Tradition und Glauben

Bischofsperlen: Kard. Woelki mag Fussball

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In der Anlehnung an die mittlerweile vielverlachte Terminologie – der Franziskusperlen, die kath.net eingeführt hat, um das wenige Katholische in den Aussagen unseres gegenwärtigen Papstes zu erfassen, führen wir jetzt die Kategorie der Bischofsperlen ein. Diese Bezeichnung ist ironisch gemeint und soll alle denen als Motivationshilfe dienen die Bußpsalmen auf den Knien für die jeweilige Bischofskonferenz durchzuhalten. Die Leser werden hiermit gebeten uns die aktuellen, also von 3.12.2015 aufwärts, „Bischofsperlen“ aus ihrer Konferenz zuzusenden immer mit Quellenangabe, damit wir alle motiviert bleiben. Denn die Motivation lautet wie folgt:

Wollen Sie, dass unsere Bischöfe weiterhin diesen Unsinn von sich geben? Falls nicht, hinknien und beten!

Die heutige Bischofsperle ist vergleichsweise harmlos. Kardinal Woelki hat FC Köln besucht und folgende, tiefgründige Aussage, die von einem tiefen geistlichen Leben zeugen (Ironie aus), von sich gegeben.[1]

„Ich hoffe, dass es ein gutes Signal für den FC im Hinblick auf das Spiel gegen Augsburg ist, dass der Heilige Nikolaus, der ein richtiger Mutmacher ist, den Sturm besiegte“, sagte Rainer Maria Kardinal Woelki, der von Kindesbeinen an ein großer Fan des 1. FC Köln ist.

Bei den vergebenen Chancen habe er in jüngster Zeit vor dem Fernseher schon mitgelitten. Zudem merkte er an, dass es „die eine oder andere schwierige Schiedsrichterentscheidung, die für uns hätte besser ausfallen können“, gegeben habe. Andererseits gab er zu, durchaus ein Fußball-Nostalgiker zu sein. Fehlurteile würden den Fußball lebendig halten. Klinisch rein wäre es langweilig. „Wir würden heute nicht mehr über das Wembley-Tor philosophieren, wenn es schon damals die Torlinientechnik gegeben hätte. Das gehört dazu und macht Fußball zum Fußball.“

Man kann natürlich fragen, was so verkehrt dabei ist? Ein Kardinal besucht Fußballer und redet über Fußball oder wie die nachkonziliare Pastoraltheologie gerne sagt: „Er holt sie dort ab, wo sie sind.“ Aber genau das tut er nicht. Er holt niemanden ab, er bleibt auf diesem Niveau stehen, weil er selbst nichts anzubieten hat. Wie gut würde sich in diesen Rahmen anbieten bspw. ein solches fußballnahes Gleichnis zu sagen:

  • Das Leben ist ein hartes Fußballspiel gegen die Welt, das Fleisch und den Teufel.
  • Wir werden gefault, aber wir faulen nicht.
  • Wir spielen in einer Mannschaft der Kirche, jeder an seinem Platz.
  • In letzter Sekunde kann ein Tor fallen. In letzter Sekunde vor dem Tod kann man sich bekehren.
  • Aber es ist natürlich besser es nicht drauf ankommen zu lassen, denn der Tod kann jederzeit kommen und dann gibt es die Ewigkeit, für manche in der Hölle.

Die Schlagzeilen wären ihm sicher, der Spott der Welt auch, aber viele Fußballer würde es anrühren und vielleicht retten. Vielleicht war für viele von ihnen dies das erste und letzte Treffen mit einem katholischen Geistlichen. Was bleibt davon: Schokonikolause und Bla, Bla.

[1] http://www.rundschau-online.de/1–fc-koeln/1–fc-koeln-kardinal-woelki-hofft-auf-stuermischen-fc,15920736,32684570.html

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