Cor orans – die geplante Zerstörung

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Man muss etwas sehr gut kennen, um es zerstören zu können. So weiß man aus der Militärgeschichte, dass es genügte nur einen Bergpass zu besetzen, eine Brücke zu sprengen oder an einer Stelle den Nachschub abzuschneiden, um die Schlacht oder gar den ganzen Krieg zu gewinnen. Kennen Sie sich mit dem Bau von Industrieanlagen aus, so wissen Sie, dass das Anbringen einer einzigen zu kleinen Pumpe oder eines falsch ausgelegten Ventils zur Katastrophe führen wird, weil diese Fehlkonstruktion eine Kettenreaktion freisetzen wird. Um etwas zu zerstören, braucht man aber nicht nur das Know-How, sondern auch die kriminelle Energie oder die Bosheit. Eine jede Fehleranalyse kommt irgendwann einmal an den Punkt, an welchem man annimmt, dass man bewusst und willentlich oder unbewusst und unwillentlich mit einer falschen Prämisse arbeitete. Woran sieht man aber, dass es eine falsche Prämisse war? An den Auswirkungen. Wenn das sozialistische Wirtschaftsmodell überall auf der Welt nach 70 Jahren zusammenbrach, so erfolgte dies deswegen, weil es in seinem Ansatz (kein Privateigentum, Priorität des Kollektivs) falsch war. Reform hin oder her. Wenn die Reformen des Vatikanum II überall auf der Welt zum Zusammenbruch der Kirche führten, dann waren sie falsch. Punkt.

Nehmen wir mal die folgende Prämisse an:

I. Man wollte durch das Zweite Vatikanische Konzil der Kirche zum Aufschwung verhelfen, welcher in:

  1. Anzahl der Priesterberufungen,
  2. Anzahl der Ordensberufungen,
  3. Anzahl der Katholiken,
  4. Halten an der katholischen Lehre
  5. wachsender Heiligkeit

messbar ist.

Da alle Maßstäbe 1) bis 5) negativ sind, muss man zugeben, dass das Konzil sein Ziel nicht erreicht hat. Dennoch macht man auf dem Wege der Konzilsreformen weiter. Wir müssen also annehmen, dass unsere Ausgangsprämisse falsch war und die richtige lautet:

II. Man wollte durch das Zweite Vatikanische Konzil die irdische Kirche zerstören, was in:

  1. schwindender Anzahl der Priesterberufungen,
  2. schwindender Anzahl der Ordensberufungen,
  3. schwindender Anzahl der Katholiken,
  4. schwindendem Halten an der katholischen Lehre
  5. schwindender Heiligkeit

messbar und erfolgt ist.

Da man das Ziel (II) erreicht hat, so macht man erfolgreich bis zur Endzerstörung oder dem diabolischen Endsieg weiter. Macht das Sinn? Und wie!

Das Problem die zweite, richtige Prämisse anzunehmen, ist psychologischer Natur. Man weigert sich zu glauben, dass die Männer der Kirche die Kirche hassen und diese zerstören wollen. Aber genau das tun sie, sie tun es bewusst, weil sie Gott hassen und „diesen Bullshit“ nicht glauben. Woran glauben sie denn? An eigene Lust, Macht, Geld und Vergnügen, weil sie diabolische Narzissten sind. Warum verlassen sie die Kirche nicht? Weil sie nirgendwo an dieses Geld kommen werden, um sich z.B. Stricher und Kokain zu leisten. Auch an keine solche Macht. Denn die eigentliche Lust besteht in der Zerstörung, welche man so verpackt, dass die Opfer das Gift als eine Medizin runterschlucken werden. Das ist eben das Diabolische dabei. Es sind Saboteure Gottes, Saboteure der Heiligkeit. Es bereitet einem CIA-Maulwurf, der von innen heraus z.B. die Al-Kaida zerstört auch Lust das Werk des Gegners zu zerstören, es so zu tun, dass es keiner merkt und das Vertrauen der Feinde zu genießen. Mutatis mutandis einem KGB-Agenten bei der CIA. So denken diese Priester, Bischöfe und Kardinäle, so denkt Bergoglio. Das Ziel ist die Zerstörung, je mehr Ärgernis, desto besser. Nach uns die Sintflut!

Je mehr man aber im geistlichen Leben fortschreitet, desto mehr lernt man auch den Widersacher Gottes kennen. Der Teufel ist ein geistliches Wesen und er hat ausschließlich geistliche Prioritäten. Geld, Sex und Macht sind ihm gleich, er verwendet sie nur als Mittel zum Zweck. Wir haben in unserer Redaktion schon viele, technische und persönliche Probleme gehabt, aber niemals so viele wie von der Veröffentlichung der Übersetzung des Textes Papst Franziskus versus kontemplative Orden von Hilary White. Der Teufel hasst wirklich die kontemplativen Nonnen und er fürchtet sie. Warum? Weil sie Heiligkeit generieren. Nehmen wir ein Beispiel. Sie sind vermögend und haben viele Geldanlagen: A, B, C und D. Gleich wie viel Sie bei Kursverlusten bei A, B und D einbüßen, die Anlage C bringt Ihnen immer so viel, dass Sie davon überleben können. Würden Sie die Anlage C abstoßen, so sind Sie bald pleite, weil nichts Sicheres reinkommt. Das Ziel von Bergoglio ist nicht nur immer mehr Sünde, Sakrileg und Ärgernis in die Welt zu rufen – dies wäre mit Geldverlust gleichzusetzen – sondern langfristig zu bewirken, dass keine Heiligkeit produziert wird – keine Geldanlage C.

Wodurch wird Sünde verursacht?

  1. Amoris Laetitia – sakrilegische Kommunion für Ehebrecher,
  2. Mitis Iudex – Ungültigkeitserklärung auf Verlangen, faktischer Ehebruch und (a).

Geplant sind:

  1. Aufhebung des Priesterzölibats – Verringerung der Gnadenkraft der Sakramente
  2. Frauenpriestertum – keine Sakramente

Durch (a) und (b) wird Sünde produziert, durch (c) und (d) Gnade reduziert. Wer produziert denn noch Heiligkeit, d.h. wer bringt Gott ein wohlgefälliges Opfer des Gebets, der Sühne, der Keuschheit dar? Ausschließlich weiblichen kontemplativen Frauenorden.

Was sind 99,9% unserer Priester?

Ungläubige, modernistische, homosexuell/heterosexuelle Konkubinarier. Bei Bischöfen ist der Koeffizient 2, bei Erzbischöfen 3, bei Kardinälen 4 zu setzen.

Was sind 99,9% unserer tätigen Frauenorden?

Verweltlichte, aktivistische Wirtschaftsunternehmen.

Was sind 99,9% unserer tätigen Männerorden?

Verweltlichte, aktivistische Wirtschaftsunternehmen, die ungläubige, modernistische, homosexuell/heterosexuelle Konkubinarier enthalten.

Was sind 99,9% unserer Laien?

Das wissen Sie doch selbst …..

Welche Geldanlage bringt also noch überhaupt Geld? Die kontemplativen Frauenorden. Daher ist ihre geplante Zerstörung absolut logisch und strategisch nachvollziehbar. Sie sollen aufgelöst, zu Föderationen zusammengelegt werden, ihr Nachwuchs, falls sie welchen haben, soll indoktriniert und vertrieben werden. Wer wird denn noch in einen kontemplativen Frauenorden eintreten, wenn sie diese Regelungen kennt? Niemand und darum geht es ja. Der Schlag gegen die kontemplativen Frauenorden ist, allem Anschein zum Trotz, der verheerendste der gesamten Bergoglio-Herrschaft. Denn, wenn Sie auch fast pleite sind und dennoch eine einzige Einkommensquelle haben, dann können Sie sich mit der Zeit emporarbeiten. Haben Sie aber keine Einkommensquellen, dann ist das nicht mehr möglich. Die kontemplativen Frauenorden waren wirklich die einzige, verbleibende Einkommensquelle der nachkonziliaren Kirche, welche zwar viel geringer als die vorkonziliare ist, dennoch aber noch vorhanden war. Jetzt soll auch noch diese Gnadenquelle trockengelegt werden.

„Was geht es uns an? Wir haben doch unsere Familien.“

Sehr viel, denn es wird so sein als würde kein  Niederschlag  verdunsten und sich kein Regen bilden. Der Wasserkreislauf wäre unterbrochen, das Wetter auseinander reguliert, der Polarstrom würde zu fließen aufhören. Die Konsequenzen werden bald sichtbar sein. Wenn Sie als Vater und Mutter sich über die Verrohung der Sitten in der Schule Ihres Kindes Sorgen machen, dann setzte diese Verrohung im Jahre 1962 an als der Schalthebel der Heiligkeit umgelegt wurde. Man begann Gott weniger zu opfern und Ihn weniger anzubeten, sodass sich die dämonische Dunkelheit ausbreiten konnte, welche jetzt alles verschlingt. Es war nicht „die Gesellschaft“, es war die Kirche, welche am 1962 den geistlichen Kampf aufgab. Es ist ein spiritueller Kampf, mit spirituellen Mitteln, mit spirituellen Eliteeinheiten – den kontemplativen Nonnen, die sich noch irgendwie halten, aber jetzt ausgemerzt werden sollen. Der Teufel hasst die Nonnen, er hasst die Reinheit, die Keuschheit, er hasst auch die Frauen, weil eine Frau, Maria, ihn bezwungen hatte. Jeder Katholik hat marianisch zu sein, weil er in seinem Innern Christus zur Welt bringt, dem er in sich die Wohnstätte bereitet. Aber nicht jeder ist so rein, keusch und aufopferungsbereit wie eine kontemplative Nonne. Deswegen haben sie einen höheren Umrechnungsfaktor als wir. Stellen Sie sich vor in Ihrer Gemeinde gebe es eine Kopfsteuer von 10% Ihres Einkommens und dorthin würde ein Milliardär ziehen. Seine 10% wären doch mehr als die Steuergelder aller Bewohner zusammengenommen. Genauso ist es auch mit dem Generieren der Heiligkeit. Deswegen hat der Teufel die Heiligen so sehr verfolgt, weil für ihn nur die Qualität und nicht die Quantität zählt. Beten wir mehr, opfern wir mehr, vielleicht wird Gott sich unserer aller erbarmen. Amen.

 

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Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Festtage I

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 1:57-69

Für Elisabeth erfüllten sich ihre Tage, und sie gebar einen Sohn. Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, daß der Herr ihr große Huld erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr. am achten Tage kamen sie, das Kind zu beschneiden, und wollten es nach seines Vaters Namen Zacharias nennen. Doch seine Mutter entgegnete: „Nein, Johannes soll es heißen.“ Sie sagten zu ihr: „Es trägt doch niemand in deiner Verwandtschaft diesen Namen.“ Nun winkten sie seinem Vater, wie er es genannt wissen wollte. Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb darauf die Worte: „Johannes ist sein Name.“ Alle wunderten sich darüber. In demselben Augenblicke ward sein Mund geöffnet und seine Zunge gelöst. Er konnte sprechen und pries Gott. Da kam Furcht über alle, die in der Nähe wohnten, und im ganzen Gebirge von Judäa sprach man von all diesen Begebenheiten. Alle, die davon hörten, überdachten sie im Herzen und sagten: „Was wird wohl aus diesem Kinde werden?“ Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Zacharias, sein Vater, wurde vom Heiligen Geiste erfüllt und sprach die prophetischen Worte:

Gepriesen sei der Herr, Israels Gott!

Heimgesucht hat er sein Volk,

Ihm Erlösung bereitet.

Ein Horn des Heils hat er errichtet für uns

Im Hause seines Knechtes David.

