Tradition und Glauben

Michael Matt, Christopher Ferrara und John Vennari: „Mit brennender Sorge: Wir klagen Papst Franziskus an“ (7 von 13)

Beitrag hören
Bewerten Sie den post

Ein unerbittlicher Drang, der sexuellen Amoral ein Heimrecht in der Kirche zu geben

Aber nichts übersteigt die Arroganz und Dreistigkeit, mit der Sie der universalen Kirche die gleiche böse Praxis auferlegen, wie sie es als Erzbischof von Buenos Aires verfolgt haben: die sakrilegische Erlaubnis, das Allerheiligste Altarsakrament Menschen zu reichen, die in ehebrecherischen „Zweitehen“ leben, oder solchen zu geben, die ohne standesamtliche Trauung zusammenleben.

Fast vom ersten Augenblick Ihrer Wahl an haben Sie den „Kasper Vorschlag“ gefördertder wiederholt vom Vatikan unter Johannes Paul II. zurückgewiesen wurde. Kardinal Kasper, ein Erzliberaler sogar innerhalb der deutschen Hierarchie, hatte schon lange für die Zulassung von geschiedenen und „wiederverheirateten“ Personen zur Heiligen Kommunion in „bestimmten Fällen“ argumentiert. Es sollten diejenigen zum Sakrament zu gelassen werden, die nach einen fingierten und unwahren „Bußweg“ weiterhin ihre ehebrecherischen sexuellen Beziehungen aufrechterhalten. Kasper gehörte zur „St. Gallen Gruppe“, die für Ihre Wahl geworben hat, und Sie belohnten sein Beharren in diesem Irrtum fürstlich damit, ihn vor der Presse als „päpstlichen Theologen“ zu nominieren.

Es scheint, Sie nehmen auf die sakramentale Ehe als objektive Tatsache wenig Rücksicht, im Gegensatz zu dem, was die Leute subjektiv bei dem Status der unmoralischen Beziehungen empfinden, welche die Kirche niemals als Ehe anerkennen kann. In den Bemerkungen, die für sich allein genommen Ihr bizarres Pontifikat bis zum Ende der Zeit diskreditieren werden, erklärten Sie, dass „die übergroße Mehrheit der sakramentalen Ehen ungültig“ seien, während gleichzeitig Leute, die ohne Heirat zusammenleben, eine „wahre Ehe“ aufgrund ihres Glaubens haben können. Sind diese Bemerkungen vielleicht eine Reflexion auf Ihre geschiedene und „wiederverheiratete“ Schwester und ihrem („wild“) zusammenlebenden Neffen?

Diese Ihre absurde Meinung – eine der vielen, die Sie seit Ihrer Wahl geäußert haben – provozierte weltweite Proteste eines Teiles der Gläubigen. In dem Bemühen, den Skandal zu minimieren, veränderte der Vatikan Ihre Worte in dem „offiziellen Dokument“ von: „einer großen Mehrheit unserer sakramentalen Ehen“ zu „einem Teil der sakramentalen Ehen“, ließ aber ihre schändliche Zustimmung zu dem unmoralischen Zusammenleben als „wahre Ehe“ unangetastet.

Ebenso wenig scheinen Sie über den Sakrileg besorgt, in den öffentliche Ehebrecher und Personen, die in eheähnlichen Beziehungen leben eingebunden sind, wenn sie den Leib, das Blut, die Seele und die Gottheit Christi in der heiligen Eucharistie empfangen. So gaben sie einer Frau in Argentinien telefonisch die „Erlaubnis“, die Kommunion zu empfangen, obwohl Sie ehebrecherisch mit einem geschiedenen Mann zusammenlebt: „Ein wenig Brot und Wein schadet nicht“. Den Bericht dieser Frau haben Sie nie bestritten, und es passt auch mit Ihrer Weigerung, bei der Konsekration des Allerheilgsten Altarsakrament und vor der ausgesetzten Eucharistie zu knien zusammen, obwohl sie andererseits keinerlei Schwierigkeiten haben, während Ihrer grotesken Parodie der traditionellen Gründonnerstagsliturgie (des Mandatum), die sie aufgegeben haben, kniend die Füße von Muslimen zu küssen. Es stimmt gleichfalls mit Ihren Bemerkungen, die sie gegenüber eine lutherischen Frau in einer lutherischen Kirche, die Sie an einem Sonntag besuchten überein,  das Dogma der Transsubstantiation (Wesensverwandlung) sei ein bloße „Interpretation“ dessen, „dass das Leben größer ist als Erklärungen und Interpretationen“ und dass sie doch „mit dem Herrn (darüber) sprechen“ solle, ob sie nicht die Kommunion in der Katholischen Kirche empfangen kann – was sie später auf Ihre offensichtliche Ermutigung hin auch tat.

Im Einklag mit Ihre mangelhaften Rücksicht auf die sakramentale Ehe steht Ihre überstürzte und geheimnisvolle „Reform“ des Ehenichtigkeitsverfahrens, die Sie ohne Rücksprache mit einem der zuständigen vatikanischen Dikasterien, der Kirche aufgedrängt haben. Ihr Motu Proprio „Mitis Iudex Dominus Iesus“ errichtet den Rahmen für eine veritable weltweite Nichtigkeitserklärungs“lawine“ durch ein beschleunigtes Verfahren und „erfindet“ nebulöse neue Gründe für die Tempoerhöhung diese Verfahrens. Wie der Kopf Ihrer im Geheimen geplanten  Reform später erklärte, war es ihre erklärte Absicht, unter den Bischöfen „eine Bekehrung, eine Änderung der Mentalität zu erreichen, die – wenn sie der Einladung Christi folgend – die Ihr Bruder, der Bischof von Rom erhielt, sie davon zu überzeugen, im Vergleich zu der beschränkten Zahl von ein paar tausend Aufhebungen der unermesslichen Zahl von Unglücklichen eine Nichtigkeitserklärung zu ermöglichen.

