren sich über das Alter. Ähnlich muss es doch in ganz Deutschland aussehen.

Warum werden sie nicht zwangsverpflichtet?

Damit es wegen des „Priestermangels“ mehr Pastoralassistentinnen gibt, denn die Anzahl der Laienangestellten in der Seelsorge (Pastoralassistentin mit Bürstenschnitt) ist mittlerweile auf 8000 angestiegen. Es gibt also mehr Gemeinde-Pastoral-wie-auch-immer-Innen als tätige Priester. Und wer hat es so angeordnet? Unsere lieben Bischöfe. Der Priestermangel ist selbstgemacht, wie schon vor vielen Jahren Prof. May sagte. Aber auch bei den tätigen Priestern fällt es nicht auf, dass sie vorhanden sind. Sie sind dem Novus Ordo Gift ausgesetzt, werden zu Priesterfortbildungen geschickt, wo man im Stuhlkreis sitzt und einer allein erziehenden Mutter zuhört, wie schwer sie es hat. Kein Witz! Es werden in den Ordinariaten Pläne ausgearbeitet, wie man die noch mehr desakralisisert. Und dann haben wir, was wir haben.

Die Kirche muss von dem Novus Ordo-Karies gereinigt werden und dies wird erst dann stattfinden, wenn der letzte Novus Ordo Priester ausstirbt. Ja, das wird noch dauern und deswegen sollen wir durchhalten, wie die Katholiken Japans damals. Die Seiko-Uhr hilft DSDZ sich daran zu erinnern, dass jetzt ein kirchlicher Nuklearwinter herrscht, wo man ein gut leuchtendes Zifferblatt braucht, dass er aus der Dunkelheit auftaucht und die Auftauchzeiten gut einhalten sollte, dass es irgendwann worüber sein wird. Das Auftauchen ist sicherlich auch ein Sinnbild des Fegefeuers, wie ihn hl. Katharina von Genua, beschreibt. Auftauchen – warten, auftauchen -warten, immer lichter, immer leichter, immer transzendenter. Wenn wir unser Fegefeuer zu Lebzeiten haben, so sollten wir dafür dankbar sein, denn jetzt haben wir Einfluss auf unsere Geschicke. Vielleicht verkürzt Gott diese Tage aufgrund der Gebete der Frommen? Beten Sie also an einem Mariensamstag, kaufen Sie sich eine Seiko-Uhr, um sich daran zu erinnern, dass wir bald in eine japanische also priesterlose Zeit der Kirchengeschichte kommen und halten Sie durch. Es wir vorübergehen und dazu lesen Sie unsere hervorgehobenen Beiträge.

 

 

Hilary White: Der Skandal der Karmeliten In Rom: Die stillschweigende Zustimmung, die Homohäresie begünstigt. 

edited_Juan Rodrguez Jurez - The Virgin of the Carmen with Saint Theresa and Saint John of the Cross - (MeisterDrucke-14552)
Der unten angegebene Aufsatz stellte den zweiten Teil des Artikels von Hilary White dar, einen Teil, der mittlerweile von The Remant vom Netz genommen wurde. Warum? Weil er dermaßen skandalöse Zustände im männlichen Zweig des Karmeliterordens beschreibt, dass es besser ist diese nicht zu kennen. Diese Zustände sind bekannt und der hier beschriebene Skandal stammt aus dem Jahre 2015.

Worum geht es?

Es geht darum, dass die obersten Oberen des Generalhauses der Unbeschuhten Karmeliter en masse die Dienste der Stricher [männlichen jugendlichen Prostituierten] sexuell in Anspruch nehmen. Als sich die Gläubigen darüber bei der Ordensleitung beschwerten, eine Kopie der Presse zusandten und eine andere der Ordenskongregation, da tat sich etwas, indem der Ordensgeneral sowohl (a) die „Stricher-Patres“ als auch (b) diejenigen, die sich wohl über diese beschwerten, die „Nicht-Stricher-Patres“, versetzte. Die Gläubigen blieben also sowohl ohne (a) als auch ohne (b), doch dies haben sie sich, so wohl der General, selbst eingebrockt und er zeigte ihnen damit, wo der Hammer hängt. Obwohl Hilary White ihre Story mit der Versetzung beginnt, so muss doch dieser etwas vorausgegangen sein, was die Versetzung notwendig machte. Unsere Hypothese: die Gläubigen und nicht „Nicht-Stricher-Patres“ beschwerten sich beim General, dieser machte kurzen Prozess und versetzte alle, wodurch weit mehr Gläubige davon Wind bekamen, weil sie nach den Gründen für die Versetzung fragen. Der General hat sich also ein Eigentor geschossen und wohl die „Aktivität der Laien“, welches das letzte Konzil ja so förderte, unterschätzt.

Das ist natürlich höchst skandalös, bedauerlich, dennoch leider nichts Neues, man füge z.B. das Stichwort „Stricher“ in die Such-Maske bei katholisches. info ein und man werde fündig. Liest man auch die kirchlichen Nachrichten auf Italienisch, so fragt man sich mit der Zeit, ob es noch überhaupt irgendwelche Ordenspriester oder Priester gibt, insbesondere in Rom, die keine Stricher-Dienste in Anspruch nehmen, natürlich vom Geld der Gläubigen. Wir hoffen dennoch, dass sich diese Minderheit noch finden lässt.

