Tradition und Glauben

„Vorbereitung zum Tode“ oder es kann schneller vorbei sein als man denkt

Über die praktische Sterbevorbereitung mit der "Totmanneinrichtung".
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Obwohl DSDZ [der Schreiber dieser Zeilen] die hier vorgestellten Texte von hl. Alphons Liguori vor deren Veröffentlichung oberflächlich liest, so kann er nicht behaupten, dass er sie richtig durchgearbeitet hat.

Und warum nicht?

Weil er davon ausgeht, wie die Meisten auch, dass er nicht bald sterben wird und noch die Zeit für die Vorbereitung zum Tode haben wird. Dieser Schluss kann sehr trügerisch sein, wie die jüngsten Ereignisse, die von einer, ihm bekannten Ordensschwester handeln, beweisen. Diese fanden wie folgt statt:

  • Am Freitag traf DSDZ die Ordensschwester und sie sprachen über Belangloses.
  • Am nachfolgenden Dienstag bekam er eine Whatsapp-Nachricht, dass sie beim Arzt ist und er beten soll.
  • Am demselben Dienstag wurde er informiert, dass bei ihr ein Tumor festgestellt wurde und sie am Montag operiert werden soll. Aber nach der Betroffenheit der Ärzte und Schnelligkeit der OP nach zu urteilen, sieht es nicht gut aus.

In der Zeit zwischen Dienstag und Sonntag hatte DSDZ der Schwester dreimal angeboten einen traditionellen Priester aus dem Nachbarsland zu fragen, ob er ihr die Letzte Ölung im Alten Ritus spenden könnte, da er damit rechnete, dass die Schwester am Montag sterben wird. Die Verhandlungen dauerten noch bis Samstag. DSDZ überlegte, wie er logistisch das Ganze organisieren könnte, ob er ein Gästebett für den Priester kaufen sollte und wie er ihn ins Krankenhaus, wo die Schwester lag, „hineinschmuggeln“ könnte. Doch die Schwester wollte nicht, sie hatte Angst ihre Vorgesetzten zu fragen und für den Skandal zu sorgen sich doch die Letzte Ölung im Alten Ritus geben zu lassen.

DSDZ argumentierte zwar:

Wenn Sie sterben, dann ist es gleich, wenn Sie überleben, werden die Anderen sich freuen, dass Sie am Leben sind und Sie nicht gleich bestrafen.

Doch die Schwester blieb stur. Sie überlebte aber, der Tumor erwies sich als gutartig, was aber noch nicht heißt, dass sie nicht in der Zukunft durch die bösartigen Metastasen sterben könnte.

Und was lernen wir daraus?

Das man Angesichts des Todes genau derselbe bleibt wie zuvor. Die Schwester rechnete damit am Montag zu sterben, doch ihre Hierarchie der Werte – nicht negativ aufzufallen – hatte sich nicht geändert. DSDZ, der zwar nicht starb, aber mit dem Tod der Schwester rechnete, dachte an die Einkäufe, die Logistik des Priester-Schmuggels über die Grenze, sowie daran, ob er weiterhing Druck machen sollte, damit sie die Letzte Ölung im Alten Ritus erhält oder es lassen sollte. Er bestellte aber eine Tridentinische Messe in der Intention der Schwester – Missa votiva pro infirmis – die vor der OP zelebriert wurde und vielleicht die ganze Sache drehte, sodass sich der Tumor als gutartig erwiesen hat.

DSDZ wurde auch klar, wie sehr sich doch Gott um die Menschen bemüht. Denn durch die Bekanntschaft mit DSDZ war die Schwester überhaupt in der Lage sich gut auf den Tod vorzubereiten, indem sie legal, halb-legal oder illegal die Letzte Ölung im Alten Ritus erhalten hätte. Sie hatte bis zum letzten Augenblick diese Chance und sie sagte bis zum letzten Augenblick „Nein“. Wäre DSDZ in der Lage der Schwester gewesen, so hätte er sich sehr gefreut, dass er jemanden hat, der sich so um sein Seelenheil und den Übergang in die andere Welt kümmert. Er hätte natürlich die Letzte Ölung im Alten Ritus in Anspruch genommen.