4. Lesung, Predigt vom Heiligen Bischof Augustin:

Nach jenem hochheiligen Geburtstag des Herrn lesen wir von keinem Menschen, daß seine Geburt gefeiert wird, als allein vom heiligen Johannes dem Täufer. Von anderen Heiligen und von Gott auserwählten Personen wissen wir, daß der Tag gefeiert wird, an dem sie dieses Leben nach Beendigung der Mühen und nach siegreichem Triumph über die Welt zum nie endenden Ewigkeitsleben einziehen läßt. Bei anderen werden die am letzten Tage beendeten Verdienste gefeiert; bei diesem ist auch der erste Tag und selbst der Anfang des menschlichen Daseins geheiligt, zweifellos aus dem Grunde, weil der Herr wollte, daß seine Ankunft beglaubigt würde durch ihn, damit ihm die Leute bei einem plötzlichen und unerhofften Kommen die Anerkennung nicht versagten. Johannes war aber ein Bild des Alten Testamentes und trug an sich ein Nachbild des altbundlichen Gesetzes. Und darum kündigte Johannes den Heiland an, wie der Alte Bund dem Bund der Gnade voranging.

5. Lesung:

Wenn er aber noch vor der Geburt aus der Verborgenheit im Mutterschoße göttliches Wissen zeigte, und ohne das Licht zu sehen, ein Zeuge für die Wahrheit ist, so ist das in dem Sinne zu verstehen, daß der unter der Hülle und unter dem leblosen Buchstaben Verborgene uns sowohl den Heiland mit reinem Geist geoffenbart, als auch unseren Herrn uns aus dem altbundlichen Gesetz gleichsam wie aus einem Schoß bekannt gemacht hat. Weil also die Juden vom Mutterschoße abirrten, d. h. vom Gesetze, welches mit Christus angefüllt war, irrten sie auch ab vom Schoße und redeten Falsches; und darum kam dieser zur Beglaubigung, um denjenigen zu beglaubigen, der das Licht war.

6. Lesung:

Wenn aber der im Kerker weilende Johannes seine Jünger zum Herrn gehen läßt, so ist er gleichsam der Alte Bund, der auf das Evangelium hinweist. Dieser Alte Bund war gemäß dem Bilde in Johannes gleichsam im Kerker der Unwissenheit gefangen und lag im Dunkeln und im Verborgenen, und durch die Blindheit der Juden wurde der Sinn innerhalb des Buchstabens eingeschlossen gehalten. Davon redet der heilige Evangelist: Er wear eine leuchtende Fackel, d. h. angezündet vom Feuer durch den Heiligen Geist, damit er der von der Nacht der Unwissenheit festgehaltenen Welt das heilbringende Licht zeigte und gleichsam bei der  dichtesten Finsternis des Sünden auf die gar glanzvolle richtige Sonne mit seinem Lichtstrahl hinwies; und so sagte er auch von sich selbst: „Ich bin die Stimme des Rufers in der Wüste.“

Erzpriester Stephan, Das kirchliche Stundengebet Band II, S. 903 ff.

 

 

 

Juni der Monat der Herz-Jesu-Verehrung (1 von 2)

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Es ist schwierig sich klar zu machen, dass das Geistige und Übernatürliche das Eigentliche ist, weil es ewig und unveränderlich ist. DSDZ [dem Schreiber dieser Zeilen] wird immer mehr deutlich, dass die kleinen oder größeren unerwarteten Katastrophen, die sein Leben begleiten, Abbilder der spirituellen Wirklichkeit sind, sprich: bevor etwas Spirituell-Positives eintrifft, bekommt der Dämon die Erlaubnis ihm zu schaden und zwar direkt proportional zu dem künftigen Gut.

Warum ist es so?

Aufgrund der Gerechtigkeit Gottes, siehe Prolog des Hiob-Buches (Hiob 1,6-11; 2,1-5). Bevor Hiob der Zuwachs der Gotteserkenntnis, von der wir alle heute zehren, und des künftigen irdischen Glücks zuteil wurde, durfte ihn der Teufel quälen. Wenn aber Gott sogar dem Teufel gegenüber gerecht ist, wie erst uns gegenüber, die wir versuchen seinen Willen zu tun? Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, diese Angriffe nicht erleben, dann bedeutet dies, dass Sie sich noch unter dem Radar des Teufels befinden und Sie seinem Reich nicht schaden. Es kann auch sein, dass diese Angriffe dermaßen weltlich und in ihren Alltag eingeschrieben sind, dass Sie ihren spirituellen Ursprung nicht erkennen. Obwohl DSDZ die katholische Gnadenlehre mittlerweile recht gut kennt und anerkennt, dass Gott unser jegliches Tun, das nach dem übernatürlichen Gut hingeordnet ist, ermöglicht, unterstützt und begleitet, so besteht das Leben von DSDZ aus der Abfolge von Willensakten, die höchst mühsam sind. Es ist so als würden Sie mit einem Sandsack, der immer schwerer wird, behängt einen Klimmzug nach dem anderen machen. Mühevoll, mühevoll und mühevoll.

Und wo ist die Gnade?

Die ist irgendwo da drin, denn die Klimmzüge finden ja statt. Vielleicht erleben Sie, werter Leser, werte Leserin, dasselbe und wundern sich, ob Sie etwas falsch machen. Nein, Sie machen schon alles richtig, denn das irdische Leben ist mühevoll. Ist Ihr Leben es nicht, dann bedeutet dies, dass der Teufel Sie nicht angreift, weil er dies nicht muss. Der Energieerhaltungssatz gilt auch in der Dämonenwelt. Die strengen sich nicht mehr an als sie müssen bzw. bekommen von Gott keine Erlaubnis dazu. Als DSDZ viel jünger war, so dachte er, dass gerade die Befreiung von den irdischen Plagen das geistliche und das intellektuelle Leben beflügeln würde. Er dachte auch, dass insbesondere die Geistlichen, die ja davon frei sind, besonders spirituell und intellektuell hochentwickelt sein müssten. Dies ist aber nachweislich nicht der Fall und ist es niemals gewesen, siehe Heiligenlebensläufe, da die Heiligen wirklich harte Leben hatten. Gott prüft uns in allem und stellt immer neue Aufgaben vor uns, damit wir wachsen. Es ist wirklich wie beim Sport: wenn Sie bestimmte Muskelgruppen bis zum Umfallen trainieren, dann bekommen Sie Muskelzuwachs und haben eine gute Figur. Ohne diese Mühe und Plage geht es nicht. Interessanterweise ist es so, dass seitdem das äußere Leben von DSDZ viel härter geworden ist, er innerlich sehr gewachsen und viel gelassener geworden ist. Wie gut doch Gott einen erzieht.

Aber all das Plagende, Alltägliche und Banale verdeckt dennoch, zusammen mit der wachsenden Müdigkeit, den Blick auf die ungetrübte göttliche Wirklichkeit, welche so blau-strahlend ist wie der Himmel, den das Flugzeug erst auf einer bestimmten Höhe erreicht, nachdem es die Wolkendecke hinter sich gelassen hatte. Die unveränderliche, geistige Wirklichkeit des Monats Juni ist die Herz-Jesu-Verehrung. In der Heimat von DSDZ wird immer noch im Juni vor dem ausgesetzten Allerheiligsten die Herz-Jesu-Litanei im Knien gebetet, was die Juni-Andacht ist. Dies könnte man natürlich auch in den deutschsprachigen Ländern wieder einführen, was aber nicht passieren wird, weil die Pastoralassistentin es nicht will, man „gestaltet“ ja nicht, und der Pfarrer vor ihr und seinem eigenem Ordinariat Angst hat, welches ihn des „Krypto-Lefebrismus“ und/oder des „Neu-Pelagianismus“ bezichtigen könnte. Denn man darf in der Kirchensteuerkirche alles sein außer fromm. So ist es nun mal. Deswegen werden wir nirgendwo zu der Herz-Jesu-Verehrung angeleitet, weil diese kaum praktiziert wird. DSDZ war kein großer Herz-Jesu-Verehrer bis er vor ein paar Monaten einer Eingebung zufolge sich zwei Herz-Jesu-Statuen zulegte, die wieder einmal in Südtirol geschnitzt wurden. Er ließ sie auf Lateinisch nach dem Rituale Romanum, diesmal ohne Krach, segnen und er spürt seitdem, wie von ihnen eine wohltuende, spirituelle Wirkung ausgeht. Ja, ungesegnet ist es nur ein Stück Holz, gesegnet ist es ein Sakramentale, das aktuelle Gnaden spendet und die Dämonen verjagt. Da wir hier mit der deutschen Gründlichkeit die Preise angeben, so sei hinzugefügt. Die größere Figur (Artikelnummer: 005-2016)  ist 13 cm groß und kostete 56 €, die kleinere (Artikelnummer: 027-10062), die etwas „chinesisch“ geworden ist und an die armen Katholiken in China erinnert, sie ist 7 cm groß und  kostete 25,20 €.  Wie sie sehen weichen, beide Figuren ein wenig von den Vorgaben auf der Website ab, was nicht unbedingt ihnen zum Nachteil gereicht. Jeder Schnitzer schnitzt ein wenig anders nach dem Vorgaben und Sie erhalten wirklich ein Einzelexemplar. Auf die eventuelle Frage antwortend, ob DSDZ wirklich glaubt seinen Katholizismus dadurch zu steigern, dass er sich mit gesegneten Figuren umgibt, so antwortet er ein klares: „Ja“. Denn aus eben demselben Grunde wurden fast alle geweihten Statuen nach dem Konzil aus den Kirchen entfernt, damit sie die Dämonen nicht stören, denn fast allen Menschen, außer den „Reformtheologen“,  haben sie gefallen. Jetzt sollen die Kapellen so aussehen, aber das ist ein anderes Thema. Eine fromme Frau warf DSDZ vor, dass er durch seine Anregung den Kreuzweg zuhause zu beten die Menschen aus der Kirche wegzieht. Dies ist ein legitimer Einwand, aber er setzt voraus, dass

a. in der Kirche qua Kirchengebäude,

b. tatsächlich religiöse Praktiken stattfinden,

c. durch welche sich der Gläubige heiligt,

d. und eventuell Ablässe erlangen kann.

In der Wohnstätte von DSDZ, wo sich auch ein Dom befindet, findet in keiner ihm bekannten Kircher ein liturgisch vorgesehener Kreuzweg statt, bei dem das Leiden Christi und nicht die neuste Wal- oder Flüchtlingsrettungsaktion betrachtet wird. Es findet also (b) bis (d) nicht statt, welche Zuhause stattfinden können, wodurch man die Ablässe erhält. DSDZ und nicht nur er hat in manch einer Kirche okkulte Symbole gesehen, welche von denen hinterlassen wurden, die wissen, dass sie wirken. Durch den nachkonziliaren Bildersturm gibt es kaum etwas Heiliges oder Geweihtes und da die Priester, die in diesen Kirchen ihren Dienst verrichten fast allesamt Konkubinarier sind, so verpesten sie, allein durch ihre Anwesenheit als „Kloaken der Unreinheit“ (La Salette) den immer noch geweihten Ort der Kirche. Ja, es gibt Menschen, die diese Ausdünstungen der Sünde spüren können und es ist sehr quälend.  Wir alle müssen uns wirklich klar machen, dass Liturgie etwas Reales und Echtes ist. Es ist etwas spirituell Wirkendes und Wirksames, aber nur dann, wenn es wirklich rubrizistisch und vorschriftsgemäß zelebriert wird. Daher ist jeder Verstoß gegen die Zelebration eine lässliche bis schwere Sünde. Statt Heiligkeit findet Sünde statt.  Wenn Sie also in eine moderne Kirche gehen, wo die Pastoralassistentin mit dem Konkubinarier-Pfarrer z.B. den Kreuzweg oder die Herz-Jesu-Litanei „gestalten“, damit „die Menschen es verstehen können“, dann verunreinigen Sie sich geistlich und spüren es irgendwie, obwohl sie es ja nicht bewusst machen. Deswegen ist wohl auch dieser ganze liturgische Experimentalismus eingeführt worden, damit man Gott beleidigt und die Menschen sich geistlich verunreinigen, obwohl sie es im guten Glauben tun. Wenn Sie jemanden im guten Glauben mit Rattengift füttern, weil Sie glauben es sei Medizin, dann wird er dennoch vergiftet. Deswegen werden Sie wirklich mehr geheiligt, wenn Sie im Gnadenstand, bei sich Zuhause, vor geweihten Gegenständen die Herz-Jesu-Litanei beten als wenn Sie zu einer „gestalteten“ Andacht in eine oben beschriebene Kirche gehen würden. Sie würden sich dennoch mehr heiligen, wenn Sie:

a. vor dem hl. Altarssakrament,

b. mit einem Priester im Gnadenstand,

c. in einer geweihten Kirche mit nach Rituale romanum geweihten Gegenständen,

d. mit anderen Gläubigen, die sich im Gnadenstand befinden,

e. gemeinsam die Herz-Jesu-Litanei beten würden.