Was hat das aber mir Cor orans zu tun? 

Sehr viel, da die männlichen Vorgesetzten und Beichtväter der kontemplativen Orden, wie der Karmeliter, ein dermaßen skandalöses Sodomiten-Leben führen, dass die armen Schwester wirklich niemanden haben, der sie spirituell berät. Sind Sie nämlich eine kontemplative Nonne, die sich in den höheren Bereichen des kontemplativen Lebens befindet, die Pater Poulain SJ beschreibt, dann brauchen Sie wirklich Hilfe und fundiertes Wissen von jemanden, der sich auskennt. Bei einem Karmeliter-Pater, der für seine Stricher aus dem Opferstock bezahlt, ist wirklich keine Hilfe zu finden. Und diese Leute – und das ist das Wichtige hier – stehen hinter der Ordenskongregation, hinter Vultum Dei quaerere und hinter Cor orans. Sie müssen wirklich eins wissen: Sodomiten hassen Frauen. Sie sind zwar zu kurzfristigen Bündnissen fähig und wie richtig Ann Barnhardt sagt, sie hängen sich als Beta-Narzissten hinter weibliche, psychopatische Alpha-Narzissten, aber im Grunde ihres Herzens hassen Homosexuelle Frauen. Sie können sie dennoch sehr gut manipulieren und sich bei ihnen beliebt machen. Wie sehr muss aber ein Ordensmann, der Stricher beschäftigt, die keuschen, heiligen, kontemplativen Nonnen hassen, deren Beichte er vielleicht abnimmt? Sehr, wirklich sehr. Er will sie zerstören, weil er ihre Gegenwart nicht erträgt, weil sie ihm zeigen, was er nicht ist und was möglich ist. Die Karmeliterinnen sind aber diesen Karmeliten untergeordnet und wir sprechen hier vom Generalhaus! Es ist doch nicht möglich, dass Ordensmänner, die ein kontemplatives Leben führen Dokumente die Vultum Dei quaerere und Cor orans vorbereitet hätten. Stricher liebende Sodomiten hingegen schon. Wir erinnern uns hier aber daran, dass der Abstieg in die Homosexualität den Abstieg in den diabolischen Narzissmus bedeutet. Ja, es ist vor allem geistlich, nicht sexuell, dieser Sturz in den Abgrund. Ein „Stricher-Pater“, so wollen wir ihn nennen, begeht nicht nur die schwere Sünde der Sodomie, des Kirchenraubs und des Gottesraubs, er zersetzt auch die Heiligkeit seines Ordens und bringt seinen Schmutz in die Klausur, wo er vielleicht der Hausgeistliche ist. Es ist wirklich sehr schwierig, überhaupt Hausgeistliche für Frauenorden zu finden, die wenigstens ein wenig taugen. Woher sollen sie denn kommen? Und erst recht für kontemplative Orden.  So sieht nun mal unsere Wirklichkeit heute aus.

Alle Orden sind von atheistischen Sodomiten durchsetzt. Diese Leute machen die Lehre, denn ihnen gehören die Hochschulen und Universitäten, diese stellen die „katholischen“ Verlage dar, leiten weibliche Orden, Pfarreien etc.  Vielleicht waren sie in den 1970-gern noch in der Minderheit, jetzt sind sie wirklich in der Mehrheit, insbesondere in Rom, wie Ann Barnhardt oft schreibt.  Es geht aber nicht nur um die Sünde der Einzelnen oder gar der Mehrheit, es geht darum, dass diesen armen Schwestern, welche wirklich für die Welt noch opfern und beten, das Wasser der Heiligkeit abgegraben wird. Denn durch solche Patres und die communicatio in sanctis werden sie selbst verunreinigt. Es gibt wirklich Menschen, welche die Heiligkeit oder den Dreck der Menschen spüren, für welche sie beten. Wir als Kirche sind wirklich ein Organismus und bekommen alles mit.  Sollte jemand zu zartbesaitet sein, um die unten angegebene Informationen zu lesen, dann möge er oder sie es nicht tun. Es ist wirklich bestürzend.

Wenige Tage nach dem unglaublichen coming out des vatikanischen Monsignore Krzysztof Charamsa trifft ein anderer lautstarker Homosexuellen-Skandal mit dem Generalkapitel der Unbeschuhten Karmeliten in Rom das Herz der katholischen Kirche. Der Bericht von Fabrizio Peronaci im Corriere della Sera vom 8. Oktober betrifft die Katholische Pfarrei Santa Teresa d’Avila in der Stadtmitte Roms, exakt im Jahr des 500. Jahrtags der Geburt ihres Gründers. Die Beschuldigung ist sehr ernst. Die Ordensoberen sollen mindestens einen der Patres des Generalkapitels gedeckt haben, der verdächtigt wird, sich lange Zeit  im Umfeld der Männerprostitution in der nahe gelegenen Villa Borghese aufgehalten zu haben. Überdies sei – wieder nach einer Reportage in Corriere della Sera – der Seiteneingang der Kurie in der Via Aniene dank der Mittäterschaft eines Portiers unbewacht gewesen um zu ermöglichen, dass des nachts heimliche Gäste aus- und eingehen konnten.

