Anna Gallicana, Der Heilige Rochus und die Pest

Anbei eine herzerwärmende Geschichte unserer in Frankreich ansässigen Mitarbeiterin Anna Gallicana über die häusliche St. Rochus-Verehrung. Kommt eine richtige Seuche und nicht nur eine virtuelle wie jetzt, dann kann man wieder des hl. Rochus gedenken. Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass der Coronavirus hauptsächlich in den Medien stattfindet, wie einige wenige wie Dr. Claus Köhnlein auch und die hohen Corona-Zahlen daher resultieren, weil man jeden dazu rechnet, der in einem Coronakrankenhaus stirbt, wie treffend mal wieder Ann Barnhardt beweist. Die Italiener und wohl die Spanier auch wenden eine Übermedikation an, d.h. die geschwächten Patienten, die in einem Krankenhaus sind, werden einer dermaßen hohen Medikamentenmenge unterworfen – die Ärzte haben ja Angst “nicht genug getan zu haben” -, dass die Patienten davon sterben. Es gibt wohl eine Frühjahrs- Grippewelle, wie so oft, aber keine Seuche. Aber des hl. Rochus kann man auch ganz uneigennützig gedenken.

Der Heilige Rochus und die Pest

Ich freue mich, dass es noch einige Mitchristen gibt, die bei der derzeitigen Viruskrise an den Heiligen Rochus denken und ihn anrufen. Ich muss dazu sagen, dass er einer meiner Lieblingsheiligen ist. Meine Kindheit verbrachte ich in einer kleinen Stadt, in deren Umfeld sich eine kleine Kapelle des hl. Rochus befand. Wir gingen gern dort hin, es war nicht sehr weit (eine kleine Stadt eben, aber das sagte ich ja schon). Es war eigentlich gar keine richtige Kapelle, mehr eine große Statue hinter Gittern (das klingt jetzt komisch, wenn ich das schreibe, aber leider ist es ja nötig; es gab auch eine Statue der Heiligen Afra ohne Gitter, die wurde leider gestohlen …). Nun, aber zurück zum Thema. Ich besuchte den Heiligen Rochus oft, bei schwierigen Hausaufgaben, Prüfungen, Ärger mit den Schulkameraden und natürlich allerlei Wehwehchen.

Als ein Professor während meines Studiums einmal fragte, wer ich eigentlich sei, da zeigte ich ihm ein Bild von mir im Sandkasten und sagte, ich sei immer noch dieselbe. So verhält es sich auch mit meiner Beziehung zum Heiligen Rochus. Die Besuche bei ihm waren mir eine liebe Angewohnheit, die ich auch später nicht gelassen habe. Und natürlich habe ich sein Fest am 16. August nicht vergessen. Ist ja auch ganz einfach zu merken, der Tag nach Maria Himmelfahrt. Und da habe ich ihn, bzw. seine Kapelle natürlich besucht. Ich lebe jetzt leider zu weit weg von dieser kleinen Kapelle, aber auch hier gibt es eine Kapelle vom Heiligen Rochus. Diesmal sogar eine richtige. Ziemlich verfallen, ungenutzt und zugesperrt.

Sobald ich von dieser Kapelle Kenntnis hatte, wollte ich unbedingt hin. Sie war nicht einfach zu finden, aber ich bin ein ziemlicher Dickkopf, und wenn ich zu dieser Kapelle will, dann finde ich sie auch. Ich habe etwa 2 Stunden im Wald hinter der Nachbarstadt gesucht und sie schließlich gefunden. Es war natürlich an einem 16. August. Und ich habe dabei auch den ‘Besitzer’ kennengelernt, der sie mir freundlicherweise aufgesperrt hat. So konnte ich vor vielen Jahren dem Heiligen Rochus zu seinem Fest mal wieder ein Kerzlein anstecken. In den folgenden Jahren kam ich jeden 16. August zu der Kapelle. Manchmal traf ich den ‘Besitzer des Schlüssels’. Manchmal war sie verschlossen, dann ließ ich mein Kerzchen vor der Türe stehen. Meist war sie aber offen, schließlich wurde ich inzwischen mit meinem Kerzlein erwartet! Auf jeden Fall war es mir jedes Mal eine große Freude.

Warum erzähle ich Ihnen so etwas Belangloses?

Nun, weil es eben nicht ganz so belanglos ist. Denn es traf sich, dass es an einem 16. August regnete. Ich war nicht so gut drauf und bin deshalb zu Hause geblieben. Natürlich habe ich an den Heiligen Rochus gedacht, zu ihm gebetet, aber eben im warmen, trockenen Stübchen. Aber dann im Herbst kam der große Schreck. Mein Vater hatte plötzlich eine Hautkrankheit. Eine Infektion mit ‚Yersinia‘-Bakterien. Nie davon gehört – also – Google fragen. Der weiß sogar das: Dies ist ein medizinischer Name für den Pest-Erreger. Sie denken jetzt genau das gleiche wie ich. Und ich schämte mich schrecklich. Ich hatte wegen ein paar Regentropfen auf meinen Besuch beim Heiligen Rochus verzichtet. Dem Pest-Heiligen!

Nun, ich kann Ihnen versichern, dass mir das nie wieder passiert ist. Und die Pest lässt sich heutzutage gut heilen – auch wenn Ihnen der Arzt den Namen der Krankheit lieber verschweigen möchte. Und die Moral von der Geschicht? Vergiss deine Heiligen nicht!

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