Tradition und Glauben

Ratzinger – kein „Mozart der Theologie“: Spadafora-Kritik. (3) Gott ist Mensch, der Mensch ist Gott

Ratzinger predigt einen dermaßen harten Arianismus, dass sich selbst Arius im Grabe umdreht.
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Nein, liebe Leser, nicht Sie sind zu dumm, weil sie es nicht verstehen. Ratzinger schreibt einfach wirres Zeug, das gelehrt klingt, sich aber beim näheren Hinsehen als häretisch erweist. Das Blaue stammt von Spadafora, die Einschübe sind Originalzitate von Ratzinger, der Rest von DSDZ [dem Schreiber dieser Zeilen].

Gott ist Mensch, der Mensch ist Gott

Das Problem ist übrigens von Ratzinger selbst klargestellt und wird durch ihn bejahend beantwortet. Er fragt sich in der Tat:

„Dürfen wir denn überhaupt Christologie (= Rede von Christus) in Theologie (= Rede von Gott) auflösen; müssen wir dann in nicht viel ihr Jesus leidenschaftlich als Menschen reklamieren, Christologie als Humanismus und als Anthropologie betreiben? Oder sollte der eigentliche Mensch gerade dadurch, dass er es ganz und eigentlich ist, Gott sein und Gott eben der eigentliche Mensch sein? Sollte es sein können, dass radikalste Humanismus und Glaube an den offenbarenden Gott hier aufeinandertreffen, ja ineinander übergehen?“ (S. 149/150; Hervorhebung laut Originaltext).

Die Antwort lautet, dass der in der Kirche in den ersten fünf Jahrhunderten entfachte Kampf über diese Fragen

„in den ökumenischen Konzil von damals zur Bejahung [sic!] aller drei Fragen geführt hat“ (S. 150; die Hervorhebung entspricht dem Originaltext).

Zusammengefasst können wir darum die zentrale Anfrage, ohne dadurch das Denken des Autors zu verfolgen schon, so umschreiben: Der authentische Mensch ist durch die Tatsache, dass er integral Mensch ist, Gott, und folglich ist Gott ein authentischer Mensch.

Was meint Joseph Ratzinger damit? Er meint, dass:

  1. Jesus ist Mensch.
  2. Christologie ist Humanismus und Anthropologie.
  3. Humanismus und Glaube an den offenbarenden Gott treffen aufeinander und gehen ineinander über.
  4. Die ökumenischen Konzilien haben die Punkte 1 bis 3 befürwortet.

Man wird wirklich sprachlos, wenn man das liest, denn es ist nicht einmal der klassische Arianismus, den uns hier Ratzinger predigt, sondern ein modern-neuzeitlicher, humanistischer Hardcore-Arianismus. Soweit ist nicht einmal Arius gegangen, der Christus doch für einen vergöttlichten Heros hielt, eine Art Superhelden. Nach Arius war Christus schon mehr als ein normaler Mensch, aber doch nicht Gott.

Dagegen hält der künftige Präfekt der Glaubenskongregation Christus für den tiefsten Ausdruck des Humanismus, also für einen Menschen 1:1 wie die anderen auch, als die tiefste Ausdrucksweise des Allzumenschlichen.

Er schreibt ja selbst:

„Oder sollte der eigentliche Mensch gerade dadurch, dass er es ganz und eigentlich ist, Gott sein und Gott eben der eigentliche Mensch sein?“

Schreiben wir es als Aussagesatz um:

Der Mensch soll gerade dadurch, dass er ganz und eigentlich [Mensch] ist Gott sein und Gott soll der eigentliche Mensch sein.

Dies soll bedeuten, dass der Mensch, der alle Höhen und Tiefen des Menschseins durchlebt, sicherlich die Sünde miteingeschlossen, Gott ist, je menschlicher – desto göttlicher, sodass Gott der eigentlichen Mensch ist. Es gibt also keinen Gott außerhalb des Menschen, der sein Mensch-Sein durchlebt. Wahnsinn!

Und dieser Mensch – Joseph Ratzinger – ist Bischof, Kardinal und Papst geworden. Der Wächter der Orthodoxie! Und Sie wundern sich, dass er einen Papa emeritus für möglich hielt?! Bei ihm ist ja alles möglich.

Ratzinger hält sich selber für Gott und jeden anderen Menschen wohl auch, der sein Menschsein durchlebt. Sie können sich schon fragen, ob man diese Sonderlösung nur für Christus in Anspruch nehmen kann, aber nein, denn er schreibt ja, dass man

„Jesus leidenschaftlich als Menschen reklamieren“ muss.

Christus, Ratzinger schreibt nur Jesus, war also kein besonderer Mensch, sondern nur ein Mensch schlechthin. Wenn aber „Jesus“ ein normaler Mensch war, der später von der „Urgemeinde“ verklärt wurde, dann fand ja keine Erlösung statt. Keine Jungfrauengeburt, keine Wunder, keine Auferstehung, kein gar nichts.

Woran glauben wir denn?

An die Verklärung des Menschen, da Humanismus und Glauben ineinander übergehen. Wahnsinn! Von welcher Loge hat er das nur? Ratzinger lachte sich selbst wohl ins Fäustchen, indem er dachte:

Ich schreibe all dieses Zeug und die halten mich alle für fromm. Sind die dumm!

DSDZ [der Schreiber dieser Zeilen] stellte sich die Frage, wie Ratzinger all den Missbraucht decken und vertuschen und darüber noch lügen konnte. Welches systematische Denken lag dem zugrunde, dass man Recht von Unrecht nicht unterscheiden konnte? Die Antwort kommt jetzt erst: Ratzinger hält sich für Gott, da er Mensch ist, sodass er selbst die Regeln absolut festsetzt. Als Gott hat Ratzinger keine äußeren Normen, nach denen er sich zu richten hat. Er kann alles so umschreiben, wie es ihm passt:

  • Christologie,
  • Missbrauch,
  • Papsttum

und es wird richtig sein. Es stellt sich natürlich die Frage, ob Ratzinger die Wirklichkeit an sich oder nur seine subjektive Wirklichkeit beeinflusst oder ob es eine äußere Wirklichkeit überhaupt gibt. Wir wissen es nicht und wir können ihn nicht fragen.

So gesehen sind all die Widersprüche seines Lebens und Pontifikats keine Widersprüche mehr, denn Ratzinger schafft sich seine Wirklichkeit so, wie es ihm passt, ohne sich um den Satz vom Widerspruch zu kümmern. Und all die Jubelperser und Ratzinger-Preisträger jubeln und reden es schön.

Es ist wirklich witzig, dass gerade Ratzinger angeblich gegen die „Diktatur des Relativismus“ vorging, wo er doch sein ganzes Leben nichts anderes tat, als Relativismus zu verbreiten, zuerst in Christologie, dann im „doppelten Papsttum„. Und wir waren viel zu dumm und gutgläubig, um es zu sehen.

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