Diese Geschichte wäre unter absoluter Geheimhaltung vorübergegangen, wenn der General der Karmeliten, Pater Saverio Cannistrà, nicht vor dem Sommer die plötzliche Entscheidung getroffen hätte, Nägel mit Köpfen zu machen, indem er nicht nur die vier Patres der Kuria, einschließlich des einen unter Verdacht, sondern auch die anderen drei Priester der Basilika, die nichts mit der rauen und peinlichen Angelegenheit zu tun haben zu versetzen: Den Gemeindepfarrer, Pater Angelo Ragazzi, der nach Triest ging, den stellvertretenden Gemeindpfarrer, Pater Alessandro Donati, bestimmt für Brüssel, und den Hilfspfarrer Pater Ferdinando Taboni.

Die unerwartete und unangemessene Versetzung hat eine wahre Revolte der Gemeinde der Kirche Santa Teresa ausgelöst, die sich ihrem Gemeindepfarrer und den anderen beiden Prälaten verbunden fühlen. Im letzten Juni unterschrieben 110 Unterzeichner einen ersten respektvollen, aber tiefempfundenen Aufruf an den Ordensoberen, Pater Cannistrà, mit dem sie, nachdem sie ihre „Bestürzung und Erstaunen“ für die „ungewöhnliche Versetzung der gesamten Priesterschaft“ ausgedrückt hatten, um ein klärendes Treffen in Gegenwart des Bischofs des nördlichen Teils der Diözese, Guerino Di Tora, baten.

Diesem ersten Brief, der unbeantwortet blieb, folgte ein zweiter, datiert vom 13. Juli 2015, diesmal förmlicher, gerichtet sowohl an den Vorsitzenden der Ordenskongregation, als auch an den Generalvikar, Agostino Vallini, an den Präfekten der Kongregation für das geweihte Leben, Braz De Aviz, und, zur Kenntnisnahme, an „Seine Heiligkeit‟ Papst Franziskus und den Vatikan-Staatssekretär, Paul Parolin.

Darin wiederholen die 110 privaten Bürger, vertreten durch ihren Sprecher Guiseppe de Ninno, ihre Bitterkeit über die unerklärliche Versetzung ihrer geistlichen Leiter und ihre Bestürzung bezüglich der inoffiziellen Version die sie erhalten hatten, gehen auf die Verdienste ein und prangern die Tatsachen offen an, die ihnen leider bekannt sind:

„Wir haben Fakten von ernster moralischer Wichtigkeit erfahren, die wohl von einem hohen Repräsentanten des Generalkapitels kommen, die mit einer Vielzahl von Details von Laien erzählt wurden, die direkt beteiligt waren, die in die Kategorie ‚verletzliche Erwachsene‛ gehören könnten und in den kürzlich veröffentlichten kanonischen Bestimmungen betrachtet wurden, Erneuerer hinsichtlich Unterlassungshandlungen, die man mit Bischöfen und Prälaten im Allgemeinen in Verbindung bringen kann.‟

Die Gemeindemitglieder von Santa Teresa geben bekannt, dass sie vom Hörensagen und von Angesicht die verschiedenen Stadien der Geschichte kennen [und] schreiben:

„Wie Sie wissen, ehrwürdiger Väter, und wie wir selbst von einer weltlichen Hauptperson der verwerflichen Sache erfahren haben, wurde ein voller Aktenordner mit der Geschichte schändlicher Vorkommnisse und Stellungnahmen in Bezug auf die Priester an Seine Eminenz, Kardinal Vallini übergeben, der, soweit wir wissen, es nicht in Betracht zog, den zuvor erwähnten haupt betroffenen Laien zu empfangen und sich darauf beschränkte, Ihnen, Pater Cannistà, den Hinweis zu geben, kein Treffen mit Mitgliedern der Pfarrgemeinde anzuberaumen, die zu verschiedenen Punkten eine Anfrage gestellt hatten.‟

An diesem Punkt verurteilen die Unterzeichner unmissverständlich den Mantel des Schweigens, der sich auf die Sache legte, indem sie den paradoxen – zumindest paradoxen – Charakter der Situation unterstrichen, in der sie sich befanden:

 „Wir haben bis heute darauf gewartet, dass zumindest von einem der Empfänger des vorliegenden [Schriftstücks] eine Empfangsnotiz kommt; unglücklicherweise wurden wir mit einer Wand des Schweigens konfrontiert, die den deutlichen Eindruck macht, konspirativ zu sein: in einer Zeit, in der die Kirche den Dialog mit allen religiösen Gemeinschaften nicht scheut, und wenn sie noch so weit vom Christentum entfernt sind, tut es uns wirklich Leid zu sehen, wie unsere respektvollen Anfragen der Gläubigen ignoriert werden.‟

