Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

Evangelium des zweiten Sonntags nach Ostern

Joh 10, 11 – 16

Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe. Der Mietling aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht, und der Wolf fällt die Schafe an und versprengt sie. Der Mietling flieht, weil er eben ein Mietling ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne. Ich gebe mein Leben für meine Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Schafstall sind. Auch sie muss ich herbeiführen; sie werden auf meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirt sein.

Betrachtung zum Evangelium des zweiten Sonntags nach Ostern

Eines der schönsten Bilder, unter denen man Vorgesetzte und Untergebene vorstellen kann, ist jenes von Christus gebrauchte Gleichniß von dem Hirten und den Schafen. Der gute Hirt setzt sein eigenes Leben der Gefahr aus, um seiner Heerde Sicherheit zu verschaffen. Und in welchem erhabenen Sinne erfüllt nicht Jesus die Pflichten eines guten Hirten! Wie großmüthig gab er, zur Behauptung seiner Lehre, zur Rettung und Beglückung der Menschen, sein Leben in den schmerzhaftesten und schmachvollsten Tod hin! Er hat uns durch seinen Tod am Kreuze erlöst. Wie sehr sollen wir ihn für seine unendliche Liebe wieder lieben! Und lieben können wir ihn nur, wenn wir seine Gebote beobachten. Darum laßt uns seine Stimme hören, jede Sünde verabscheuen und so in seiner heilige Kirche durch Tugend der ewigen Seligkeit entgegen gehen!

Kirchengebet

O Gott, der Du durch die Erniedrigung deines Sohnes die gefallenen Menschen wieder aufgerichtet hast; verleih deinen Gläubigen eine immerwährende Fröhlichkeit, damit diejenigen, welche Du dem ewigen Tode entrissen hast, durch deine Gnade die ewigen Freuden genießen. Amen.

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Tridentinische Messe (für März) für alle Wohltäter am 1. Mai um 7.00.

Le Barroux Msza

 

Wir freuen uns endlich mitteilen zu können, dass die Hl. Messe im Alten Ritus für unsere Wohltäter für den Monat März 2017 am 1 Mai 2017, um 7. 00 in der Abtei Fontgombault stattfinden wird.

Warum so spät? Weil uns Le Barroux nicht antwortet, obwohl wir die März-Messe am 8 April, also einen Tag nach dem Abschluß der März-Liste (vom 7 März bis 7 April) bestellt haben. Wir wissen also nicht:

a. ob die Tridentinische Messe bereits zelebriert wurde

b. ob die Messe noch zelebriert werden wird.

Le Barroux antwortet auf erneute Anfrage nicht.  Ein Mitglied unserer Redaktion hat vor Kurzem Le Barroux besucht und seine Bewertung dieser Abtei ist so schlecht ausgefallen, dass wir beschlossen haben, den Mess-Ort zu ändern und wählten die Abtei Fontgombault aus, welche bereits „visitiert“ wurde und von der wir eine sehr gute Meinung haben.  Warum nicht gleich Fontgombault? Weil diese Abtei keine richtige Internetseite hat, kein System der Messe-Bestellung vorweisen kann, sodass eine kurze Korrespondenz mit dem Mönch, der für die Gästebetreung zuständig ist, notwendig war, um dies „Geschäftsbeziehung“ zu etablieren.  Wir erhoffen uns davon viel Segen und informieren, dass ab nun auch alle anderen Messen dort bestellt werden.

In März haben für unseren deutschsprachigen Blog folgende Personen gespendet:

Herr J.C.

Herr U.M.

Frau R.H.

Herr M. F.

Herr. M.S.

Frau K.H. de C.

Herr O.S.

Herr R.A.

Herr J.C.

S. M.E.

Vergelt’s Gott!

Die Kirche in Fontgombault sieht wie folgt aus:

Fontgombault navis

Don Pietro Leone: DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens (2 von 6)

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  1. Gnostische Theologie

Das Hauptmerkmal der gnostischen Theologie ist der Monismus. Die Begründung dafür ist einfach: wenn der Mensch durch seine eigenen Anstrengungen zu Gott werden kann, muss der Mensch an der göttlichen Natur teilhaben. Mensch und Gott müssen eine einzige Natur besitzen, die nur nach dem Grad und der Vollkommenheit dieser Natur differenziert ist.

Gnostische Theologie ist monistisch. Im Gegensatz dazu, ist die Katholische Theologie dualistisch und lehrt, dass der Mensch und Gott zwei unterschiedliche Naturen, eine menschliche und eine göttliche, besitzen. Diese Naturen unterscheiden sich nicht nur in ihrem Wesen bezüglich ihres Grades der Vollkommenheit, sondern in ihrer ontologischen Verschiedenheit.