 Ja, von mehr kommt mehr und das Gemeinschaftsgebet ist wirklich wirkungsvoller, weil sich die Heiligkeit oder der Gnadenstand eines jeden subsumiert. DSDZ hat oft Sehnsucht nach solchen Gemeinschaftserlebnissen, nach gemeinsamem Beten mit Menschen, die im Gnadenstand sind. Wenn Sie denken, dass dies in einer jeden Ordensgemeinschaft der Fall ist, dann irren Sie sich. Die Sünde überlagert die wenige Heiligkeit, wie die falschen Töne die richtigen Töne beim Chorgesang. Deswegen müssen wir uns zuhause Privatkapellen einrichten und uns selbst im Gnadenstand halten, denn wo kann man schon hingehen? Was Sie zuhause haben und beten, das ist Ihnen sicher. Ja, dies ist der „individualistische Neo-Pelagianismus“, den der Antipapst Franzikus anprangert, weil er weiß, dass jetzt neue Scharen von Einsiedlern in der Welt entstehen werden, um für die Kirche zu beten. Deswegen wurde Placuit Deo verfasst, um diese kommende Bewegung der Gebets-Ninjas, wie sie Hilary White nennt, wahrscheinlich nach dem kommenden Schisma, von vornherein zu verketzern. Kurz und gut: Sie können besser zuhause die Herz-Jesu-Litanei, nicht nur im Juni, beten, wenn Sie erstmal eine halbswegs geschmackvolle, denn Gott ist Schönheit, Herz-Jesu-Statue zuhause haben.

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Wie lauten denn die 12 Versprechen, die Christus der hl. hl. Margareta Maria Alacoque  gegeben hat?

  1. Versprechen: Ich werde die Häuser segnen, in denen das Bild meines Heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird.
  2. Versprechen: Ich werde ihnen alle in ihrem Stande notwendigen Gnaden geben.
  3. Versprechen: Ich werde ihren Familien den Frieden schenken.
  4. Versprechen: Ich werde sie in all ihren Leiden trösten.
  5. Versprechen: Ich werde ihre sichere Zufluchtsstätte im Leben und besonders im Tode sein.
  6. Versprechen: Ich werde ihre Unternehmungen mit überreichen Segen begleiten.
  7. Versprechen: Die Sünder werden in meinem Herzen die Quelle und das unendliche Meer der Barmherzigkeit finden.
  8. Versprechen: Die lauen Seelen werden eifrig werden.
  9. Versprechen: Die eifrigen Seelen werden schnell zu großer Vollkommenheit gelangen.
  10. Versprechen: Den Priestern werde ich die Gabe verleihen, selbst die härtesten Herzen zu rühren.
  11. Versprechen: Die Namen aller, die diese Andacht verbreiten, werden in meinem Herzen eingeschrieben sein und niemals daraus getilgt werden.
  12. Versprechen: Ich verspreche allen, die an den ersten Freitagen neun Monate nacheinander kommunizieren werden, die Gnade eines bußfertigen Endes, so daß sie weder in meiner Ungnade noch ohne den Empfang der heiligen Sakramente sterben werden.

Hat denn DSDZ schon irgendetwas aus dieser Liste an sich selbst erfahren? Eigentlich nicht, weil diese Punkte recht allgemein gehalten sind. Er ist zwar viel gelassener geworden und fühlt sich geistlich besser beschützt, das ist aber auch alles. Er hat zwar vier Prozesse gewonnen, eine Abfindung seines ehemaligen Arbeitgebers erstritten, eine neue Arbeit gefunden, er bekam die Idee, am Ende einer Novene, seine Blogs kommerziell auszubauen, aber inwieweit dies den gesegneten Herz-Jesu-Figuren, die er Anfang Februar 2018 bestellt hatte, zu verdanken ist, entzieht sich seiner Kenntnis.

Es ist aber wirklich so, dass eine Herz-Jesu-Figur, die man ständig vor Augen hat zum Denken über die theologische Bedeutung des Herzens Jesu anregt.

Was ist denn das Herz Jesu eigentlich?

Es ist die Pforte der Mitteilung Gottes. Aus dieser Pforte entspringen die Sakramente der Kirche, entspringt die Kirche selbst. Jesus ernährt uns mit seinem Herzen und zwar buchstäblich, wenn man den jüngsten, aber auch den älteren eucharistischen Wundern glauben will. So stellte der Befund von Legnica (Liegnitz) fest:

„Die Gerichtsmediziner stellten fest, dass es sich um menschliches Gewebe eines Herzmuskels handelt. Der Zustand des Muskelgewebes sei dem einer Person vergleichbar, die gerade einen Herzinfarkt erlitten hat und im Sterben liege, so die Wissenschaftler.“[1]

Wir essen also das Herz Christi, denn das ist sein eucharistischer Leib. Ist das nicht Wahnsinn? Und Er selbst hat es gewollt. Deswegen werden wir auch in Christus gewandelt, weil Er – und zwar buchstäblich – zu unserer Speise wird. Viele Heilige haben die Dimension des Herzens Jesu geahnt und diese höchst emotional beschrieben, wie z. B. hl. Bernhard von Clairvaux in seiner u.a. Predigt. Ja, diese Verehrung war schon lange in der Kirche vorhanden bevor Pius IX sie am 18. Mai 1856 auf die ganze Kirche ausdehnte. Wir stellen hier die deutsche Übersetzung der zweiten Nokturn des Tridentinischen Breviers (Das kirchliche Stundengebet oder Das römische Brevier. Übersetzt und erklärt von Erzpriester Stephan, Regensburg -Pustet 1926, Band 2, S. 863 f), damit wir alle an den verbleibenden Tagen von Juni, aber nicht nur dann, dieses Glaubensgeheimnis meditieren können. Die Predigten der dritten Nokturn folgen auch bald.

Predigt des heiligen Bernhard von Clairvaux:

Da wir nun einmal auf das süßeste Herz Jesu zu sprechen gekommen sind, – und es ist gut, daß wir da sind – wollen wir uns nicht so leicht von ihm trennen lassen, von dem geschrieben steht: „Die von dir weichen, werden in Staub geschrieben werden.“ Was geschieht aber mit denen, die zu ihm hinzutreten? Du selbst (o Herr) belehrst uns darüber. Du sprachst ja zu denen, die dir nahen: „Freuet euch, daß eure Namen im Himmel geschrieben stehen.“ So wollen wir also zu dir hinzutreten, und jubeln und in dir uns freuen beim Andenken an dein Herz. O wie lieblich und wie angenehm ist’s doch, in diesem Herzen eine Wohnung zu haben. Ja, ich will sogar alles hingeben, alle Gedanken und Regungen meines Herzens austauschen und mein ganzes Sinnen und Trachten auf das Herz meines Herrn Jesu richten und ohne Täuschung wird dieses mich weiden.

Zu diesem Tempel, zu diesem Allerheiligsten, zu dieser Arche des Bundes hingewandt, will ich anbeten und die Majestät des Herrn lobpreisen und mit David sprechen: „Ich habe mein Herz als Stätte gefunden, um Gott anzubeten.“ Und ich habe gefunden das Herz des Königs, des Bruders, des Freundes, des liebevollsten Jesu. Und sollte ich hier nicht anbeten? Da ich also, süßester Jesu, dein Herz und mein Herz gefunden, will ich dich, meinen Gott, anbeten. Lass nicht nur mein Gebet in das Heiligtum kommen, in dem du Erhörung gewährst, vielmehr, ziehe mich ganz in dein Herz hinein. O holdseligster Jesus, der du alles an Schönheit übertriffst, wasche mich mehr und mehr von meiner Ungerechtigkeit und von meiner Sündenschuld reinige mich, damit ich, durch dich gereinigt, zu dir, dem ganz Reinen, hinzutreten kann, und würdig werde, alle Tage meines Lebens in deinem Herzen zu wohnen und es dahin bringe, deinen Willen zu erkennen und zu vollbringen.

Dazu ist deine Seite durchbohrt worden, damit uns der Eintritt offen stehe; dazu ist dein Herz verwundet worden, daß wir, frei von äußeren Unruhen, in ihm und damit in dir wohnen können. Auch ward es nicht minder darum verwundet, daß wir durch die sichtbare Wunde hindurch die unsichtbare Wunde deiner Liebe schauen können. Wie konnte uns diese Liebesglut besser gezeigt werden als dadurch, daß er nicht nur seinen Leib, sondern sogar sein Herz mit dem Speer durchbohren ließ? Die Verwundung am Leibe zeigt uns die geistige Verwundung. Wer wollte also dieses so verwundete Herz nicht lieben? Wer einem so liebenden Herzen nicht Gegenliebe schenken? Wer ein so lauteres Herz nicht umfassen? Wir wollen darum solange wir im Fleische leben, soweit wir nur fähig sind, lieben, wiederlieben, umfassen den, der für uns verwundet wurde, dessen Hände und Füße, dessen Seite und Herz die gottlosen Winzer durchbohrt haben. Und stehen bleiben wollen wir, daß er sich würdige, unser Herz, das noch so hart und unbußfertig ist, mit der Fessel seiner Liebe zu umschlingen und mit seinem Liebespfeile zu verwunden. –

Auf daß nun die Gläubigen die Liebe, die Christus in seinem Leiden und in seinem zur Erlösung des Menschengeschlecht erlittenen Tode und in der Einsetzung des Sakramentes seines Leibes und Blutes, das ein Andenken an seinen Tod sein soll, erzeigt hat, unter dem Bilde seines heiligsten Herzens mit größerer Andacht feiern und reichere Frucht daraus ziehen, gestattete Klemens XIII. mehreren Kirchen, ein Fest zu Ehren dieses heiligsten Herzens zu begehen. Pius IX. dehnte dieses Fest auf die ganze Kirche aus und schließlich hat Papst Leo XIII., den Wünschen des katholischen Erdreiches entgegenkommend, es zum Rang eines Duplexfestes erster Klasse erhoben.

[1] http://www.katholisches.info/2016/04/19/eucharistisches-wunder-im-niederschlesischen-liegnitz-anerkannt/

 

Prof. Plinio Correa de Oliveira: Gut angezogen – Eitelkeit oder Tugend?

 

Leon Bouthilier (1608-52) Comte de Chavigny, after 1643 (oil on canvas)

Mir wurden einige Fragen über die Art und Weise, sich selbst zu präsentieren, gestellt. Diese Fragen will ich alle hiermit beantworten

Frage: Warum sollen wir uns gut kleiden? Spricht es nicht für Eitelkeit, sich darum zu sorgen, sich selbst gut zu präsentieren?