So drücken die Gemeindeglieder von Santa Teresa d’Avila all ihre Bitterkeit darüber aus, nicht einmal eine Empfangsnotiz erhalten zu haben, geschweige denn, wie immer Corriere della Sera berichtet, dass „der Priester, welcher für die in Frage kommenden schändlichen Taten verantwortlich ist‟, [und] die „Behandlung von Spezialisten‟ brauche, „einfach an einen anderen Arbeitsplatz versetzt werden konnte‟, während „Behandlung für schuldlose und unschuldige Ordensleute‟ reserviert ist.  Die Antragsteller beschließen den Brief mit einer Art Ultimatum, in dem sie warnen, dass sie vor ihrem Gewissen nicht erlauben können, dass die ungerechte und skandalöse Affäre mit Straffreiheit zum Schweigen gebracht wird:

„Es steht uns nicht zu, daran zu erinnern, wenn es das kanonische Recht vorsieht, in Form von Sanktionen … Wo zu uns kein Signal kommt, wären wir unfähig, den Skandal zu verhindern, der bis jetzt von Ihnen, Ehrwürdige Väter, gedeckt wird, damit er nicht die Mauern der Kirche verlässt und bis in die Massenmedien gelangt; vielmehr sagt das Evangelium: die Skandale müssen sich selbst offenbaren …‟

Diejenigen, welche direkt betroffen sind, und heute von dem Skandal überwältigt wurden, und von Corriere della Sera befragt wurden, haben das Anliegen abgelehnt, ohne eine befriedigende Erklärung zu geben. Monsignore Di Tora beschränkte sich darauf, die „heiße Kartoffel‟ auf den Orden zu schieben, indem er erklärte:

„Auch ich erhielt den an Kardinal Vallini gesandten Brief zur Kenntnisnahme. Der Karmeliterorden entscheidet über die Versetzung der Patres.‟

Wohingegen Pater Raffaele, Sekretär von Pater Cannistrà  und berechtigt, die Haltung des Generalkapitels zu dem Fall darzustellen, sich selbst rechtfertigte, indem alles lediglich mit einer bloßen internen Reorganisation rechtfertigte: „Die Versetzungen? Kein Skandal, sondern vielmehr die Konsequenz einer Neuorganisation unserer Struktur, in Bezug auf die sich verändernden Bedürfnisse des Ordens.‟

Die schockierenden Stellungnahmen des Polnischen Monsignore Krzysztof Charamsa, die Organisation einer Konferenz von LGBT-Katholiken hinter verschlossenen Türen in Rom, gleichzeitig mit und als Herausforderung für die entscheidende gewöhnliche Synode über die Familie, unter Teilnahme des mexikanischen Bishofs Raúl Vera López, und zu guter Letzt dieser neue Homosexuellen-Skandal, der eine wichtige Pfarrei im Herzen Roms einbezieht, scheint nur die Spitze des Eisbergs zu sein, dieses viel größeren und ernsteren Phänomens, das von dem Krakauer Priester, Don Dariusz Oko in einem sehr bekannten und diskutierten Artikel, ursprünglich 2012 in dem polnischen Journal Fronda  als „Homohäresie‟ verurteilt und daraufhin in dem deutschen theologischen Journal Theologisches veröffentlicht wurde.
Darin schreibt der Autor wie,

„Das Problem der Homoideologie und der Homolobby existiert nicht nur außerhalb der Kirche, sondern es ist auch in ihrem Inneren gegenwärtig, wo die Homoideologie zur Homohäresie wird.‟

Homohäresie also, nach den Worten von Don Oko als „eine Zurückweisung des kirchlichen Lehramtes der katholischen Kirche über Homosexualität.‟ In diesem Sinne:

„Die Unterstützer der Homohäresie‟ stellt der polnische Priester fest „akzeptieren nicht, dass die homosexuelle Tendenz eine Persönlichkeitsstörung ist. Sie stellen in Frage, ob homosexuelle Akte gegen das Naturrecht sind. Verfechter der Homohäresie sprechen sich für das Priestertum für Homosexuelle aus. Homohäeresie ist eine kirchliche Version der Homosexualität.‟

Seine Worte, mit denen er vor den Risiken einer nachgiebigen Haltung gegen die „Arroganz‟ der Gay-Lobby warnt, erscheinen heute aktuell wie immer:

„Als ein Ergebnis entsteht eine schreckliche Situation: die Erhaltung des Homo-Netzwerks ist wichtiger als das Schicksal von Jungen und Mädchen, als das Schicksal der gesamten Kirche. Würde dies in vollem Bewusstsein getan, wäre das Hochverrat an der Kirche (…) Wenn die Lobby der Homosexuellen existiert und und irgendeiner kirchlichen Struktur etwas zu sagen hat kommt das daher, weil wir uns zurückziehen, zurücktreten, etwas vorgeben und so weiter. (…) Die Gläubigen fragen sich spontan wie es möglich ist, dass die Gemeinschaft der Kirche ihre Glaubwürdigkeit behält, wenn sie solch eine Situation toleriert. Wenn wir a priori akzeptieren, dass es keine Lobbyisten unter den homosexuellen Priestern gab, gibt oder je geben wird, ist es genau das, mit dem wir dieses Phänomen unterstützen. Die Lobby der homosexuellen Priester wird auf diese Weise nicht bestraft und stellt eine gravierende Gefahr dar.‟