DSDZ lernte aus dieser Erfahrung, dass die Menschen bis zuletzt sie selbst bleiben und sich auch nicht auf dem Todesbett ändern. Man könnte zwar anfügen, dass sie nicht gestorben ist und es vorher wusste. Das glaubt aber DSDZ nicht und nimmt an, dass sie doch mit ihrem Ableben rechnete, da sie sich von den ihr nahestehenden Menschen verabschiedete. Dafür hatte sie Zeit, für die Letzte Ölung im Alten Ritus aber nicht. Sie erhielt das Sakrament der Krankensalbung im Novus Ordo wohl von einem Priester, der sich nicht mal die Mühe macht die Wandlungsworte bei der Novus Ordo Messe richtig auszusprechen. So ist die Gültigkeit aller von ihm gespendeten Sakramente recht zweifelhaft und DSDZ würde dieses Risiko nicht eingehen wollen.

Wenn man sich die alten liturgischen Texte der „katholischen Sterbebegleitung“ durchliest, d.h.:

  • die Letzte Ölung,
  • die Sieben Bußpsalmen mit der Allerheiligenlitanei, die während der letzten Ölung von den Anwesenden gebetet werden sollen,
  • das Vorgehen, um den Sterbenden zu helfen (Modus Juvandi Morientes),
  • der Apostolische Segen in der Todesstunde,
  • Ritus der Übergabe der Seele (Ordo Commendationis Animae),
  • die Sterbestunde selbst (De Exspiratione)

dann ist das Sterben eine ernste und beängstigende Angelegenheit, wo die Kirche den Sterbenden mit wirklich allen Mitteln und Wegzehrungen ausstattet bzw. sie tat dies bis Vat. II. Man wird wirklich gereinigt, gesalbt mit Ablässen und Gebeten ausgestattet, um vor dem strengen Richter treten zu können. Denn Gott ist streng und das ist das wahre Gottesbild. Wir werden es alle in der Todesstunde erfahren, wie falsch Novus Ordo mit seinem „Gott ist lieb und wird niemanden verdammen“ lag.

Wie bereite ich meinen Tod jetzt schon vor?

DSDZ überlegt auch selbst, welche „Totmanneinrichtung“ er organisieren muss, um einen traditionellen Priester an sein Todesbett holen zu können oder holen zu lassen, wenn es bei ihm der Fall sein wird. Denn liegt man in einem katholischen Krankenhaus mit einem Novus Ordo Priester oder einen „Laienseelsorger“, der meint, dass

Gott uns alle ganz, ganz dolle lieb hat!

Dann ist man verloren. Man sollte auch dafür sorge tragen, dass man beim Sterben von guten Betern umgeben ist, sie sich im Gnadenstand befinden und wirklich alle die langen lateinischen Gebete, bestenfalls im Knien, aufsagen können. Denn man braucht eine körperliche Verfassung für ca. 2 Stunden knieendes und rezitierendes Gebet. Früher gab es in Krankenhäusern katholische Ordensschwestern, die das übernahmen, jetzt aber nicht mehr, auch wenn welche vorhanden sind.

Dämon auf dem Bett vor einer Überwachungskamera aufgezeichnet

Denn mit diesen Gebeten ruft man Gnaden auf den Sterbenden herab und verscheucht die anwesenden Dämonen, die wenigstens von manchen Sterbenden gesehen werden. Der Feind kämpft wirklich bis zuletzt.

Sollten Sie im entsprechenden Alter sein, dann sollten Sie mit jemanden eine Abmachung treffen, dass er Ihnen einen Priester holt und Sie ihn/sie dafür im Testament bedenken werden, wobei ein Notar oder Anwalt alles beobachtet, nach dem Motto:

Kein Priester – keine Mäuse!

Für Geld tun Menschen Vieles und man könnte sogar einen Atheisten damit beauftragen, der sich eher an Ihre Auflagen halten wird als die bürstenschnittige Pastoralassistentin von nebenan. Ein Atheist wird verstehen, dass dies Ihnen wichtig ist. Die Novus Ordo Leute werden sie aber bis zu ihrem letzten Atemzug mit Novus Ordo quälen. In der Todesstunde können Sie sich sogar einen Pius-Priester holen lassen, denn da gelten keine kirchenrechtlichen Beschränkungen und das Seelenheil geht vor. Aber besser einen kanonisch regulären, damit sie wirklich auf der sicheren Seite sind und in keine Skrupeln fallen. Es ist schließlich Ihr Tod und das Wort „Todesangst“ kommt nicht von ungefähr.

Sorgen Sie jetzt schon vor, suchen Sie jemanden, machen Sie Ihr Testament, finden Sie einen Notar und gehen Sie alle Schritte im Kopf durch. Dann sind Sie praktisch vorbereitet und anschließend können Sie die „Vorbereitung zum Tode“ von hl. Alfons Liguori in aller Ruhe durchlesen. Denn wenn Sie selbst ihr Sterben spirituell nicht vorbereiten, dann tut es niemand für Sie.

Amen.

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