Antwort: Der Hintergrund für diese Frage ist folgender: Der Mensch sollte alles vermeiden, was zur Sünde führt. Nun, sich gut zu kleiden, kann durch Eitelkeit, die eine Form der Sünde ist, motiviert sein. Dann sollte man es vermeiden, sich gut zu kleiden.

Lassen Sie mich diese Argumentation auf das Thema des Studierens anwenden. Studieren kann die Eitelkeit befriedigen. Dann sollte man das Studium meiden.

Das Gleiche könnte auch für die Hygiene gelten. Sich sauber zu halten, kann Eitelkeit befriedigen. Dann sollte man Duschen und Baden vermeiden.

Wenn man diese Argumentation auf die verschiedenen Bereiche des menschlichen Verhaltens anwenden würde, wäre die ideale Situation für die Ausübung der Tugend am Ende die Barbarei. Barbarei ist die logische Konsequenz dieser Argumentation. Aber das ist eine absurde Schlussfolgerung. Nun, alles, was zum Absurden führt, ist falsch. Von daher ist dieser Syllogismus falsch.

Die wahre Antwort ist, dass in allem, was der Mensch tut, ein Missbrauch eintreten kann. Man kann Intelligenz, Höflichkeit, gute Kleidung und sogar Tugend missbrauchen, da ein Mensch stolz auf seine Tugend sein kann. Das ist kein Grund, zivilisierte Bräuche aufzugeben; vielmehr sollten sie mit wachsamem Blick geübt werden, um die Eitelkeit zu zügeln und zu kontrollieren.

Ein zivilisierter Mensch präsentiert sich als sauber und ehrbar mit der Würde, die sein sozialer Stand erfordert. Indem er dies tut, zeigt er den Respekt, den er für sich selbst und für Gott hat, in dessen Gegenwart er sich immer befindet. Jeder von uns ist es wert, respektiert zu werden, denn wir wurden nach dem Ebenbild Gottes geschaffen, in die katholischen Kirche hinein getauft, in einen Tempel des Heiligen Geistes verwandelt und von der Gottesmutter auserwählt, ihr zu dienen. Deshalb müssen wir uns dieser Würde entsprechend präsentieren.

Frage: Was sind die tieferen Motivationen, die mich dazu verpflichten mich gut zu kleiden?

Antwort: Das erste grundlegende Motiv ist, dass es angemessen für Dinge, die gut sind, ist, dass diese ihr inneres Gutsein in ihrem Äußeren widerspiegeln. Der großartigste Ausdruck davon ist die göttliche Majestät und männliche Schönheit, die sich im Gesicht unseres Herrn im heiligen Grabtuch von Turin widerspiegelt.

Das Gesicht Jesu Christi ist eine passende Übersetzung der hypostatischen Vereinigung seiner menschlichen Natur mit Gott. Auf dem Grabtuch erscheint Er in Seiner menschlichen Natur so gut, freundlich, würdig, vornehm, majestätisch und souverän, in einer Weise, die Seine göttliche Schönheit in Seinem Gesicht transparent macht.

Dieses Prinzip, das für das Gesicht und den Körper gültig ist, gilt auch für die Kleidung. Die Kleidung ist eine Ergänzung des Körpers. Für Menschen, die in der Erbsünde empfangen wurden, ist Kleidung unverzichtbar. Es sollte also eine Ergänzung zum Körper sein, welche die Ernsthaftigkeit, Würde und Vornehmheit der Seele widerspiegelt. Deshalb sollte sie ernst, würdevoll und ehrbar sein.

Das zweite Motiv, sich gut zu kleiden, ist, dass es angemessen ist, dass das Aussehen eines Dinges seiner Realität entspricht. Die Kleidung einer Person sollte zeigen, was sie ist. Daher sollte die Kleidung, die immer würdevoll sein sollte, auch mehr oder weniger kultiviert und hübsch gemacht sein, je nach der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Person. Es gibt Personen, die sehr gut angezogen sein müssen, weil sie eine hohe soziale Stellung bekleiden. Andere Personen müssen sich nicht dieser Ebene entsprechend kleiden.

Jeder sollte sich in Einklang mit seiner sozialen Schicht kleiden: weder über seinem Niveau noch darunter. Kleidung soll eine Person nicht wie etwas aussehen lassen, was sie nicht ist. Es gibt keinen Grund, sich für sein soziales Niveau zu schämen. Wir sollten uns mit dem sozialen Stand zufrieden geben, in den uns die göttliche Vorsehung hineingeboren hat. Ein Mann oder eine Frau sollte authentisch sein und sich entsprechend ihrem Niveau kleiden.

Frage: Es gibt Momente, in denen eine Person sich wohlfühlen und entspannen möchte. Ist es in Ordnung, dieser natürlichen Tendenz zu folgen?

Antwort: Jeder von uns wird in der Erbsünde empfangen. Aus diesem Grund gibt es in jedem von uns etwas, das die Regeln der Zivilisation beiseite lassen und zur Barbarei zurückkehren möchte. Wir möchten den Mantel ausziehen, die Krawatte lösen, den Kragen öffnen, die Schuhe ausziehen, die Person auf dem Stuhl neben uns wegschicken, damit wir dort die Füße hinlegen können, vor Langeweile gähnen und der Person sagen: sei still, wir sind müde und wollen eine Pause. Die menschliche Natur verlangt nach diesen Dingen, aber wir sollten sie kontrollieren und überwinden, indem wir die notwendigen Anstrengungen unternehmen.

Unsere Natur empört sich gegen Höflichkeit, raffinierte Manieren und auch würdevolle Kleidung. Warum sollte man diese Reaktionen zurückhalten? Wir sollten dies als eine Verpflichtung der Nächstenliebe gegenüber unserem Nächsten und auch als eine Verpflichtung der Gerechtigkeit ihm gegenüber tun. Man ist seinem Nächsten gegenüber respektvoll. Sich gut in der Gesellschaft zu präsentieren und unseren Nächsten gut zu behandeln, tun wir nicht nur, weil wir ihm Gutes zeigen wollen, sondern auch, weil er das Recht auf eine würdevolle Behandlung hat. Er ist auch als Ebenbild Gottes geschaffen.

Sich so zu verhalten, dass wir unsere schädliche Spontaneität nicht beschränken, bedeutet, direkt in die Barbarei zu marschieren. Es verleugnet tausende Jahre katholischer Bemühungen, schädliche menschliche Tendenzen zu korrigieren, um eine Zivilisation aufzubauen. So etwas weist die kulturellen Eroberungen zurück, die wir der dekadenten menschlichen Natur dadurch abgerungen haben, dass wir  unseren Herrn nachahmten. In letzter Konsequenz ist es die Zurückweisung der Früchte seines Blutes, des Christentums.

 Quelle:

Mode für Männer oder wie kleide ich mich zur Alten Messe?

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Nachdem wir hier mehr als einmal uns über die Frauenmode im Sinne des Tragens einer Mantilla samt geschmackvollem Zubehör zu Alten Messe verbreitet haben, kommen diesmal die Männer an die Reihe, welche sich auch zur Alten Messe sauber, ordentlich und schick zu kleinen haben. Um die Schlussfolgerung gleich vorweg zu nehmen:

Frage: Wie kleide ich mich zu einer Alten Messe?

Antwort: In einen Anzug! Tracht geht auch!

Frage: Und wenn ich keinen habe?

Antwort: Dann kaufen Sie sich einen!

Frage: Und wenn ich mir keinen leisten kann?

Antwort: Dann gehen Sie zu H&M, C&A, Irgendwas&Irgendwas oder kaufen Sie Second-Hand!

Die vorkonziliaren, moraltheologischen Vorschriften, die katholischen also, schreiben doch tatsächlich eine Sonntagsstaat vor, insbesondere dann, wenn man kommuniziert.[1] So schreibt die Moraltheologie von Gury folgendes:

Principia

  1. – I. De iure naturali is requiritur exterior habitus et ea corporis compositio, quae internam animi reverentiam et devotionem exhibeat. Ratio patet: debetur enim huic augustissimo Sacramento non solum interna, sed etiam externa veneratio, cum ipse Christus, mediis speciebus, sensibili quodam modo in eo existat et tractetur. [2]

Grundsätze

  1. – I. Wegen des Naturrechts wird diese äußere Verfassung und diese Verfassung des Körpers vorausgesetzt, welche die innere Ehrbietung und Frömmigkeit der Seele zur Schau stellt. Daher also wird verlangt, dass nicht nur einzig innere, sondern auch äußere Anbetung des ehrenwürdigsten Sakraments stattfindet, da Christus selbst, unter Vermittlung der Gestalten, in einer sinnlichen Art und Weise zugegen ist und als solcher behandelt wird.

Da wir hier katholische Lehre und nicht das Novus-Ordo-Gewäsch verbreiten, so stellen wir klipp und klar fest: das Äußere bildet das Innere ab. Immer? Ja, immer. Weil die Heilige Messe das Höchste auf Erden ist, deswegen müssen Sie zu jeder Messe so erscheinen, als wären Sie zu einer Königshochzeit eingeladen. Pater Gury SJ stellt fest, dass das Prinzip, dass die äußere Verfassung – habitus – womit auch Kleidung gemeint ist, das Innere, spricht die Ehrbietung, den Respekt der Seele wiederspiegelt, vom Naturrecht her kommt. Denn überall und immer haben sich Menschen zu festlichen Anlässen besser gekleidet. Die Verwerfung der besseren Kleidung kam erst durch den Sozialismus, wo ganz am Anfang jeder sich gleich, im Sinne von gleich schlecht, d.h. sozialistisch, zu kleiden hatte. Ja, der Linke ist traditionell schlecht gekleidet, weil er das verwirft, was er sich nicht leisten kann und was er deswegen hasst. Mode und Sozialismus oder Mode und Revolution wäre ein interessantes Thema, das wir irgendwann einmal aufgreifen werden, aber jetzt sind wir beim Thema Mode und Kirche. Eine Brücke schlagend, können wir feststellen, dass nach der letzten kirchlichen Revolution (1962-65) die Menschen automatisch anfingen sich für die Kirche schlechter zu kleiden, weil die Novus-Ordo-Liturgie ja nichts besseres verdient, sprich: Pferdedecken und bürstenschnittige Pastoralassistentinnen. Hässlichkeit strahlt Hässlichkeit aus, was zu der obligatorischen Jack Wolfskin-Jacke in der Gemeinde von DSDZ führt. Was redet man uns ein? Dass, so die bürsten-schnittige, übergewichtige, unverheiratete, Hosen tragende und unschöne Pastoralassistentin:

Es allein auf die inneren Werte ankommt!

Worüber spricht sie denn? Über sich selbst.

Ich sehe nicht hübsch aus, bin es aber im Innern, ich handle nicht fromm, bin es aber im Innern, bin übergewichtig, bin aber im Innern schlank und asketisch, bin nicht intelligent, bin es aber im Innern, bin nicht gelehrt, bin es aber im Innern etc. etc.

Und was sagt der Novus-Ordo-Pfarrer?

Ich wirke zwar nach außen wie ein ungläubiger, modernistischer, fauler, schlapper, Alkoholiker und Konkubinarier, aber im Innern bin ich natürlich ganz anders.