In der zunehmend ernsten Situation, der sich die katholische Kirche von heute gegenüber sieht, angegriffen von ihren Feinden von außen und sogar von innen – nehmen wir die Worte der Gemeindglieder der Pfarrei Santa Teresa d’Avila auf – „ist es notwendig, dass die Skandale offenbar werden …‟ und dass die höchsten Hierarchien der Kirche gegen die abscheuliche vice versus [und umgekehrt]-Natur donnert, bevor sich der tödliche Virus der Homohäresie weiter in dem bereits ernsthaft geschwächten Leib der Kirche vermehrt.

Katharina von Genua: Traktat über das Fegefeuer (13 von 21)

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Die Reue läutert, die Sühne auch. Zu der letzteren ist man im Fegefeuer nicht mehr fähig, weil man dort völlig passiv ist. Nützen wir jede Gelegenheit Sühne zu tun, auch im Alltag, bei all dem was das Leben bringt. Vor etwas Unangenehmen erwecken wir die Intention: „Als Sühne für meines Sünden …“ und es wirkt, Sie werden geläutert und erlangen ein immer tiefer gehendes Wissen über Ihre eigentlichen Sünden. Durch eine kluge Investition in Sühne spart man sich viel Fegefeuer. Es ist möglich, dass wenn wir ins Fegefeuer kommen, so Gott es will, es keine Katholiken mehr geben wird, weil sie sich alle in die Einheitsreligion, ohne Fegefeuer, aufgelöst haben werden. Was Sie also selbst für Ihr Heil auf Erden tun, dass ist Ihnen sicher.

XIII. Kapitel
Wenn die Seelen mittels der Reue sich läutern und reinigen könnten, so würden sie in einem einzigen Augenblick von all ihrer Sündenschuld gereinigt; solche Glut der Reue entstünde in ihnen durch jene Erkenntnis, die sie von der Bedeutung jenes Widerstandes haben, der sie noch nicht mit ihrem letzten Ziel, mit Gott, der die Liebe ist, eins werden läßt. Und das sollst du als gewiß annehmen: Von der Abzahlung der Schuld wird jenen Seelen auch nicht die kleinste Kleinigkeit erlassen, da es so von der göttlichen Gerechtigkeit verfügt worden ist. So sieht dies von seiten Gottes her aus. Von seiten der Seele aber ist es so, daß sie keine freie Willensentscheidung mehr treffen kann und daß sie nichts anderes mehr sehen kann als nur das, was Gott will; sie möchte auch gar nichts anderes mehr sehen, denn sie ist so festgelegt.

Und wenn den Seelen von jenen Menschen, die noch in der Welt sind, ein Almosen gemacht würde, um ihre Zeit (der Läuterung) abzukürzen, so können sie sich nicht mehr mit Affekt umwenden, um das zu sehen, sondern sie überlassen es Gott, was auf seine Art bezahlt wird. Wenn sie sich dem noch zuwenden könnten, so wäre das ein Eigensein, das ihnen die Sicht auf das göttliche Wollen entziehen würde; das aber wäre die Hölle.

Hilary White, „Cor Orans ist die Totenglocke des Karmels‟ (2 von 2)

Wie Cor orans St. Teresa von Avilas Reform des Karmels beenden wird

Schwester T. fuhr fort und sagte, dass das Dokument explizit die Gründungsintentionen der Heiligen Teresa missbilligt, für die echte Autonomie ein entscheidendes Element ihrer Reform des Karmels war. Sie räumt ein, dass klausurierte Frauenorden einige Zeit lang in Föderationen zusammengeschlossen waren.

Dies tut das Programm Cor orans bereits, indem es gemeinsame Programme für die Grundausbildung von Postulantinnen und Novizinnen herausgab, „fortlaufende Ausbildung‟ – Kurse für Professen, eine „Bundesäbtissin‟ oder Präsidentin, die alle zusammengeschlossenen Klöster überwacht. Ihre Guthaben sind bereits miteinander vernetzt und sie haben regelmäßige Treffen und Eingaben von den männlichen Zweigen.

2015 erhielten Karmelitinnenklöster einen Fragebogen vom Vater General, Camilo Maccise, einem Mexikaner und Anhänger der Befreiungstheologie, der fragte, ob sie eine internationale Kommission von Nonnen haben wollten, welche anstelle der Karmeliten die Frauenklöster überwachen sollte. Dieser Vorschlag wurde zurückgewiesen, zum Ärger von Maccise. Maccise bewarb auch die Idee, in den einzelnen Klöstern keine Oberinnen zu haben, sondern nur Verbandspräsidentinnen, und eine gemeinsame Ausbildung der Novizinnen. Der Vorstoß für diese Änderungen hält jedoch unter dem gegenwärtigen General an, einem Italiener, Saverio Cannistrà. Angesichts der marxistischen Neigungen der Generals  der letzten Zeit scheint es klar, dass das, was wir als „fortlaufende Ausbildung‟ erwarten dürfen, im Wesentlichen eine Art von politischer Indoktrination ist, mit einer hauchdünnen Lage frommer Sprache überdeckt.