Das heißt, der „Bischof von Rom“ fordert von Seinen Bischöfen eine überproportionale Ausweitung der Zahl der (Ehe)„Annulierungen“. Ein angesehener katholischer Journalist berichtete später über das Auftauchen eines  siebenseitigen Dossiers, in dem offizielle Kurienmitarbeiter das päpstliche Motu proprio juristisch zerpflückten…und den Heiligen Vater anklagten, ein wichtiges Dogma aufzugeben. Sie behaupten darin, dass er „de facto die katholische Scheidung eingeführt habe.“ Diese Mitarbeiter beklagen eine kirchliches „Führerprinzip“, wie der Journalist berichtet, dass „von oben per Dekret, ohne Absprache und ohne jegliche Kontrolle nach unten durch regiert.“ Dieselben Kurienangestellten befürchten, dass das „Motu proprio zu einer Flut von Eheannulierungen führt und dazu verleitet, dass Paare ganz einfach und ohne Probleme Ihre katholische Ehe  beenden könnten. Sie [die Kurienangestellten Red.] sind „außer sich“ und fühlen sich verpflichtet, „darüber zu sprechen…“

Aber Sie tun nichts anderes als dass Sie konsequent Ihre Ziele verfolgen. Schon früh in Ihrem Pontifikat, während einer der „fliegenden Pressekonferenzen“, in denen Sie zuallererst Ihre Pläne offenbarten, sagten Sie: „Die Orthodoxie folgt dem Prinzip des theologischen „Pragmatismus“, wie sie es nennen, und sie geben eine Chance zur (Wieder)Heirat (sic), sie erlauben es. Ich glaube, dieses Problem sollte studiert werden.“ Für Sie ist das Fehlen einer „Chance zur (Wieder)Heirat“ in der katholischen Kirche das Problem, das studiert werden soll. Sie haben die letzen 3,5 Jahre ganz klar damit verbracht einzufädeln, der Kirche diese Praxis der Orthodoxie aufzudrängen.

Ein angesehener Kirchenrechtler, der die Apostolische Signatur berät, hat gewarnt, dass als Ergebnis Ihrer rücksichtslosen Missachtung der Realität der sakramentalen Ehe:

„eine Krise (im ursprünglich griechischem Sinne des Wortes) der Ehe wird sich in der Kirche entfalten, und das wird eine Krise sein, die, davon bin ich überzeugt, wird sich über die Ehedisziplin und das Eherechtes zuspitzen…Ich denke, dass die Krise der Ehe, die er (Franziskus) auslöst, in einen Zusammenbruch der kirchlichen Lehre über die Ehe mündet, die jeder hochzuhalten bekennt, und die konkret und effektiv im Kirchenrecht geschützt wird. Oder die kirchenrechtlichen Kategorien, die die Ehe behandeln, werden so sehr verzerrt (oder einfach außer Acht gelassen), dass im Wesentlichen die Beendigung der Ehe und das Eheleben in den Bereich der persönlichen Meinung und des individuellen Gewissens überlassen wird.“

Das Original erschien in The Remnant: https://www.remnantnewspaper.com/web/index.php/articles/item/2766-with-burning-concern-we-accuse-pope-francis

Überlegen Sie The Remnant zu abonnieren. Mehr informationen finden Sie hier.

Translate

Werbung

Letzte Beiträge

Letzte Beiträge

Kommentare

Top Beiträge

Hl. Katharina von Genua: Traktat über das Fegefeuer (1 von 21)
Christine Niles, FSSPX gewährte Pädophilen wiederholten Zugang zu Jungen (2 von 3)
Laura Calister, 50 einfache Schritte, einen Schleier bzw. eine Mantilla zu  tragen
Katholische Engellehre: (33). Die bösen Geister, ihre Sünde und ihre Sturz. (3) Biblische Aussagen
27. August: Fest des heiligen Bekenner sie Joseph Calasanz
Katholische Engellehre: (17) Die natürlichen Eigenschaften und Kräfte der Engel. Dauer der Engel (i)

Archive

Gesamtarchiv
Monatsarchive

Beitrag teilen

Werbung

UNSERE pRODUKTE

Werbung

Spenden

Ihre Paypal-Spende

Möchten Sie uns unterstützen? Wählen Sie einen Betrag. Bei der Übernahme der Paypal-Gebühren kommt mehr bei uns an. Vergelt's Gott, wir beten für Sie!

€10,00

Blogstatistik

Kommentar- und Printfunktion nur für Abonnenten.

  • 588.224 Besuche

You cannot copy content of this page

error: Content is protected !!
Neue Abo-Preise

Monatsabo nur 4,99 €
Jahresabo nur 49,99 €
Zugang zu allen Beiträgen, mit Print-Möglichkeit.
So günstig wie nie - gegen die Krise.