Nein, liebe Leserinnen und Leser. Sein Aussehen muss man sich verdienen, wie man in der Heimat von DSDZ sagt und man sieht wirklich so aus, wie man ist. Punkt. Wird man anders, dann sieht man auch anders aus. Noch ist man am Leben. Die einfachste Methode sich von außen nach innen vorzuarbeiten, ist sich besser zu kleiden und zwar einem Dresscode entsprechend, der in manchen Branchen verpflichtend ist und wo auch eher naturschöne Menschen angestellt werden, damit sie den Kunden nicht verschrecken. Wollen Sie in einer guten Bank für gutes Geld arbeiten, dann müssen Sie sich bankgemäß kleiden. So einfach ist es und es ist Naturrecht. Der Dresscode für Männer ist seit über 100 Jahren denkbar einfach: Anzug, weißes Hemd, passende Krawatte, schwarze Schuhe, schwarze Socken. Habe fertig! Und was erst, wenn Sie zum Hochzeitfest des Lammes erscheinen! Zu den göttlichen Geheimnissen der heiligsten Dreifaltigkeit, zum Herabsteigen Christi in die eucharistischen Gestalten, wo die Engel anbetend anwesend sind, wo man sich beim Sanctus mit der Anbetung des Himmels verbindet. Und wie sehen Sie aus? Ja, wie? Sie tragen keinen Müll raus, Sie arbeiten nicht am Grundstück, wo diese alte, ausgebeulte Hose angebracht wäre. Sie sind in der Kirche! Bei der Heiligen Messe! Sie sind ein Traditionalist, kein Lump und kein Prolet, mein Gott! Wie soll man irgendjemand die Wichtigkeit der Alten Messe klar machen, wenn man sich nicht ehrbietig und gut zu ihr kleidet und zwar ordentlich im Sinne eines weltlichen Dresscodes. Ja, manchmal ist es heiß und unbequem, aber es ist die Messe. Das Höchste und das Schönste auf dieser Erde, wozu Sie mit Ihrer eigenen Schönheit beitragen sollten. Deswegen wollen wir eine Lanze für den Anzug (bei Männern) bei der Alten Messe brechen und stellen zwei Beiträge diesmal über die Männermode in der Übersetzung von davillatollkühn vor. Mögen die Scharen der ausgebeulten Freizeit- und Jeanshosenträger bei der Alten Messe schwinden und niemals wiederkommen. Amen.

[1] Vgl. Gousset, Moraltheologie zum Gebrauche für Pfarrer und Beichtväter, Regensburg 1869, Bd. II, 150: “Dass man in reinlicher und ehrbarer Kleidung erscheine.” Peeters, Manuale Theologiae Moralis, Vol. II, Roma 1963, 263-264.

[2] Gury, Ioannis Petrus SJ, Compendium Theologiae Moralis, Vol. II, Romae 1866, 238.

Bischof Athanasius Schneider oder „ich weiß es wird ein Wunder geschehen“ (nach Zarah Leander)

Anbei präsentierten wir eine der wenigen katholischen Stimmen unter Bischöfen und zwar diejenige von Bischof Athanasius Schneider. Leider bereist Bischof Schneider die Welt, weiht Priester, spendet die Firmung und verfasst Appelle, klagt aber Antipapst Franziskus nicht der Häresie an. Er hofft, wie er sagt, dass die göttliche Vorsehung die Aufhebung des Zölibats durch die kommende Amazonas-Synode nicht zulassen wird und sieht einen „neuen Frühling der Kirche“ kommen. Uns schaudert es bei dieser Wortwahl ein wenig, da wir uns noch nicht vom alten, neuen „Frühling des Konzils“ erholt haben, dem wir all das zu verdanken haben.  DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) hat Bischof Schneider kurz persönlich gesprochen und es war eine zu kurze Zeit, um sich einen richtigen Eindruck zu bilden, nichtsdestotrotz scheint Bischof Schneider zu derjenigen Fraktion zu gehören, welche an den Triumph des Unbefleckten Herzens glaubt oder anders formuliert, „dass Gott es irgendwie schon selber macht“. Das macht er aber nicht, denn das ist unsere Aufgabe, insbesondere die Aufgabe der Bischöfe, für die Reinheit der Lehre zu sorgen und die Aufgabe, die Bischöfe durchzuprügeln, bleibt uns Laien, da die Bischöfe dies nicht tun. Zurzeit wird im Tridentinischen Brevier die Geschichte von Saul und David gelesen, gestern der Tod Goliaths. Hat David auf den „Triumph des Unbefleckten Herzens“ gehofft oder darauf, dass Gott es selbst macht? Nein, er nahm seine Schleuder, Steine und brachte Goliath um. Weil es Krieg war und dies seine Aufgabe war. Ist den Israeliten das Gelobte Land selbst in die Hände gefallen? Nein, sie mussten kämpfen und sich dann jahrzehntelang mit den Philistern herumschlagen. Ja, es war Krieg von früh bis spät und es war Gottes Wille, dass man kämpft. Franziskus treibt die Kirche weiter in den Abgrund und in das Schisma, doch niemand begehrt gegen ihn auf, weil sich alle bei Goliath machtlos fühlen. Sie hatten sogar recht, denn mit konventionellen Waffen war Goliath nicht beizukommen. David entdeckte, von Gott geführt, eine Lücke und gegen diese Schleuder war Goliath machtlos. Aber jemand musste sich trauen.

Quelle:

Für all die, welche sich das Interview durchlesen möchten, erfolgt ein Transkript aus gloria.tv:

Interview mit Athanasius Schneider – Transkript

Leicht gekürztes und sprachlich geglättetes Trankript des Video-Interviews mit Weihbischof Athanasius Schneider: Amtsträger in der Kirche wollen Relativismus, Protestantismus und „eine andere Kirche“

Exzellenz, die Parteilinie in der Kirche gegenwärtig lässt sich so zusammenfassen: Es gibt einen dogmatischen Relativismus, liturgischen Minimalismus und moralischen Laxismus. Dieses Programm hat die Anglikaner und die Protestanten an den Abgrund geführt. Warum gehen wir auch diesen Weg?

Das ist eben die Frage, warum wir auch den gleichen Weg gehen. Ich denke, dass jene Amtsträger in der Kirche, die diesen Weg forcieren und unterstützen, wissen, zu welchem Ergebnis Relativismus, Laxismus und Minimalismus bei den Anglikanern und den Protestanten geführt haben. Dass diese katholischen Amtsträger es dennoch fördern, kann ich mir nur so erklären, dass sie das wollen, dass sie einen Relativismus bejahen und wollen. Das heißt, sie wollen eine andere Kirche mit solchen Merkmalen, vielleicht aus innerer Überzeugung. Damit ist es nicht mehr die Haltung des katholischen Glaubens und eines katholischen Priesters oder Bischofs.

In der Orthodoxie würde sich ein Patriarch nicht anmaßen, den Glauben oder die Liturgie anzutasten. In der katholischen Kirche hat man ein bisschen das Gefühl, dass Glaube und Liturgie in der Hand derjenigen Person sind, die gerade auf dem Papstthron sitzt. Ist ein Papst Herr über den Glauben?

Sicherlich nicht. Der Heilige Paulus sagt ja „Wir sind nicht Herren eures Glaubens“ (2 Kor 1,24). Der Papst ist der erste Diener des Glaubens und aller Gläubigen, wie auch sein überlieferter Titel heißt „Servus servorum Dei“, „Diener der Diener Gottes“. Der Papst ist eigentlich der Erste, der Gehorsam sein muss gegenüber allen Glaubenswahrheiten, der ganzen Überlieferung, auch der liturgischen Überlieferung, der großen Disziplin der Kirche. Er muss sozusagen in der ganzen Kirche das Beispielsein, weil er ja der erste Diener ist.

Der Herr hat ihm, Petrus und seinen Nachfolgern, diese entscheidende, schwerwiegendste Aufgabe in der Kirche übertragen: über die Reinheit des Glaubens zu wachen und diesen Glauben rein – so wie er ihn von allen seinen Vorgängern, angefangen vom Apostel Petrus, erhalten hat – weiterzugeben, an ihm nichts zu ändern noch hinzuzufügen, was irgendwie mit der ständigen, 2000jährigen Überlieferung nicht übereinstimmen würde – sei es auf dem Gebiet der Lehre oder der Liturgie oder des moralischen Lebens oder der Disziplin der Kirche. Das ist seine eigentliche Aufgabe. Dann soll er die Brüder, das sind zunächst die Bischöfe und alle Gläubigen, im Glauben stärken, wie Jesus Petrus das aufgetragen hat.

Es gibt ein Beispiel von Pius IX. Damals hat eine Gruppe von Bischöfen und Priestern dem Papst den Vorschlag gemacht, er möge doch den Namen des heiligen Josef in den Kanon der Messe einfügen. Pius IX. war ein großer Josefs Verehrer. Er hat auch den heiligen Josef 1870 zum Schutzpatron der Kirche ausgerufen. Darum haben diese Bischöfe gemeint, er werde den Vorschlag sicherlich freudig aufnehmen. Pius IX. hat auf den Vorschlag geantwortet „Ich bin ja nur der Papst. Ich kann das nicht tun. Ich bin nur der Papst.“

Ich denke diese Antwort „Ich bin nur der Papst“ sollten die Päpste stets bewahren – vor allem in unserer Zeit, wo die herrschende, öffentliche Meinung und die weltliche sogenannte Kultur zutiefst vom Relativismus und von der Unsicherheit geprägt sind.

In der Kirche heute sind die Spaltungen nicht weniger deutlich als in der Reformation. Haben Kardinal Burke und Kardinal Kasper oder Kardinal Marx und Kardinal Müller noch denselben Glauben? Und warum sollte unsere Kirche heute ein anderes Schicksal nehmen als jene in der Reformation?

Nach den öffentlichen Aussagen der von Ihnen zitierten Kardinäle muss man schließen, dass sie nicht mehr den gleichen Glauben haben. Einige von ihnen treten offensichtlich und offen für Dinge ein, die mit dem katholischen Glauben nicht mehr vereinbar sind. Somit haben wir die traurige Situation, dass in der Kirche, wo die Bischöfe im Glauben und in der ständigen Überlieferung geeint sein müssten, ihre Spaltung sogar in der Öffentlichkeit zeigen.

In dieser Situation ist der Papst als Erster aufgerufen, die Bischöfe, die Kardinäle und die Gläubigen im Glauben zu stärken. Der Papst ist das Prinzip der Einheit und der Bezugspunkt der Einheit in der Kirche. Hier wäre der Papst aufgerufen, die Differenzen durch ein lehramtliches Wort, welches den überlieferten Glauben bestätigt, klar richtigzustellen.

Wir sehen heute, dass sich in der Kirche – sei es von Kardinälen und Bischöfen – Forderungen und Wünsche gefördert werden, die mit dem Protestantismus übereinstimmen und die Luther und die anderen Reformatoren erhoben haben. Das heißt, es ist in der Kirche – – nicht erst seit einigen Jahren, sondern seit Jahrzehnten – eine starke Protestantisierung im Gange.

Konservative und liberale Theologen sind sich darin einig, dass die alte und neue Messe derselbe Ritus sei. Warum wird die alte Messe so stark bekämpft, wenn es am Ende doch das Gleiche ist?

Das ist eben die Frage: Wenn jene, die behaupten, dass die alte und die neue Messe der gleiche Ritus sind, aber gleichzeitig die alte Messe bekämpfen und kategorisch ablehnen, beweisen damit, dass es nicht der gleiche Ritus ist. Sonst würden sie die alte Messe annehmen.

Ich hatte einmal ein Erlebnis in Brasilien: ein Mädchen, das bei Schwestern mit dem überlieferten Ritus im Internat lebte, wo die Schülerinnen jeden Tag an der überlieferten Messe teilnehmen. Dieses Mädchen war vielleicht sieben oder acht Jahre alt. Es besuchte in den Ferien seine Oma in einem Dorf. Dort wurde nur die neue Messe gefeiert mit allen Merkmalen, wie wir sie heute kennen: Stehende Kommunion, nur Handkommunion, viele Kommentare, Frauen am Altar, bei der Lesung und Kommunionsausteilung, Folklore-Lieder und so weiter. Es gab keine offensichtlichen Missbräuche, aber dieser Stil, der heute nicht zu den Missbräuchen zählt, sondern sogar von den kirchlichen Normen erlaubt ist. So eine Messe hat dieses Kind mit der Großmutter erlebt. Nach der Sonntagsmesse gingen sie hinaus und das Kind fragte in aller Unschuld: „Oma, wann gehen wir in die Messe?“.