Aber für die Karmelitinnen, sagte die Schwester, sind diese Ideen die Antithese der Intentionen der Heiligen Teresa. Echte Autonomie, Unabhängigkeit von Ausbildung und Finanzen

„sind wesentliche Punkte unseres Charismas, das Unsere Heilige Mutter festgeschrieben hat und diese abzuschaffen heißt, das Charisma abzuschaffen.‟

 

„Sie gehen gegen unsere Konstitutionen an, sogar obwohl Cor Orans erklärt, dass alles in Übereinstimmung mit dem Charisma und den Konstitutionen getan werden muss. Jeder Karmel hat seinen eigenen Geist, sein eigenes Tempo, sein eigenes ‚Gefühl‛. Jede Nonne ist berufen, nicht einfach in den Orden, sondern in ein bestimmtes Kloster. Gemeinsame Ausbildung ist etwas, gegen das wir seit Jahren kämpfen.‟

 

„Eine gemeinsame Bundeäbtissin zu haben, die entscheiden kann die Novizinnen wegzunehmen, oder all unsere Finanzen zu nehmen, oder dem Heiligen Stuhl mitzuteilen, wir seien nicht länger ‚lebensfähig‛ – das ist ein Desaster. St. Teresa richtete die Klöster ausdrücklich so ein, dass nichts davon stattfinden würde. Und nun wird dies an uns getan werden.‟

Sie weist auf die verlängerte Ausbildungszeit für neue Nonnen hin – früher sechs Jahre für Karmelitinnen und unter Cor orans nun neun Jahre, wie absurd, und sagt, dies wird eher dazu führen, neue Berufungen zu verhindern.

„Als wenn die Kirche den Laien sagt, sie müssten neun Jahre lang verlobt sein, bevor sie heiraten. Unsere Konstitutionen bieten bereits eine Verlängerung der zeitlichen Gelübde um drei Jahre an, wenn nötig, aber dies zur Pflicht zu machen wird Frauen davon abbringen, einzutreten. Dies wird dem Kloster auch helfen, ‚weniger lebensfähig‛ zu werden, denn bis irgendjemand von den jüngeren die ewigen Gelübde ablegt, werden die anderen tot sein.‟

Eine andere Forderung wird die nach einem „religiösen Assistenten‟ sein, einem Priester, der das Kloster zusammen mit einem Kaplan überwacht; dieser wird von der Föderation ernannt. Die Schwester schreibt, dass dies „vor Jahren‟ von den Karmelitenklöstern als unzulässige Einmischung zurückgewiesen wurde. Der religiöse Assistent wird bespiellose Macht haben. Artikel 23 stellt z. B. fest:

„Bei der Beurteilung der Gründung eines neuen Klosters als Einzelkloster greifen der Präsident der Föderation und der religiöse Assistent ein, um dem Oberinnen des zu gründenden Klosters zu helfen. Die Einsicht der Föderation in die Gründung eines neuen Klosters geschieht im Rahmen der Bundesversammlung.‟

 

„Etwas anderes, was ich sehr bemerkenswert finde ist der vollkommene Verlust unserer Rechte. Es gibt keine Zusätze in diesem Dokument, keine Wahl, keine Möglichkeit des Einspruchs. Dies alles wird uns angetan. Hier und heute, während Franziskus wenn nicht Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit verkündet, so doch mindestens Konzessionen und ‚Wahl‛ für alle, zusätzlich zu den ‚Rechten‛ der Frau, werden unsere Rechte hier ganz und gar weggenommen.‟

Eine andere Nonne hat geschrieben und ausgedrückt, sie könnten nicht begreifen, was diese Leute mit „kontinuierlicher Weiterbildung‟ meinen. Nach anderen Dokumenten von bereits vereinigten Karmeliten in Europa zu urteilen, bedeutet dies praktisch, für einige Tage oder Wochen in Gruppen aus dem Kloster zu gehen, um gemeinsam „Kurse‟ mit Novizinnen anderer Klöster zu besuchen. Der Inhalt dieser Kurse wird selbstverständlich von „Expertenteams‟ zusammengestellt, die durch die Föderation ernannt werden.

Die Schwester schreibt:

„Klausurierte Nonnen haben einen sehr vollen Tagesplan, der viele andere Dinge nicht erlaubt. Wir müssen schon mit der Million unerwarteter Dinge zurechtkommen, die jeden Tag auftauchen. Ich habe keine Ahnung, wie wir all diese lächerlichen Pläne einer ‚kontinuierlichen Weiterbildung‛ umsetzen sollen. Können sie nicht verstehen, dass das einfache gläubige Leben im Alltag genügend Möglichkeiten einer kontinuierlichen Weiterbildung bietet?‟

Offensichtlich nicht.

