Tradition und Glauben

Betrachtungen zum Evangeliumstext der Alten Messe – Sonntage II – Neunter Sonntag nach Pfingsten

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Evangelium des neunten Sonntags nach Pfingsten

Lk 19, 41 – 47 a Als Jesus näherkam und die Stadt erblickte, weinte er über sie und sprach: „Möchtest du es doch erkennen und zwar an diesem deinen Tage, was dir zum Frieden dient! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen. Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufwerfen, dich ringsum einschließen und dich von allen Seiten bedrängen werden. Sie werden dich und deine Kinder, die in dir sind, zu Boden schmettern und keinen Stein in dir auf dem andern lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.“ Dann ging er in den Tempel und trieb die [Käufer und] Verkäufer hinaus. Er rief ihnen zu: „Es steht geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus, ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht.“ Täglich lehrte er im Tempel.

Predigttext des Kirchenvaters

Auslegung vom heiligen Papste Gregor.

Daß von dem weinenden Herrn jene Zerstörung Jerusalems geschildert wird, die unter den römischen Fürsten Vespasian und Titus geschehen ist, ist keinem, der die Geschichte der genannten Zerstörung liest, unbekannt. Die römischen Fürsten werden nämlich bezeichnet, wenn es heißt: „Ach, es werden Tage über dich kommen, wo deine Feinde dich mit einem Walle einschließen.“ Auch das, was angefügt wird: „Man wird keinen Stein auf dem anderen lassen“, bezeugt schon die Verlegung der genannten Stadt selbst; denn da sie nun an dem Orte aufgebaut ist, wo der Herr „außerhalb des Tores“ ans Kreuz geschlagen wurde, ist jenes frühere Jerusalem sozusagen von Grund auf zerstört.

Wegen welcher Verschuldung ihr nun die Strafe der Zerstörung auferlegt worden ist, wird angeführt: „Weil du nicht erkannt hast die Zeit des dir angebotenen Segens.“ Der Schöpfer der Menschheit hat nämlich auf Grund der hehren Tatsache seiner Menschwerdung sich herabgelassen, dieser den Segen anzubieten; aber sie hat nicht daran gedacht, vor ihm Ehrfurcht zu haben und ihn zu lieben. Deshalb werden auch vom Propheten bei dem Tadeln des menschlichen Herzens die Vögel des Himmels als Zeugen angeführt, wenn es heißt: „Der Sperber im Himmelsraum kennt, wenn es für ihn Zeit ist, die Turteltaube und die Schwalbe und der Storch beachten die Zeit, wann sie eintreffen sollen; mein Volk aber achtet nicht darauf, was der Herr plant.“

Es weinte der Heiland zunächst über den Untergang des der glaubenslosen Staat, von dessen herankommen die Stadt selbst nichts kannte. Und ihr wird von dem weinenden Herrn ganz recht vorgehalten: „Ach, wann du es doch erkänntest“, würdest, so ist zu ergänzen, auch du weinen, die du nun, weil du nicht weißt, was droht, frohlockt. Deshalb wird auch angefügt: „Und zwar an diesem deinem Gnadentag, was dir zum Segen dient.“ Obwohl sie nämlich sich dem leiblichen Vergnügen hingab, und das kommende Unheil nicht vorausschaute, hatte sie doch an ihrem Gnadenklack, was ihr zum Segen, dienen konnte.

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Quelle: Erzpriester Stephan, Das kirchliche Stundengebet oder das römische Brevier, Bd. II, Regensburg 1927, 842 f.

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