Das war die Antwort eines unschuldigen Kindes, das keine Vorurteile hatte. Es war im Internat die fromme und ehrfürchtige Feier der überlieferten Messe gewohnt: die Hinwendung zum Herrn, zum Tabernakel und so weiter.

Gott spricht auch durch die unschuldigen Kinder zu uns.

Ich denke, das sollte jenen, welche die überlieferte Messe ablehnen oder bekämpfen, zu denken geben. Es sind in der Tat zwei verschiedene Riten, das ist offensichtlich, das kann niemand leugnen.

Man sollte die neue Messe schrittweise wieder so bereichern, dass sie der überlieferten Messe auch äußerlich gesehen wieder ähnlich wird. Damit hätten wir den gleichen Ritus, vielleicht mit zwei verschiedenen, kleineren Varianten. Aber das war in der Kirche immer üblich.

Der Ritus soll den ständigen, unveränderlichen Glauben aller Generationen, die vor uns gelebt haben, deutlich zum Ausdruck bringen. Das tut natürlich die überlieferte Form der Messe viel deutlicher. Man sollte sie deswegen nicht die außerordentliche Form nennen, weil sie die ständige Form der Messe war und ist. Die ständige also die konstante Form der Liturgie ist die überlieferte. Sie hat Heilige nicht nur über Jahrzehnte oder Jahrhunderte, sondern mehr als ein Jahrtausend lang geformt und damit bewiesen, welche große geistige Kraft, Nutzen und Wirkung diese Form der heiligen Liturgie und Messe gehabt hat.

Somit sollte die neue Form der Messe – die neue Messe, wie man sie nennt – wieder in allen wesentlichen Elementen zur überlieferten Form zurückgeführt werden. Dann haben wir die Einheit – auch im Glauben und in der Liturgie. Dann hätten wir keine Verfolgungen jener Gläubigen mehr, die noch die überlieferte Form lieben und feiern. Das wünsche ich mir.

Mit Amoris laetitia sehen wir dasselbe, wie mit der Messe. Man sagt uns die Ehelehre bleibt unverändert. Aber gleichzeitig duldet man langsam immer mehr Zweitehen und Wiederverheiratete in der Kirche. Ist das nicht pharisäisch, das eine zu sagen und das andere zu tun?

Natürlich: Das ist pharisäisch. Das hat der Herr bei den Schriftgelehrten und den Pharisäern beanstandet – dass die nach außen etwas tun und eine andere Gesinnung haben. Das ist typisch pharisäisch.

Ganz konkret: In den ersten Jahrhunderten gab es eine große Häresie, die sich auch in die Kirche eingeschlichen hat, den Gnostizismus, die Gnosis.

Die Trennung zwischen dem, was man glaubt oder denkt und dem, was man in der Praxis tut, war ein Grundpfeiler der Identität der Gnostiker. Sie haben diesen Gegensatz gerechtfertigt. Das wurde durch ihre Theorien sogar legitimiert. Wir hatten also schon solche Beispiele. Die Apostel haben sich in ihrer Predigt und Lehre dagegen gewendet.

Vor allem der heilige Paulus schreibt oft und ermahnt die Gläubigen, so zu leben, wie sie innen glauben und denken.

Unser Herr hat das schon gesagt „Derjenige liebt mich, der meine Gebote hält“. Nicht nur wer seine Gebote kennt oder an sie glaubt. Der Herr hat ja auch gesagt „Nicht jeder der „Herr, Herr“ sagt, kommt ins Himmelreich, sondern jener, der den Willen meines Vaters tut“. Da war die Betonung auf dem Tun. Oder wo er gesagt hat: „An jenen Tagen werden viele kommen und sagen „Herr ich habe doch in deinem Namen gepredigt, also die Lehre verkündet und sogar Wunder gewirkt.“ „Ich kenne euch nicht, weichet von mir, ihr Übeltäter. Ihr habt Schlechtes getan.“

Dann ist natürlich die große Stelle im Neuen Testament, die gegen die angesprochene Theorie von Auslegung und Anwendung von Amoris Laetitia ist, im Jakobus-Brief: „Der Glaube ohne Werte ist tot“. Was nützt dir der Glaube an die Unauflöslichkeit der Ehe, wenn du sie durch deine Tat verleugnest, durch Zweitheirat. Oder noch schlimmer: Was nützt es dir, Bischof oder Kardinal oder Priester, wenn du behauptest, du glaubst an die Unauflöslichkeit der Ehe, aber die Zweitehe [legitimierst]? Letztlich den Ehebruch, es gibt nur eine Heirat, eine gültige Ehe – die anderen leben in einer ungültigen Verbindung, wenn man so echt und konkret formuliert. Dass sie [Kleriker] diese Menschen sogar in ihrer Handlung gegen das Gebot Gottes bestärken und sie somit in eine große Gefahr bringen; diese Menschen, die in einer Zweitverbindung leben und dann sogar zur Kommunion dürfen.

Durch diese irrige Auslegung von Amoris Laetitia, ich meine die praktische Anwendung, bringen die Bischöfe und Priester die Menschen in Gefahr, so dass sie einmal selbst von JEsus die Worte hören werden im Gericht: „Ich kenne euch nicht. Ihr habt nicht den Willen meines Vaters getan. Ihr habt sie [die Lehre] gekannt. Ihr habt gewusst, dass die Ehe unauflöslich ist, Ihr habt es ja so gesagt.“

Somit sehe ich diese irrige und gefährliche Anwendung und Auslegung von Amoris laetitia als große Gefahr für das Seelenheil der Menschen und eine enorme Verantwortung jener in der Kirche, die das fördern und solche Normen herausgeben.

Sie werden sogar noch viel strenger bestraft als jene, die das [Ehebruch] tun. Die Hirten in der Kirche müssten es wissen. In diesem Fall bestärken sie die Gläubigen noch, gegen den Willen Gottes zu leben. Sie geben ihnen einen Freibrief für diese Lebensweise. Dafür werden sie vom Herrn sicherlich sehr streng gerichtet und das ist kein Kinderspiel. Jetzt können sie vielleicht lachen und sagen: „Das ist eigentlich eine Bagatelle. Man soll den Menschen entgegenkommen.“ Dafür ernten die die Bischöfe, die diese Normen herausgeben, von der Welt Beifall. Aber wenn sie vor den Richterstuhl Gottes kommen, dann werden sie keinen Beifall mehr hören. Da wird kein Beifall mehr sein. Dann werden sie armselig vor dem Richterstuhl Gottes stehen und sagen: „Hätte ich das doch nicht getan. Hätte ich doch auf die Stimmen vieler guter Gläubiger gehört, die mich gewarnt haben. ‚Bitte nicht solche Normen herausgeben, das schadet dem Seelenheil‘.“ Dann wird es zu spät sein.

Somit sind jene Kardinäle, Bischöfe und Priester, die ihre Stimme erhoben haben gegen die gefährlichen und dem Seelenheil schadenden Anwendungsnormen von Amoris Laetitia ein Akt der Nächstenliebe, der brüderlichen Sorge auch für die Bischöfe, die den irrigen Weg gehen.

Sie haben in den letzten Jahren mehrere Bekenntnisse, auch zur Ehelehre und zum katholischen Glauben allgemein, mit anderen Bischöfen verfasst und herausgebracht. Der Vatikan hat diese Dokumente im Wesentlichen ignoriert. Braucht es weitere Erklärungen?

Das, was bisher veröffentlicht und erklärt wurde, ist an sich genügend. Man kann nicht mehr hinzufügen. Wir haben nur die beständige Lehre der Kirche noch einmal wiederholt und bekannt. Wenn man deswegen Kritik erntet, weil man das bekennt, was die Kirche zweitausend Jahre bekannt hat, dann ist diese Kritik sicherlich unbegründet. So eine Kritik müsste uns eigentlich zur Ehre gereichen, weil wir nur das getan haben was alle Apostel, Kirchenväter, alle Päpste und alle Heiligen zweitausend Jahre – zum Beispiel bezüglich der Ehe – gelehrt haben. Wir haben nichts Eigenes behauptet. Mehr konnten wir nicht.

Wir haben die wichtigsten Punkte erwähnt und die gefährlichsten Aussagen oder Normen auch erwähnt, die geändert werden sollten oder im Lichte des Wortes Gottes und der unveränderlichen Lehre der Kirche geklärt werden sollten. Somit können wir zu dem Thema der Ehe und Familie keine weiteren Erklärungen mehr abgeben.

Wir haben vor kurzem auch einen Hirtenbrief zum Thema der Empfängnisverhütung und der Weitergabe des menschlichen Lebens herausgegeben. Hierbei haben wir die beständige Lehre der Kirche im Wesentlichen zitiert und noch einmal bekannt. Somit haben wir uns zu den wichtigsten Themen von Ehe und Familie geäußert. Falls in Zukunft eine andere Glaubenswahrheit öffentlich in Frage gestellt wird oder uminterpretiert wird – nicht im Sinne der beständigen Lehre oder ein wesentlicher Punkt der Kirche – dann müssten wir vom Neuen unsere Stimme erheben und den beständigen Glauben der Kirche bekennen.

Ein Punkt, den man im Jahr 2019 ändern wird, ist der Zölibat. Das Vorbereitungsdokument [für die Amazonas-Synode] vom 8. Juni kündigt an, dass man offizielle Ämter für Frauen erfinden will und auch neue pastorale Formen der Priesterehe. Welche Konsequenzen kommen auf uns zu, wenn diese beiden Dinge eingeführt werden?

Ich denke, die Aufhebung des Zölibats wäre de facto damit [Aufhebung im Amazonas-Gebiet] gegeben: Wir brauchen nicht wirklich intelligent sein, um das gleich zu sehen. Wir sind ja keine kleinen Kinder. Wenn im Amazonas-Gebiet verheiratete Männer zu Priestern geweiht werden, die ihr Eheleben weiterführen und Kinder zeugen, ist das gegen die beständige Überlieferung der Kirche.

Der Zölibat ist eine apostolische Überlieferung. Das ist kein reines Kirchenrecht. Das hat schon der heilige Augustinus gesagt und die Synode von Karthago: „Das ist eine Überlieferung, die uns die Apostel überliefert haben.“ Die wussten im vierten Jahrhundert noch besser, was apostolische Überlieferung ist als wir heute. Auf das stützen wir uns.

Alle Päpste haben von Neuem eingeschärft, dass die völlige Enthaltsamkeit eine apostolische Norm ist, die nicht in unserer Verfügung steht.

Die erste Kirche, die von dieser Norm abgewichen ist, war die griechische Kirche im siebten Jahrhundert. Der Heilige Stuhl der Römischen Kirche hat das niemals akzeptiert und seit zweitausend Jahren die Enthaltsamkeit gegen alle Widerstände verteidigt. Man hat der griechisch-katholischen Kirche nur erlaubt, als Zugeständnis, ihre Tradition fortzuführen.

Ich denke, dass die Römische Kirche den Zölibat niemals aufheben sollte, das wäre direkt gegen die apostolische Überlieferung. Es wäre ein Domino-Effekt, dann [Aufhebung im Amazonas-Gebiet] würde ein anderer Bischof kommen und sagen: „Wir haben eine ähnliche Situation“.

Damit wäre nach einer kurzen Zeit die apostolische Überlieferung des Zölibats in der katholischen Kirche vernichtet. Das darf nicht sein. Ich hoffe, dass die Vorsehung Gottes dies nicht zulassen wird.