Wie ich in meiner ersten Analyse schrieb, beginnt das Dokument selbst – wir erinnern uns: das eine Gesetzesvorlage ist, ein rechtliches Dokument, das darlegt, was alle kontemplativen Frauenklöster nun tun müssen – damit, seine Prämisse für die Arbeit darzulegen:

„Im Kielwasser der Lehren vom  Papst Pius XII , bekräftigt durch das II. Vatikanische Konzil, beabsichtigte Papst Franziskus, in Vutum Dei quaerere den intensiven und fruchtbaren Weg vorstellen, den die Kirche in den letzten Jahrzehnten im Lichte der Lehren desselben Konzils und unter Berücksichtigung der veränderten soziokulturellen Bedingungen gegangen ist.“

Mit anderen Worten: Es ist der „intensive und fruchtbare Weg‟ der letzten Jahrzehnte der Kirche seit dem II. Vatikanum, den alle Klöster klausurierter kontemplativer  Nonnen nun gehen müssen. Jeder der nun meint, dass die Autoren des Dokuments Freiraum lassen werden, dass es Dispensen für traditionelle oder „konservative‟ Gemeinschaften geben wird von ängstlichen und eingeschüchterten vatikanischen Körperschaften wie Ecclesia Dei, hat es versäumt, aufmerksam zu sein.

In den letzten 20 Jahren haben „konservative‟ Katholiken auf das Aufblühen einiger Gruppen von Schwestern – hauptsächlich in den USA – hingewiesen, die sich vom „intensiven und fruchtbaren Weg‟ entfernt und einiges des traditionellen Beiwerks des Ordensliebens wieder eingeführt hatten. Sie verweisen auf die Dominikanerinnen von Nashville, die Missionarinnen der Nächstenliebe, die Armen Klarissen in Alabama, wo es zumindest die Habits, (einige) Gesänge, Gemeinschaftsleben und gemeinsame Apostolate gibt. Aber genau diese Zeichen von Verweigerung des Programms sind es, welche die Despoten des Neuen Paradigmas erzürnt haben, die nicht ruhten, bis das auch das letzte selbstständige Haus eines Ordenslebens vereinnahmt war, unterwandert mit der neuen Ideologie. Die kleinen grünen Schösslinge der Hoffnung, welche die gläubige katholische Welt mit so großer Freude gesehen hat, sollen nun in den Frost des ewigen Winters von Vatikan II zurückgestampft werden.

In in der weiterführenden Analyse, die diesen Artikel folgen wird, können wir sehen, dass es der Zweck dieses Dokumentes ist, die totalitären Fantasien der antikatholischen Revolutionäre zu erfüllen, die sich nun, 50 Jahre nach ihrem ursprünglichen Beinahe-Erfolg, dem Ende ihres Lebens nähern. Seine Absicht ist es, zu säubern; entweder die verbliebenen Widerspenstigen in die volle nachkonziliare „Reform“, die in den 60er von den Revolutionären eigeführt wurde [gewissermaßen wie Vieh] zusammenzutreiben – jene, die sogar den besänftigten und beschwichtigenden Stufen widerstanden, die typisch sind für „Konservative“ –– oder sie zu schließen.

Die Sache ist die: das Ergebnis wird offensichtlich dasselbe sein, egal auf welchem Wege es erreicht wird. Die ganze Welt kann sehen was dem Ordensleben geschieht, welches das Neue Paradigma des Deuterovatikanismus annimmt. Ich habe eben ein privat erstelltes Dokument erhalten, das die Sitzungsergebnisse der vereinigten Unbeschuhten Karmelitinnen in Europa von 2009 zusammenfasst. Die Zahlen sind absolut trostlos.

Föderation: Belgien

Anzahl der Konvente: 11

Anzahl der Nonnen: 120
Feierlche Professen: 119
In Ausbildung: 1

Durchschnittsalter: 73

Föderation: Belgien-Luxemburg

Anzahl der Konvente: 11

Anzahl der Nonnen: 122
Feierlche Professen: 117
In Ausbildung: 5

Durchschnittsalter: 75

Föderation: Deutschland

Anzahl der Konvente: 14

Anzahl der Nonnen: 178
Feierlche Professen: 170
In Ausbildung: 8

Durchschnittsalter: 66

Die übrigen Zahlen sind ähnlich, und ich werde einige Details des Dokuments im nächsten Beitrag dieser Serie analysieren, aber die übrigen Antworten zum Frageboben des Generals erzählen eine ähnliche Geschichte. Die deutsche Föderation veröffentlichte eine Zusammenfassung der Anstrengungen, die unternommen wurden, um diese Probleme anzugehen.

„Eingeschlagener Weg: 15 Jahre lang haben sie Ausbildungskurse organisiert: kontinuierliche Ausbildung und Erstausbildung, ebenso für Ausbilder. Meetings für Priorinnen.

Derzeitige Probleme: Sind sehr alt geworden. Manche Schwestern sind in Pflegeheimen, die von Franziskanerinnen geführt werden. Mögliche Lösungen: Zwei Konvente beabsichtigen sich zusammenzuschließen.“

Das ist die Todesspirale. Und es ist genau dieser „intensive und fruchtbare Weg“, der seit 1965 von fast allen katholischen Klöstern der Welt eingeschlagen wurde, den nun Cor orans den sehr, sehr wenigen Verweigerern aufzuzwingen versucht.