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Heute am 28. April beten wir die Bußpsalmen für das Wiederaufleben der Kirche in DE, AT und CH

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Es ist soweit: Die Bußpsalmen beten!

Praktische Anweisung

Man bete wie folgt:

  1. Man knie sich hin.
  2. Man mache das Kreuzzeichen.
  3. Man bete: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
  4. Man lese einfach all das laut vor, was auf den Seiten 179 bis 188 geschrieben steht.
  5. Man beende das Gebet mit einem Kreuzzeichen und Punkt (3)

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Don Pietro Leone: DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens (1 von 6)

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Einführung

Nun, der Inhalt des Glaubens ist unveränderlich und unfehlbar, und er kann sich, wie das Erste Vatikanum lehrt, durch die Jahrhunderte nur in der Klarheit und Tiefe seiner Ausdrücke entwickeln. In den letzten Jahren jedoch haben wir beobachtet, wie Ideen in das Lehramt eingeflossen sind, welche weder eine Klärung noch eine Vertiefung des Verständnisses des Glaubens begründen, sondern neue Lehren sind: häretisch entweder aktuell oder tendentiell, in ihrem Chrakter, übereinstimmend mit der tödlichen Agenda des Modernismus.

Die Frage, die wir nun in Bezug auf diese Lehren aufwerfen wollen, ist, ob es sich nur um bloße Verzerrungen und Verfälschungen der jeweiligen Glaubensartikel handelt, oder vielmehr, ob es sich zusammen mit dem Neuen Messritus, dem Neuen Ritus aller Sakramente, dem Neuen Kodex des Kirchenrechtes, dem Neuen Brevier, dem Neuen Katechismus, der Neuevangelisation, der Neuen Moral und Spiritualität, die vom Klerus gepredigt und gelebt wird, der Neuen entspannten Kirchendisziplin (in den Ordensregeln und der Kleiderordnung für den Klerus) im Ganzen um eine Neue Religion handelt.

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Don Pietro Leone: Die nachkonziliare Kirche ist gnostisch, nicht katholisch

Irenaus of Lyon

[Auf dem Bild hl. Irenäus von Lyon, der die Gnosis bekämpfte.]

Nach einer Reihe leichterer Beiträge aus der Bastelecke publizieren wir hier wieder etwas Substanzielles und zwar einen Text von Don Pietro Leone, DIE NEUE RELIGION – Gnosis und die Korruption des Glaubens, der bereits auf Rorate Caeli veröffentlicht wurde, in der kongenialen Übersetzung unseres davillatollkuehn. Der Text von Don Leone begeistert umso mehr, je mehr man sich selbst mit der dargestellten Thematik befasst hat. Der italienische Autor bringt einfach sehr komplizierte Zusammenhänge auf den Punkt, was wirklich Wenige können, da Einfachheit im Komplizierten nicht ohne Weiteres zu erreichen ist. Man könnte sicherlich jeden der vorgestellten Paragraphen ausarbeiten und mit Fachliteratur versehen, aber dies ist bei einem populären Beitrag nicht nötig.

Was ist das Fazit von Don Leone? Die nachkonziliare Kirche ist gnostisch geworden, indem sie den dämonischen, kabbalistisch-gnostischen Tiefenstrom, der immer in den Tiefen der Kirche hauptsächlich als Falschmystik pulsierte, zur ihrer mehr oder weniger offiziellen Lehre erhob („Theologie des Leibes“, Allerlösungslehre, „Barmherzigkeit“, Amoris Laetitia). Diese Feststellung ist schockierend, aber leider auch richtig. Um die Belange von „Papst“ Franziskus und seinen Mannen zu verstehen, muss man nicht Theologie, sondern okkulte Wissenschaften insbesondere Kabbala studiert haben. Nein, das ist kein Witz. Eine weiter sine qua non Quelle sind hierzu die gnostischen Schriften der ersten Jahrhunderte, welche die eigentlichen Ideen enthalten, die in Amoris Laetitia vorgestellt und entfaltet wurden, früher leider auch in der „Theologie des Leibes“ von Johannes Paul II, welche, Gott sei Dank, kein lehramtlicher Text war. Wir scheinen wirklich am Ende der Zeit angekommen zu sein, denn wie die orthodoxen Väter am Anfang der Kirche gegen die Gnosis kämpfen, so scheinen die wenigen verbliebenen rechtgläubigen Theologen ebenso sich mit der Gnosis auseinandersetzen zu müssen. Aber zur Zeit von Hl. Johannes (ca. 100), hl. Irenäus von Lyon (gest. 220), Clemens von Alexandrien (gest. 215), Tertullian (gest. 240), Origenes (gest. 253) und anderer antignostischer Autoren war der Papst kein Gnostiker und Häretiker und seine Kurie auch nicht. Dies ist ein Unterschied, da die Kirche hierarchisch geordnet ist. Danken wir also Gott für die Lösungen der Kirchenväter, die nicht veraltet sind, weil sie gerade jetzt angewendet werden können. Danken wir Gott auch für Don Leone und unseren davillatollkuehn, die uns mit ihrem Können auf unserem Weg unterstützen und begeistern. Beten wird für sie.. Gegrüßest seist Du Maria

