Tradition und Glauben

Mantilla – die katholische Eleganz und ein Abglanz der Schönheit Gottes

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Um unseren Blog noch frauenfreundlicher zu gestalten, veröffentlichen wir einen Beitrag in der Übersetzung von Eugenie Roth, den wir hier, auf einer amerikanischen traditionsverbundenen Seite gefunden haben. Wir wollen hiermit bei uns eine kleine Lanze für die Entdeckung einer Mantilla im deutschen Sprachraum brechen, wo sie wohl innerhalb der letzten 200 Jahre kaum verbreitet war (Vielleicht weiß jemand etwas mehr darüber?), was aber niemanden daran hindern sollte sie wieder oder zum ersten Mal zu tragen. Nein, meine Damen, es ist kein Kopftuch und keine Burka. Es ist eine Mantilla, denn Sie sind katholisch. Wir wollen dennoch keine jahrzehntelang dauernden Grabenkämpfe zwischen den Mantilla-Befürworterinnen und Mantilla-Gegnerinnen auslösen, wie sie leider immer wieder vorkommen. Tja, Frauen sind da wirklich unerbittlich, was Mode anbelangt.

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Es ist dennoch nicht gleich, wie man sich für die Heilige Messe kleidet. Denn die Heilige Messe, die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi, bei der die Engel den Altar umkreisen, ist der höchste Kult Gottes auf Erden. Sie war diese wenigstens bis der Novus Ordo kam und die Heilige Messe oder das Heilige Messopfer, welches dargebracht wurde, durch einen „Gottesdienst“ ersetzt wurde, der „miteinander gefeiert wird“ (seufz!) als säße man in einem Bierzelt. Dem modischen Instinkt der Menschen blieb diese sprachliche Unterscheidung nicht fremd, denn wo man sich früher „für die Kirche“ schick machte, brauchte man dies „für den Gottesdienst“ nicht mehr zu tun. Daher der totale Einbruch der Eleganz in der katholischen Welt nach Vat. II, den wir schon woanders beklagten. Heute zieht man zu einer Novus Ordo Messe, in der Gegend des Schreibers dieser Zeilen, meistens eine Jack Wolfskin Wanderjacke an, vielleicht um dadurch zu symbolisieren, dass man sich auf der Flucht befindet und die Neue Messe unter der Traufe stehend schnell und sportlich über sich ergehen lassen will und muss. Vielleicht auch deswegen, um Benedikt XVI. und sich selbst daran zu erinnern, dass „der Mozart der Theologie“, welcher laut Gänswein nicht vorhat sich zu Amoris Laetitia zu äußern, vor den Wölfgen weggelaufen ist und den klerikalen Wölfen im Schafspelz die Herde überlassen hat. Pfui!

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Der Schreiber dieser Zeilen muss zugeben, dass er sich in seinen Novus Ordo Zeiten kaum für die Neue Messe schick machte, weil ihm das irgendwie dörflich vorkam. Diese Einstellung änderte sich tatsächlich erst bei der Entdeckung der Tridentinischen Messe, für die er sich gleichsam automatisch elegant kleidete und kleidet. Er ist zwar ein Ästhet, und eher ein großer als ein kleiner, und trotz all der Ästhetik sah er in einer Novus Ordo Messe mit den „Pferdedecken“, den grauenhaften funktionalen Gesängen, den bürstenhaarigen, stola-bekleideten Pastoralassistentinnen, den geschmacklosen und verschandelten Kircheninneren mit Bastelecken keinen ästhetischen Anlass sich gut zu kleiden, zumal es bei den Novus Ordo Messen kaum einer tut. Die Hässlichkeit der neuen Liturgie führt zur Hässlichkeit ihrer Besucher, der Stil führt zum Stil. Es ist wirklich einfach in der Tridentinischen Messe, wenn sie noch in einem schönen Kircheninnern zelebriert wird, zu entdecken, dass man auf den Hof eines Königs geht, zu dem man sich auch richtig kleidet. Bei einer Novus Ordo Messe ist dies wirklich unmöglich. Wirklich alle, von den hartgesottenen Liebhabern der funktionalen Hässlichkeit der frühen 1970-ger abgesehen, welche das ästhetische Pendant zu den Bruitisten, den Liebhabern des Lärms in der Musik, bilden, alle beklagten die Hässlichkeit der neuen liturgischen Gewänder und Paramente.

Die Liturgie wurde hässlich, die liturgischen Gewänder ebenso, dann die Kirchen und schließlich die Gläubigen beim Besuch der Messe. Dies war vorprogrammiert und gewollt, denn der Teufel ist die Hässlichkeit schlechthin. Um diesem, so gut wir können, entgegen zu arbeiten, kleiden wir uns zum Besuch der Tridentinischen Messe elegant, zum Novus Ordo kann es auch nicht schaden und tragen das, was wir nur für die Kirche tragen können. Im Falle der Frauen ist es eine Mantilla, welche wirklich sehr schön und elegant ist. Vielleicht bewirkt die Mantilla in manch einer unserer Leserinnen, dass sie sich überhaupt weiblicher und eleganter zu kleiden beginnt? Wir wünschen es ihr und uns auch, damit die Welt um uns herum etwas schöner wird, indem sie die Schönheit Gottes abbildet. Amen.

TLM

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