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Achter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des achten Sonntags nach Pfingsten

Lk 16, 1 – 9 Jesus sprach zu seinen Jüngern: „Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter. Dieser wurde bei ihm angeschuldigt, er verschleudere sein Vermögen. Er rief ihn zu sich und sprach zu ihm: Was muss ich von dir hören? Gib Rechenschaft von deiner Verwaltung; du kannst nicht länger mein Verwalter bleiben. Da dachte der Verwalter bei sich: Was soll ich anfangen, da mein Herr mir die Verwaltung nimmt? Graben kann ich nicht, zu betteln schäme ich mich. Ich weiß, was ich tue, damit sie mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich der Verwaltung enthoben bin. Er ließ nun die Schuldner seines Herrn einzeln zu sich kommen. Den ersten fragte er: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig? Der antwortete: Hundert Krüge Öl. Er sprach zu ihm: Nimm deinen Schein und schreibe schnell: fünfzig. Einen anderen fragte er: Wieviel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Malter Weizen. Zu dem sprach er: Nimm deinen Schein und schreibe: Achtzig. Der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil der klug gehandelt habe. – Denn die Kinder dieser Welt sind unter ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes. Auch ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon. Sie werden euch dann, wenn er zu Ende geht, in die ewigen Wohnungen aufnehmen.

Predigttext des Kirchenvaters

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R. Gott sei Dank gesagt.

Auslegung vom heiligen Priester Hieronymus:

Wenn der Verwalter des ihm nicht recht gehörenden Mammons in den Worten des Herrn Anerkennung findet, daß er durch jenes unrechte Tun sich ein rechtes Dasein verschafft hat, und wenn der geschädigte Herr den Zukunftsblick des Verwalters hervorhebt, daß er wohl gegen den Herrn in trügerischer Weise, aber für sich vorsorgend gehandelt habe, um wieviel mehr wird Christus, der keinen Schaden erleiden kann und zur Güte geneigt ist, seine Jünger loben, wenn sie denen gegenüber, die an ihn glauben, barmherzig sind?

Kirchengebet

Wir bitten Dich, o Herr! gib uns deinen Geist, damit wir allezeit nur das denken und thun, was recht ist, damit wir, die wir ohne Dich nicht seyn können, nach deinem Wohlgefallen leben mögen! Amen.

Proprium missae – Dominica VIII post Pentecosten

INTROITUS
Ps 47:10-11
Suscépimus, Deus, misericórdiam tuam in médio templi tui: secúndum nomen tuum, Deus, ita et laus tua in fines terræ: iustítia plena est déxtera tua.
Ps 47:2.
Magnus Dóminus, et laudábilis nimis: in civitate Dei nostri, in monte sancto eius.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. AmenPs 47:10-11
Suscépimus, Deus, misericórdiam tuam in médio templi tui: secúndum nomen tuum, Deus, ita et laus tua in fines terræ: iustítia plena est déxtera tua.
O Gott, wir haben Dein Erbarmen empfangen inmitten Deines Tempels. Wie Dein Name, o Gott, so reicht auch Dein Ruhm bis an die Grenzen der Erde; voll der Gerechtigkeit ist Deine Rechte.

Groß ist der Herr und allen Lobes würdig in unsres Gottes Stadt, auf Seinem heiligen Berge.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.

R Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

O Gott, wir haben Dein Erbarmen empfangen inmitten Deines Tempels. Wie Dein Name, o Gott, so reicht auch Dein Ruhm bis an die Grenzen der Erde; voll der Gerechtigkeit ist Deine Rechte.

GRADUALE
Ps 30:3
Esto mihi in Deum protectórem, et in locum refúgii, ut salvum me fácias.
Ps 70:1
V. Deus, in te sperávi: Dómine, non confúndar in ætérnum.
Sei Du mein Schützergott, mein Zufluchtsort, und rette mich.
V. O Gott, auf Dich vertraue ich: o Herr, ich werde nicht enttäuscht in alle Ewigkeit.

ALLELUIA
Allelúia, allelúia
Ps 47:2
Magnus Dóminus, et laudábilis valde, in civitáte Dei nostri, in monte sancto eius. Allelúia.
Alleluja, alleluja.
Groß ist der Herr und allen Lobes würdig in unsres Gottes Stadt, auf Seinem heiligen Berge. Alleluja.

OFFERTORIUM
Ps 17:28; 17:32
Pópulum húmilem salvum fácies, Dómine, et óculos superbórum humiliábis: quóniam quis Deus præter te, Dómine?
Dem gedemütigten Volke bringst Du Rettung, o Herr, und demütigst die Blicke der Stolzen. Denn wer ist Gott außer Dir, o Herr?

COMMUNIO
Ps 33:9
Gustáte et vidéte, quóniam suávis est Dóminus: beátus vir, qui sperat in eo.
Kostet und seht wie lieb der Herr ist; selig der Mann, der auf Ihn vertraut.