Tradition und Glauben

Nuntius Viganò oder wie Blogger die Kirche retteten

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Die heutigen Nachrichten bringen die Story, wie es eigentlich dazu kam, dass Erzbischof Viganò seinen hochbrisanten Bericht verfasste. Er verfasste ihn, wie onepeterfive berichtet, nach mehreren Treffen mit dem italienischen Blogger A.M. Valli, welcher diesen Blog betreibt. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) kennt diesen Blog nicht, der jedoch, so Msgr. Viganò  im Vatikan gelesen und geschätzt wird. Wir verweisen unsere Leser zum Beiboot Petri, ebenfalls einem Blog, der über diese ganze Angelegenheit auf Deutsch berichtet und springen gleich zur theologisch-moralischen Auswertung dieses Ereignisses. Fassen wir zusammen:

    1. Es gibt im Vatikan, unter den Erzbischöfen gar, gläubige Katholiken, welche die Hölle fürchten und sich wenig um das Urteil der Menschen kümmern.
    1. Diese Prälaten haben niemanden mit dem sie sich austauschen oder dem sie vertrauen können, denn Msgr. Viganò hat selbstständig einem ihm fremden Blogger kontaktiert und ihm sein Herz ausgeschüttet.
    1. Msgr. Viganò  fürchtet um sein Leben und ist nun untergetaucht.
    1. Msgr. Jean François Lantheaume, ein ehemaliger erster Berater der Nuntiatur im Washington, der den Bericht von  Msgr. Viganò bestätigte, scherzte (?) auf Facebook, dass, falls man ihn mit einer Kettensäge zersägt auffindet, dies doch kein Selbstmord gewesen sein wird.
  1. Msgr. Viganò hat sein Memorandum mehreren Bloggern aus mehreren Ländern gegeben, um sicherzustellen, dass es veröffentlicht wird.

Wie korrupt ist doch die Kirche, welche theoretisch über den besten diplomatischen Dienst der Welt verfügt, dass ein 78-jähriger Nuntius, der sich wirklich auskennt, zu solchen Mitteln greifen muss. Wie verzweifelt müssen die Guten im Vatikan sein, dass sie Laien außerhalb des Gefängnisses kontaktieren. Ann Barnhardt erhält einen ganzen Strom von Informationen, wir leider (noch?) nicht. Wie machtlos muss sich doch ein Erzbischof fühlen, um zu solch außergewöhnlichen Mitteln zu greifen. Uns wundert es nicht, nach Ann Barnhardt, gehört nur 10% der Vatikanmitarbeiter – wir meinen hier ULG (unsere lieben Geistlichen), nicht die Putzfrauen oder Schweizer Gardisten – nicht der Schnittmenge Sodomit/Freimaurer an. Dies bedeutet es kann sich bei diesem „heiligen Rest“ um heterosexuelle Konkubinarier oder Novus Ordo Anhänger handeln. Das sind jetzt die Guten.

Es gab Zeiten, wo sich DSDZ sehr einsam fühlte und überlegte, ob er der einzige Katholik oder einigermaßen anständige Mensch auf der ganzen Welt sei. Er hatte aber niemals den Mut oder war vielleicht zu zartfühlend, irgendjemand aufzusuchen und ihm sein Leid zu klagen. Mit dem geistlichen Wachstum ist das Gefühlt der Einsamkeit oder der Vereinsamung völlig verschwunden, wie auch das Gefühl der Frustration. DSDZ vertrauten und vertrauen sich viele Menschen an, auch Geistliche. Es wundert ihn immer wieder, wie wenig Rückhalt die geistliche Gemeinschaft doch bietet, wie allein oder vereinsamt diese Menschen doch sind, wie wenig sie doch die spirituelle Theologie kennen. DSDZ klagt nicht mehr, er weiß, dass das geistliche Leben Anno Domini 2018 ein Leben an der Front ist, wo man immer, obzwar abwechselnd, beschossen und angegriffen wird. Er hat das kirchliche Leben kennengelernt, wenn man diese Erfahrungen extrapoliert und auf den Vatikan hochrechnet, so kann er voraussehen, wie es dort zugeht. Sodom und Gomorrha, insbesondere Sodom. Es scheint wirklich jetzt der Fall zu sein, dass die einzigen, die katholische Nachrichten verbreiten Blogger – also ehrenamtliche Laien – sind. Sie sind auch die einzigen, denen man trauen kann. Manche von ihnen verbreiten auch die katholische Lehre, wie wir – die Unwürdigen. Alle Nachrichtenagenturen, Fernsehstationen, Orden, Verlagshäuser sind von Häresie und Korruption verseucht. Die Hobbyisten also wurden zu Profis, weil keine Profis da sind.

Kommen wir aber zum praktischen Teil der Überlegungen. Msgr. Viganò  taucht unter, er muss also jemanden haben, bei dem er untertauchen kann. Natürlich kann der Vatikan einen Auftragsmörder anheuern, um noch mehr Angst zu schüren und/oder sich rächen. DSDZ wird sich innerhalb des nächsten Jahres eine neue Bleibe suchen müssen, da das Haus, in dem er wohnt umgebaut wird. Er überlegt, wie viele Zimmer er brauchen wird, doch die letzten Ereignisse zeigen ihm, dass ein gläubiger Katholik ein zusätzliches Gästezimmer oder einen Keller haben sollte, um untertauchende ehemalige päpstliche Nuntien zu verstecken. So käme DSDZ zu seinem Traum täglich eine Tridentinische Messe zuhause haben zu können. (Sollte der Nuntius sie nicht können, dann wird er sie lernen!) Natürlich stellen sich da andere Fragen:

  • Wie viel und was wird er essen?
  • Was wird er kosten?
  • Wird er im Haushalt nützlich sein?
  • Verfügt er über WG-Erfahrung?
  • Wird er nicht nerven?

Die jetzige Wohnung von DSDZ ist zu klein, er besitzt nur ein Bett und wir wollen gar nicht mit den McCarrick-Geschichten anfangen. Vielleicht sollten sich unsere Leser auch die Frage stellen:

 

Reicht mein Keller für den flüchtigen Nuntius oder einen anderen untertauchenden Prälaten?

Franziskus wird sicherlich zuschlagen und noch ist die Sache nicht zu Ende, obwohl der Bericht von Msgr. Viganò  einen Hoffnungsschimmer bietet. Und alle von uns, die sich jetzt Privatkapellen errichten, werden sehen, dass dieses Geld gut angelegt war. Amen.

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