Die andere Frage zu den Ämtern für die Frauen ist sehr undeutlich. Man weiß nicht, was man darunter versteht. Sicher keine sakramentale Weihe. Das ist ausgeschlossen. Vielleicht wird man wie in Deutschland ein Amt der Pastoralassistentinnen einführen, die eine Segnung bekommen. Diese Assistentinnen predigen ja auch schon oft im deutschsprachigen Raum und leiten sogenannte Wort-Gottesdienste mit Kommunion-Feiern. Das ist jetzt schon keine Seltenheit in der westlichen Welt: Eine Frau steht am Altar, leitet praktisch den Gottesdienst mit Ausnahme des Kanons, teilt die Kommunion aus und predigt. Das haben wir

Ich hoffe, dass die Vorsehung Gottes die Enthaltsamkeit bewahren wird. Dafür müssen wir beten und den Heiligen Geist anflehen.

Haben Sie noch ein ermutigendes Wort für die Katholiken in dieser Zeit der Kirchenkrise?

Ja. Der heilige Paulus hat gesagt „Wo die Sünde mächtig wurde, da ist die Gnade übergroß geworden.“ Ich würde sagen, heute wo die Verwirrung und die Dunkelheit in der Kirche überhandnimmt, nimmt auch die Gnade und das Licht überhand.

Ich sehe, dass der Heilige Geist in der ganzen Welt am Werk ist, nämlich durch die vielen kleinen Gruppen von jungen Familien mit Kindern, durch viele Jugendliche, junge Priester, die wieder die Schönheit und die Vollständigkeit, die Reinheit des katholischen Glaubens lieben und leben. Auch die Schönheit der Liturgie lieben und leben; und sich bemühen, durch das persönliche, sittliche Leben in dieser Welt von heute ein Zeugnis zu geben. Das ist schon im Gange. Sie sind natürlich im Vergleich zur großen Masse in der Kirche eine kleine Minderheit. Aber sie ist stark vor Gott.

Gleichzeitig ist der kirchliche Apparat, oder ich nenne ihn: die kirchliche Nomenklatur. Sie ist eigentlich schon zersetzt vom Geist dieser Welt. [Der Begriff „Nomenklatura“ bezeichnet im Kommunismus das Verzeichnis der Führungspositionen in der Partei]. Es fehlt die übernatürliche Sicht, der übernatürliche Glaube. Diese Menschen sind zum großen Teil eingedrungen in die wichtigsten Positionen der Ämter in der Kirche.

Die Mitglieder der kirchlichen Nomenklatur meinen, sie sind stark, weil sie Ämter haben und über die Kleinen Macht ausüben und diese unterdrücken können. Aber es ist nur eine Macht der Verwaltung, nicht mehr. Die haben Macht. Die haben vielleicht Geld. Die haben Ansehen. Die Welt ist ihnen gut gesinnt. Die Medien loben sie. Nur das ist ihre Macht.

Die Kleinen, die sie [Mitglieder der Nomenklatur] unterdrücken und denen sie die heilige Messe im überlieferten Ritus oder den Katechismus aller Zeiten verbieten, können den Bischöfen und Geistlichen sagen: „Wir haben den Glauben, ihr aber habt nur Macht, Geld, Ansehen dieser Welt. Wir aber haben den Glauben. Somit sind wir reicher und mächtiger.“ Das ist unsere Hoffnung: Dass der Heilige Geist auch heute in der Kirche wirkt und den Boden durch viele kleine Gruppen vorbereitet, die ich den Frühling der Kirche nenne. Das Schnee-Winterfeld der Kirche heute wird schön langsam durchsetzt von Schneeglöckchen, die den Frühling ankündigen. Das sind diese vielen kleinen Gruppen, die keine Macht haben, die unterdrückt werden, aber die vor Gott Macht haben. Darauf kommt es an.

Die Mutter Gottes ist unsere Mutter, die Mutter der Kirche und sie hält uns und die ganze Kirche in ihren Händen. Sie ist die Besiegerin aller Häresien.

Katharina von Genua: Traktat über das Fegefeuer (12 von 21)

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Worum geht es hier? Dass man selbst von sich selbst freiwerden muss. 

[…] wenn eine Tätigkeit vollkommen sein soll, muß sie gewirkt werden in uns ohne uns,“

Und wann gelingt es? Durch die Reinigung Gottes, spätestens im Fegefeuer. Und daher ist die sog. „subjekttheoretische Wende“ in der Theologie, die wir dem deutschen Idealismus und Rahner verdanken solch ein Unsinn. Weil der Mensch permanent um sich selbst kreist (Wie geht es mir denn heute?) und so niemals von sich selbst frei werden kann. Er denkt noch dies sei religiös und Gott gewollt. Nochmals zum Mitschreiben: in der Religion geht es um Gott, im Novus Ordo geht es um den Menschen. Der Teufel ist ein guter Verführer. Er schmeichelt zuerst dem Menschen sehr, um ihn dann später zu verderben. Seien wir klüger, werden wir frei von uns selbst.

XII. Kapitel

Wisse, daß das, was der Mensch in sich für Vollkommenheit hält, vor Gott ein Mangel (Defekt) ist. Mit all dem, was der Mensch unter dem Schein der Vollkommenheit tut, wie immer er es sieht, hört, versteht, will oder im Gedächtnis hat, in all dem befleckt er sich. Denn wenn eine Tätigkeit vollkommen sein soll, muß sie gewirkt werden in uns ohne uns, was den innersten Beweggrund betrifft; und die Tätigkeit Gottes muß in Gott ohne den Menschen sein.

Das ist jene Tätigkeit, die Gott in jenem letzten Stadium der Einwirkung auf die Seele durch die reine, lautere Liebe aus sich allein wirkt. Diese Einwirkung Gottes auf die Seele ist so durchdringend und glühend, daß der Leib, der die Seele umschließt,

zu vergehen scheint; es ist, wie wenn die Seele in einem gewaltigen Feuer stünde und bis zum Tod nie mehr Ruhe bekäme. Die Liebe Gottes, die in die Seele über-strömt, gibt ihr aber (nach dem, wie ich es sehe) eine solche Zufriedenheit ein, wie man dies gar nicht schildern kann. Diese Zufriedenheit aber nimmt den Seelen, die im Fegfeuer sind, nicht einen Funken der schmerzlichen Pein. Gerade dadurch, daß die Liebe in ihnen noch behindert ist, entsteht ja in ihnen die schmerzliche Pein. Und diese Pein ist um so schmerzlicher, je vollkommener die Liebe ist, zu der Gott die Seele fähig macht. So haben die Seelen in der Läuterung des Fegfeuers zugleich allergrößte Zufriedenheit (und Freude) und allergrößte Pein, und das eine hebt das andere nicht auf.

Father Ripperger, Warum verhüllen wir etwas? Die Theologie des Verhüllens (7 von 7)

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Auch der Heilige Irenäus schreibt, dass der Heilige Petrus Linus geweiht hat und ihn als seinen Nachfolger genannt hat. Er wurde gemartert und direkt neben dem Hl. Petrus bestattet. Man entdeckte schließlich seine sterblichen Überreste mit einer Inschrift von Linus direkt neben der Stelle, an der die sterblichen Überreste von St. Peter gefunden wurden.

Der Heilige Hippolytus von Rom beschreibt im zweiten Jahrhundert ganz klar die Theologie des Verhüllens. In Bezug auf die Heilige Praxis lehrt er die Katechumenen, jene, die demnächst katholisch werden [sich taufen lassen]: „Ferner, lasst alle Frauen ihr Haupt mit einem Schal verhüllen, aber nicht nur mit einem aus Leinen, weil dies keine ausreichende Bedeckung ist …‟ Er geht also sogar ins Detail.

Im dritten Jahrhundert schreibt der Heilige Clemens von Alexandria in seinem Buch über die Anweisungen, Buch 3, Kapitel 11:

„Denn dies ist der Wunsch des Logos, das ist der Sohn Gottes, das ist Jesus Christus.‟

Die Heiligen Hieronymus, Augustinus, Chrysostomus, Thomas von Aquin und viele andere lehren, dass die Frau sich in der Kirche zu verhüllen hat. Diese Lehre ist also klar und deutlich alt und apostolisch, sie hat die Heilige Schrift als Beweis und die Heilige Tradition. Dies heißt, dass dies eine unfehlbare Lehre ist, die nicht geändert werden kann.

Und schließlich  haben wir sogar noch das kirchliche Lehramt, das es schon zu Zeiten von Papst Linus gab. Im Codex Iuris Canonici, dem kirchlichen Gesetzbuch, von 1917 in Kanon 1262 wird ganz klar festgestellt, dass die Frau ihr Haupt zu bedecken und sich schlicht zu kleiden hat, besonders, wenn sie sich dem Heiligen Tisch Gottes nähert. Heutzutage wird argumentiert, dass wir nun den CIC von 1983 haben und darin nichts davon steht, dass die Frau ihren Kopf zu bedecken habe.

Dies ist ein Trugschluss und ein falsches Argument sowie ein völlig falsches Verständnis des Kirchengesetzes. Denn auf den ersten Seiten des CIC von 1983 steht geschrieben, wie man dieses Gesetzbuch zu interpretieren und zu verstehen hat.

Drei der Kommentare passen zum Thema:

Kanon 20 a sagt, dass Teile des bestehenden Gesetzes nur abgeschafft sind, wenn dies ausdrücklich geschrieben steht oder das neue Gesetz ausdrücklich das Gegenteil von dem verlangt, was im alten Gesetzbuch steht. Aber dies ist hier nicht der Fall.

Kanon 21 sagt, dass im Zweifelsfall das alte Gesetz nicht widerrufen ist, vielmehr das ältere Gesetz zum neuen dazugehört und soweit möglich mit ihm harmonisiert.

Wenn also das neue Gesetz dem alten nicht ausdrücklich widerspricht, harmonisiert es mit ihm. Da der CIC von 1983 dem von 1917 im Fall der Mantilla also nicht widerspricht, harmonisiert es mit ihm.

Kanon 28 sagt, dass, wenn eine Änderung nicht ausdrücklich ausgesprochen wird, es nicht jahrhundertealten Gebräuchen widerspricht. Das heißt, dass alte Bräuche wie das Tragen einer Mantilla einfach weitergeführt werden, weil dem nicht explizit im CIC von 1983 widersprochen wird. Wir können diese uralte Tradition nicht zerstören. Und sie konnten es nicht, denn sonst hätten sie der Heiligen Schrift selbst widersprochen, der Tradition, dem Heiligen Petrus, dem Heiligen Linus und all den anderen großen Heiligen.

Was sehr interessant ist und oft erwähnt wird ist, dass in den 1940er und 50er Jahren es modern wurde, Hüte anstelle der Mantilla zu tragen, was der erste Schritt war … schon vor dem II. Vaticanum. Es gab also schon einen wachsenden Trend des Ungehorsams. Dieser hatte viel mit der Gleichheit der Frau zu tun und weniger mit dem katholischen Glauben. Es drehte sich alles um die falschen Werte der Welt, einer Welt, die Gott nicht kennt. Und nach dem II. Vatikanum, 1965 und nach der Novus-Ordo-Messe 1969 und der Sexuellen Revolution und „Befreiung‟ der 1960er Jahre trugen viele Frauen die Mantilla einfach nicht mehr. Es ist nicht so, dass ein Priester gesagt hätte, die Frauen sollten die Mantilla nicht mehr tragen, nur haben die Priester diese große Verletzung des Kirchenrechts und des Göttlichen Gesetzes nie korrigiert.

Es gibt sogar einen berühmten Vorfall, als Anibale Bugnini – der freimaurerische Architekt des Novus Ordo – aus einer der Sitzungen des Konzils kam und auf die Frage eines Journalisten den Medien sagte, dass das Konzil sich damit nicht befasse, die Medien verkündeten, dass das Tragen der Mantilla nun nicht mehr verlangt werde.