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Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe

Evangelium des weißen oder ersten Sonntages nach Ostern

Joh 20, 19 – 31

Am Abend jenes ersten Wochentages waren die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen versammelt. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch!“ Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den Herrn sahen. Abermals sprach Jesus zu ihnen: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ Nach diesen Worten hauchte er sie an und sprach: „Empfanget den Heiligen Geist. Denen ihr die Sünden nachlasset, denen sind sie nachgelassen; denen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“

Einer von den Zwölfen, Thomas, mit dem Beinahmen Didymus, war nicht dabei, als Jesus kam. Die andern Jünger sagten ihm nun: „Wir haben den Herrn gesehen.“ Er aber erwiderte ihnen: „Wenn ich an seinen Händen nicht das Mal der Nägel sehen und meinen Finger nicht in die Stelle der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite legen kann, glaube ich nicht.“

Acht Tage darauf waren die Jünger wieder drinnen, und Thomas war bei ihnen. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen und trat in ihre Mitte mit den Worten: „Friede sei mit euch!“ Dann sprach er zu Thomas: „Leg deinen Finger hierher und sieh meine Hände, reich deine Hand her und leg sie in meineSeite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Thomas sprach zu ihm: „Mein Herr und mein Gott!“ Jesus erwiderte ihm: „Weil du mich siehst, glaubst du? Selig, die nicht sehen und doch glauben!“

Jesus hat noch viele andere Wunder vor den Augen seiner Jünger getan, die nicht in diesem Buche aufgezeichnet sind. Diese aber sind aufgezeichnet, damit ihr glaubt, daß jesus ist Christus, der Sohn Gottes, und damit ihr im Glauben das Leben habt in seinem Namen.

Betrachtung zum Evangelium des weißen Sonntags

Der Friede sey mit euch! So redete Jesus, der durch die verschlossene Thüre zu den Aposteln kam, diese mit seiner stets wohlwollenden Liebe an. Möchten auch wir die gewöhnlichen Grüße und Freundschaftsversicherungen mit wahrer Theilnahme des Herzens unserm Nächsten geben! Wie schön ist nicht der Gruß: Gelobt sey Jesus Christus! Ja, gelobt sey Jesus, der für uns gelitten hat, gestorben und wieder auferstanden ist! der seinen Jüngern erschien, ihnen die Wundmale seines heiligsten Leibes zeigte, auf daß sie die vollkommene Überzeugung hatten, daß er wirklich auferstanden sey, um uns mit Gott zu versöhnen. Wie bewunderungswürdig ist auch die Güte des Erlösers, da er mit Liebe und Herablassung dem Thomas eigens erschien, ihn vollkommen überzeugte, und seinen Glauben stärkte, zu den Worten: Mein Herr und mein Gott! Möchte doch der besiegte Unglaube des Thomas unsern Glauben starken, daß Jesus durch seine Auferstehung die Wahrheit seiner göttlichen Sendung versiegelt und bewiesen hat; daß Er unser Gott und Heiland ist!

Kirchengebet

Allmächtiger Gott! wir bitten Dich, verleih, daß wir nach vollendetem Osterfeste das Andenken an dasselbe durch alle unsere Handlungen und unsern ganzen Lebenswandel zeigen! Amen.

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Wir basteln uns einen Hausaltar (7 von 8): Ikone, Weihwasserbecken

hausaltar

Stufe 6. Die Ikone

Da das Kreuz recht hoch hängt, so brauchen Sie etwas worauf Sie ihren Blick richten können. Der Schreiber dieser Zeilen hat sich nach vielen Jahren von Ikonen-Reproduktionen für eine echte, handgemalte Ikone (H: 31cm x B: 17 cm [zugeklappt] H:31 cm x 33,4 cm aufgeklappt) entschieden:

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Wir basteln uns einen Hausaltar (6 von 8): Wandregal, Kruzifix, Leuchter

hausaltar

Stufe 3. Das freischwebende Wandregal

Wenn Sie sich eine Gebetsecke einrichten, dann brauchen Sie eine leere Wand, an die Sie etwas anbringen können. Eine sehr praktische Lösung ist ein freischwebendes Wandregal, auf das Sie etwas stellen können und über welches Sie etwas hängen können. Ein Wandregal bekommen Sie in fast jedem Baumarkt oder im Onlinehandel.

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