Pater Demaris, Katholiken ohne Priester (1 von 10)

Die französischen Katholiken hatten vor der Revolution Priester, die etwas taugten. Wir haben in D-A-CH 50 Jahre nach dem Konzil Priester, die nichts taugen. Ob sie da sind oder nicht macht wirklich keinen großen Unterschied aus. Dieses haltlose Gutmenschentum-Gelaber, welches jeden Sonntag auf uns von jeder Kanzel niederrieselt, kann auch anstandslos jeder Familienvater von sich geben.

Katholiken ohne Priester

Gottes Vorsehung wird helfen

von

Fr. Demaris
Professor der Theologie
Missionary of St. Joseph, in Lyon, Frankreich
1801

Vorwort des Herausgebers

Während der Französischen Revolution wurden sehr viele Bischöfe und Priester wegen ihres Glaubens gemartert; ebenso wurden viele hervorragende Laien gemartert. Kircheneigentum wurde durch die freimaurerische Regierung beschlagnahmt. Das hinterließ die Menschen ohne ihre Priester und ohne einen Ort, wo sie zur Kirche gehen und die Sakramente empfangen konnten. Während dieser Zeit war es, als ein Father Demaris den folgenden Brief an die besorgten Katholiken seiner Tage schrieb. Derzeit (2018) ist die Kirche in einer Situation, die der Zeit von Fr. Demaris EXAKT entspricht. Schriebe er diesen Brief heute, würde er nach aller Wahrscheinlichkeit exakt dieselben Worte wählen. Deshalb veröffentlichen wir Fr. Demaris’ Brief im Folgenden in voller Länge. Lesen Sie ihn mit einem Auge auf die Geschichte und einem Auge auf die Gegenwart gerichtet. Möge er Ihnen Mut und Trost vermitteln.

Brief von Fr. Demaris an Katholiken, die um ihre Priester gebracht worden sind

Liebe Kinder,

Inmitten menschlicher Wechselfälle und im Chaos des Schocks der Gefühle bringt ihr eure Befürchtungen eurem Vater zum Ausdruck und bittet um Verhaltensregeln. Ich werde euch nun welche aufzeigen und versuchen, in eure Seelen den Trost einzugießen, dessen ihr bedürft.

2. Jesus Christus, das Vorbild der Christen, lehrt uns durch Sein Verhalten, was wir in der schmerzvollen Situation tun müssen, in der wir uns befinden, und der Heilige Lukas sagt uns in Kapitel 13:31, dass einige Pharisäer, die zu Unserem Herrn kamen, sagten: „Geh weg und entferne dich von hier, denn Herodes will dich töten.‟ 32 Er aber erwiderte ihnen: „Geht hin und bestellt diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Teufel aus und vollbringe Heilungen heute und morgen; erst am dritten Tag bin ich damit fertig. 33 Aber heute, morgen und übermorgen muss ich wandern; denn es geht nicht an, dass ein Prophet anderswo als in Jerusalem den Tod findet.‟ (Henne/Rösch)

3. Ihr seid verängstigt, meine Kinder, von dem was ihr seht: alles, was ihr hört ist erschreckend, aber seid getröstet, denn so wird der Wille Gottes erfüllt. Eure Tage sind gezählt. Seine Vorsehung wacht über uns.

4. Liebt diese Männer, die euch als Wilde erscheinen. Sie sind das Werkzeug, das der Himmel in Seinen Plänen nutzt, und wie ein stürmischer See werden sie die gegen die konternden und bedrohlichen Wellen vorgeschriebene Linie nicht überschreiten. Die stürmische Turbulenz der Revolution, die nach rechts und links schlägt, und die Klänge, die euch alarmieren, sind die Drohungen des Herodes. Lasst nicht zu, dass sie euch von guten Werken abhalten oder euer Vertrauen ändern, noch die Tugendfülle vergehen lassen, die euch an Jesus Christus bindet. Er ist euer Vorbild. Die Bedrohungen des Herodes ändern nicht den Verlauf seines Schicksals.

5. Ich weiß, dass dies euch eure Freiheit kosten kann, dass jemand versucht, euch zu töten. Denen würde ich sagen, was der Heilige Petrus den ersten Gläubigen sagte: „19 Denn das ist wohlgefällig, wenn einer aus Gewissenhaftigkeit gegen Gott Übles erduldet und so unschuldig leidet. 20 Was für ein Ruhm wäre das, wenn ihr für Verfehlungen gezüchtigt würdet? Aber wen ihr bei gutem Verhalten leiden müsst, das ist Gott wohlgefällig. Dazu seid ihr ja berufen. 21 Auch Christus hat ja für euch gelitten und so euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr in seine Fußstapfen tretet. 22 (Is 53:9) Er hat kein Unrecht getan.Kein Trug fand sich in seinem Munde. 23 Als man ihn schmähte, schmähte er nicht; Als er litt, drohte er nicht.   (1 Petr 2:19-23).

6. Die Jünger Jesu Christi sind in ihrer Treue zu Gott treu zu ihrem Land und voll Gehorsam und Respekt für alle Autoritäten – den Willen Gottes verehrend, dürfen sie nicht wie Feiglinge vor der Verfolgung fliehen. Wer das Kreuz liebt, fürchtet sich nicht, es zu küssen und sogar den Tod zu lieben. Dies ist für unsere vertraute Verbindung mit Jesus Christus notwendig. Diese kann jeden Moment geschehen, aber sie ist nicht immer so verdienstlich oder herrlich. Wenn Gott dich nicht dazu ruft, sollst du sein wie diese berühmten Bekenner, von denen St. Cyprian sagte, dass ohne durch den Henker zu sterben sie die Verdienste des Martyriums erlangt haben, weil sie dafür vorbereitet waren.

7. Das Verhalten des Heiligen Paulus, das in der Apostelgeschichte niedergeschrieben wurde, zeigt uns, wie wir uns an Jesus Christus ein Vorbild nehmen müssen. „Als er nach Jerusalem ging erfuhr er in Caesarea, dass er dort verfolgt werden würde. Die Gläubigen baten ihn inständig, den Gang dorthin zu vermeiden, aber er glaubte berufen zu sein, mit Jesus Christus gekreuzigt zu werden, wenn dies Sein Wunsch war. Die einzige Antwort, die er ihnen gab, war: „Hört auf, mein Herz mit euren Tränen zu erweichen. Ich sage euch, ich bin darauf vorbereitet, in Jerusalem für Jesus Christus zu leiden, nicht nur das Gefängnis, sondern sogar den Tod‟ [da im Original ohne Stellenangabe übersetzt vom Übersetzer].

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