Es wurde also ein falsches Verständnis der Mantilla verbreitet bezüglich der Gleichheit und Freiheit. Die Frauen verließen diese unsterbliche Tradition und die Kirchenoberen stand tatenlos daneben.

Wir haben das Problem der Nachlässigkeit, wo das Kirchengesetz, die Theologie, die Heilige Schrift und die Tradition nicht mehr gestärkt werden.

Der Grund, dass die Frauen das Tragen der Mantilla aufgegeben haben ist meiner Meinung nach – Sie können es sich sicherlich schon denken – der, dass die Frauen den ein oder anderen der genannten Punkte, oder auch mehrere, als Erlaubnis betrachten, die Mantilla nicht (mehr) zu tragen. Aber das Beispiel anderer Frauen, ein genereller Ungehorsam eines Teils der Kirche und die Unterlassung der Stärkung des Kirchenrechts – viele kennen nicht einmal das Kirchenrecht … falsche intellektuelle Argumente welche die Heilige Schrift und die Tradition relativieren, das Verschleiern der Geschlechterunterschiede, die Identitätskrise, die heutzutage ein großes Problem ist.

Manchmal sieht man jemanden auf der Straße laufen und weiß nicht ob das ein Mann oder eine Frau ist, und sie ziehen sich absichtlich so an. Dies ist eine Verschleierung der geschlechtlichen Identität.

Wenn also die Mantilla dazu da ist, die Frau als solche in ihrer Weiblichkeit zu ehren, die Kultur und Gesellschaft im Großen und Ganzen aber versuchen, die Rollen von Mann und Frau zu zerstören, dann stellen sie der Mantilla nach. Und ob Sie es glauben oder nicht, dies ist alles eng verwoben mit der Zerstörung der Familie, der Ehe, sogar mit der gesamten homosexuellen, sodomitischen, lesbischen Bewegung. Glauben Sie mir, sie haben enge Kontakte. Warum gestehen die Leute das nicht ein oder nehmen es wahr?

Andere Gründe, warum die Mantilla zurückgewiesen wurde: Mangel an Respekt vor der Heiligen Eucharistie oder Mangel an Glauben an die Heilige Eucharistie. Das ist einer der Gründe, warum sie die Mantilla nicht tragen. Aber Sie sehen das in so vielen Dingen: warum macht man keine Kniebeuge mehr? Warum glauben wir tatsächlich, dass wir unseren Herrn in der Hand empfangen können? Weil der Respekt vor unserem Herrn verloren gegangen ist. „Dies ist eine Zurückweisung der Hierarchie und der Ordnung, die Gott uns gegeben hat.‟ Das ist eine falsche Befreiung. Das ist sogar eine komplette Versklavung der Frau durch ihre Leidenschaften und durch den Mann.

Ein anderer Grund, warum die Mantilla zurückgewiesen wird ist, liegt in der herrschenden Haltung gegen das Leben in unserer Kultur des Todes, eine Haltung, die Mann und Frau in Gesellschaft und Kultur beherrscht, die gegen das Leben sind. Und deshalb wird die Mantilla abgelehnt. Weil Reinheit und Anstand in unserer Gesellschaft zurückgewiesen werden, wird die Rolle der Frau zurückgewiesen. Wird die Rolle der Frau zurückgewiesen. Es gibt also eine Logik hinter der Weigerung, die Mantilla zu tragen. Wenn man nicht anständig und rein sein möchte, wenn man die Rolle der Frau ablehnt, wenn man Gott in der Heiligen Eucharistie nicht verehren möchte.

Und warum sollte man – umgekehrt – eine Mantilla tragen; wenn man all dies tun möchte, sollte man die Mantilla tragen. Und zuletzt ein Grund, der all dies umfasst, ist die Weigerung so zu sein wie die selige Jungfrau Maria, unsere Mutter. Und in der Kirche von heute gibt es eine große Ignoranz bezüglich Maria. Zu viele messen heutzutage der Verehrung Marias zu wenig Bedeutung zu. Jedoch ist sie die vollkommene Christin, das Modell und Vorbild für uns alle.

Niemand kommt in den Himmel, der Maria nicht verehrt. Sie ist die Vermittlerin aller Gnaden. Heutzutage weist nicht nur die Welt, sondern auch die Kirche Maria zurück.

Denken Sie nur daran, wie die Kirche sich weigerte, ihre Botschaften zu befolgen, die sie uns in Fatima mit solch mütterlicher Fürsorge gebracht hat. 95 Jahre später hat die Kirche ihr immer noch nicht gehorcht.

Und all dies, was die Mantilla umfasst – wir sehen die starken Kräfte, die gegen all dies stehen; daraus erkennen wir, dass die Mantilla sehr wichtig ist.

Sie ist aus all den Gründen wichtig, die hier erwähnt sind, und heute insbesondere wenn wir gegen diese Kultur kämpfen müssen, diese Kultur, die sogar in die Kirche eingedrungen ist, welche den Novus Ordo oder die Liturgie durchdringt. Wir müssen sie bekämpfen und die Mantilla aus all diesen Gründen tragen.

Meine Hoffnung ist, dass Sie alle sich dies und die anderen Artikel gründlich einprägen und zu Herzen nehmen und etwas daraus lernen, und dass Sie sich wirklich davon überzeugen, warum die Mantilla so wichtig ist und sie auch tragen. Dann werden Sie die Mantilla nie mehr einfach so tragen, weil es Tradition ist oder weil sie einfach schick aussieht, weil ich das so mag oder warum auch immer … Dies ist ein Teil des Kampfes um das Leben, ein Teil des Kampfes um das Evangelium und dies ist der Grund, warum jede Frau eine Mantilla tragen sollte, denn wir müssen dahin zurückkehren, ernsthaft zu glauben, dass Jesus in der Heiligen Eucharistie gegenwärtig ist, wirklich an die Ordnung zu glauben, die Gott geschaffen hat. Das Leben ist heilig! Die Frau ist einzigartig in ihrer Weiblichkeit! Sie muss geehrt und respektiert werden als ein heiliger Tabernakel, den Gott gemacht hat, dass er sei. Die Mantilla verkündet und wahrt all dies.

Lassen Sie uns das Gesagte nun mit dem Ave Maria beschließen:

Gegrüßet seist du, Maria, …

Predigten zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage 1 – Vierter Sonntag nach Pfingsten

Evangelium des vierten Sonntags nach Pfingsten

Lk 5, 1 – 11 Jesus stand am See Genezareth, und das Volk umdrängte ihn, um das Wort Gottes zu hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer waren ausgestiegen und reinigten ihre Netze. Er stieg in eines der beiden Boote, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Lande abzustoßen. Und er setzte sich und lehrte das Volk vom Boote aus. Als er seine Rede beendet hatte, sprach er zu Simon: „Fahr hinaus auf die hohe See und werft eure Netze zum Fange aus.“ „Meister,“ entgegnete Simon, „die ganze Nacht haben wir uns abgemüht und nichts gefangen! Aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.“ Sie taten es und fingen eine so große Menge Fische, daß ihre Netze zu reißen drohten. Darum winkten sie ihren Gefährten in dem anderen Boote, sie möchten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und man füllte beide Boote, so daß sie beinahe versanken. Als Simon Petrus das sah, fiel er vor Jesus auf die Knie und sprach: „Herr, geh hinweg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch!“ Denn Staunen hatte ihn und alle seine Gefährten ergriffen wegen des Fischfanges, den sie gemacht hatten; ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Gefährten waren. Doch Jesus sprach zu Simon: „Fürchte dich nicht, von nun an sollst du Menschenfischer sein.“ Dann zogen sie die Boote ans Land, verließen alles und folgten ihm nach.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Bischof Ambrosius:

Nachdem der Herr vielen verschiedenartige Heilung gewährt hatte, ließ sich die Volksmenge weder durch den Ort, noch durch die Zeit von dem Verlangen nach Heilung abbringen. Es stand der Abend bevor, sie folgten; es stelle sich der See in den Weg, sie drängten, und deshalb stieg er in das Schiff des Petrus. Das ist jenes Schiff, das nach Matthäus immer noch auf den Wogen treibt, nach Lukas sich mit Fischen füllt, so dass man daraus sowohl den Anfang der auf den Wogen treibenden Kirche, als auch die späteren Ereignisse derselben in ihrem üppigen Wachsen erkennen kann. Die Fische sind nämlich jene, die in diesem Leben umherschwimmen. Dort tritt auch für die Jünger Christus als Schlafender auf, hier als Lehrer; er zeigt sich schlafend den Lauen, wachend den Vollkommenen.

V. Du aber, o Herr, sei uns gnädig. R.Gott sei Dank gesagt.

Kirchengebet

Verleihe, o Herr! daß unter deiner Leitung in der Welt Alles einen friedlichen Fortgang habe, und deine Kirche sich ungestörter Andacht freue! Amen.

Proprium missae – Dominica IV post Pentecosten

INTROITUS
Ps 26:1; 26:2
Dóminus illuminátio mea et salus mea, quem timebo? Dóminus defensor vitæ meæ, a quo trepidábo? qui tríbulant me inimíci mei, ipsi infirmáti sunt, et cecidérunt.
Ps 26:3
Si consístant advérsum me castra: non timébit cor meum.
V. Glória Patri, et Fílio, et Spirítui Sancto.
R. Sicut erat in princípio, et nunc, et semper, et in saecula saeculórum. Amen
Dóminus illuminátio mea et salus mea, quem timebo? Dóminus defensor vitæ meæ, a quo trepidábo? qui tríbulant me inimíci mei, ipsi infirmáti sunt, et cecidérunt.
Der Herr ist mein Licht und mein Heil, wen sollte ich fürchten? Der Herr ist der Beschützer meines Lebens, vor wem sollte ich zittern? Die Feinde, die mich rings bedrängen, – kraftlos stürzen sie zu Boden.

Stünde selbst ein Kriegsheer gegen mich: mein Herz kennt keine Furcht.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.

R Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

Der Herr ist mein Licht und mein Heil, wen sollte ich fürchten? Der Herr ist der Beschützer meines Lebens, vor wem sollte ich zittern? Die Feinde, die mich rings bedrängen, – kraftlos stürzen sie zu Boden.

GRADUALE
Ps 78:9; 78:10
Propítius esto, Dómine, peccátis nostris: ne quando dicant gentes: Ubi est Deus eórum?
V. Adiuva nos, Deus, salutáris noster: et propter honórem nóminis tui, Dómine, líbera nos.
Übe Nachsicht, o Herr, mit unseren Sünden, auf daß nicht die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? V Hilf uns, o Gott, Du, unser Heil; Herr, um der Ehre Deines Namens willen mach uns frei.

ALLELUIA
Ps 9:5; 9:10
Allelúia, allelúia.Deus, qui sedes su per thronum, et iúdicas æquitátem: esto refúgium páuperum in tribulatióne. Allelúia.
Alleluja, alleluja.

O Gott, Du sitzest als gerechter Richter auf dem Throne und richtest nach Gerechtigkeit: sei Du der Armen Zuflucht in der Not. Alleluja.

OFFERTORIUM
Ps 12:4-5
Illúmina óculos meos, ne umquam obdórmiam in morte: ne quando dicat inimícus meus: Præválui advérsus eum.
Mach hell meine Augen, damit ich nicht sinke in Todesschlaf. Mein Feind soll sich nicht rühmen dürfen: Bezwungen hab ich ihn.

COMMUNIO
Ps 17:3
Dóminus firmaméntum meum, et refúgium meum, et liberátor meus: Deus meus, adiútor meus.
Der Herr ist mein Fels, mein Hort und mein Befreier: mein Gott, mein Helfer!