Amazonas-Synode oder Vorwärts in die Vergangenheit (1 von 7)

Gestern am 6. Oktober begann im Vatikan die berüchtigte Amazonas-Synode. Ja, ja, noch nicht stattgefunden und schon berüchtigt. Am 4. Oktober fand in den vatikanischen Gärten ein heidnisches Baumpflanzritual statt, wo man vor zwei schwangeren Göttinen-Figuren, oder waren es gar schwangere Nonnen, siehe Film, die wohl die „Mutter Erde“ und “Mutter Tocher” abbildeten, kniete. Einen Tag früher, am 4. Oktober, bröckelten Putzfragmente während der von „Papst“ Franziskus präsidierten Bischofsweihen im Petersdom von der Decke. Sie verfehlten ihr Ziel: Franziskus, die neugeweihten Bischöfe und die Kardinäle nur knapp. Am 5. Oktober fuhren die bergoglianischen Neo-Kardinäle zum Benedikt XVI., der sie segnete und auf die „Treue zum Papst“ (welchen denn?) beschwor. Irgendwie ist es schon so absurd, dass es komisch ist. Bei uns gab es ebenfalls am 4. Oktober die Zuspitzung und Lösung unserer informatischen Probleme, am 5. Oktober wurden wir einem kleinen Cyber-Angriff ausgesetzt, der darin bestand, dass ein wohl virtueller Rechner in Oregon (USA) vortäuschte, dass unsere Seite sehr häufig besucht wird. Solch ein Angriff kann bei einer schwächeren Absicherung zum Zusammenbruch der Website führen, was diesmal jedoch nicht stattfand. Und ebenfalls am 5. Oktober wurde Eugenie Roth vom Internet abgeschnitten, weil plötzlich ihr Router samt anderen Elektrogeräten ausfiel. DSDZ (der Schreiber dieser Zeilen) verlor in dieser Zeit nur eine Glühbirne und die Handy-Ladestation, die plötzlich den Geist aufgaben. Pannen passieren, es gibt Hacker und Elektrogeräte geben auch ihren Geist auf, aber warum gerade zu diesem Zeitpunkt?

Rückkehr zum Heidentum und Glaubensabfall

Was ist die Amazonas-Synode? Es ist die Rückkehr zum Heidentum, ein kollektiver Glaubensabfall der katholischen Kirche, von ihren höchsten Vertretern durchgeführt. Auch wenn wir hier davon ausgehen, dass Bergoglio kein Papst, sondern ein Gegenpapst ist, da Benedikt nicht gültig zurücktrat, so wird doch Bergoglio als Papst Franziskus von den meisten für den Papst gehalten und Benedikt, der richtige Papst, macht mit. Es steht aber außer Frage, dass es sich bei den Kardinälen, Bischöfen und Priestern, welche an der Amazonassynode teilnehmen oder diese vorbereitet haben, um richtige Kardinäle, Bischöfe und Priester handelt. Sie haben ein hohes spirituelles Amt inne, welches sie nun veruntreuen, um ein hohes und strategisch durchdachtes Sakrileg durchzuführen.

Was ist ein Sakrileg?

Nach der Lehre von Thomas von Aquin:

Ein Sakrileg ist alles, was zur Missachtung des heiligen Dinges geschieht.

Sacrilegium est omne quod fit ad irreverentiam rei sacrae. (Summ theol. 22 q. 99.o et q. 154.10 ad 3)

Latein ist hier auch viel präziser als das Deutsche, denn res sacra  – „da heilige Ding“ ist alles, was mit dem Gotteskult materiell oder immateriell verbunden ist. Das lateinische res – „Ding“ ist mehr als nur ein Gegenstand. So ist res sacra ein Sakrament, ein Gebet, ein Ritus, ein Kultgegenstand oder auch eine Person, welche Gott geweiht wurde, wie ein Priester oder eine Nonne. Ein Sakrileg begeht man also nicht nur dadurch, dass man beispielsweise ein Kruzifix schändet, sondern auch dadurch, dass sich ein Priester ungebührlich benimmt, indem er beispielsweise mit einer Frau/Mann/Kind Sex hat. Er selbst ist ja ein heiliges Ding – res sacra, das Gott gehört und er schändet etwas Heiliges, indem er sich selbst schändet. Thomas von Aquin schreibt:

Jede Sünde einer gottgeweihten Person (personae sacrae) ist ein materielles Sakrileg, wenn es sich aber direkt gegen ihre Heiligkeit richtet, wie Unzucht einer gottgeweihten Jungfrau, dann ist es zugleich ein formelles Sakrileg (2 2 q. 99. 3 ad 3).

Daher ist jede Art der Unzucht (luxuria), durch welche man etwas oder jemanden, der zu Gott gehört, schändet, ebenfalls ein Sakrileg. (22 q. 154. 10. o)

Man unterscheidet, nach dem hl. Thomas, eine dreifache Art Sakrileg der Personen (personarum), der Orte (locorum) und anderer Dinge (aliarum rerum). (22 q. 99.3 o et. 154. 10 ad 3). So lesen wir:

Ein Sakrileg ist schwerwiegender, das sich gegen die Personen richtet als dasjenige, welches sich gegen die Orte richtet. Aber am schwerwiegendsten ist dasjenige gegen die Sakramente, zweitens gegen die heiligen Gefäße, drittens gegen die heiligen Bilder und Reliquien der Heiligen, viertens gegen die Zierde (ornatus) der heiligen Dinge, fünftens Stelle gegen die Dinge der Diener der Kirche (22 q. 99. 2. c)

Was hat das aber mit der Amazonassynode zu tun? Alles, denn der Aquinate gibt wie oben dargestellt, die präzise und wirkender Formel der spirituellen Wirklichkeit wieder. Durch ein objektiv stattfindendes Sakrileg – und man kann wirklich sagen, dass die gesamte nachdeuterovatikanische Liturgie ein systemisches Sakrileg darstellt – findet eine Überantwortung der Kirche an die Dämonen durch ihre höchsten Vertreter statt.

Dämonen herabrufen

Zwar gibt es die Dämonen seit dem Engelssturz, aber ihr Aufenthaltsort kann verschieden sein. Mal sind sie in der Hölle, mal sind sie außerhalb der Hölle, denn, wie es in der Dogmatik von Diekamp-Jüssen heißt: „Die bösen Geister haben bis zum Weltgericht mit Zulassung Gottes eine gewisse Freiheit des Aufenthaltes“.[1] Wenn es im großen Exorzismus heißt, dass Gott der Schöpfer die Macht hat die Dämonen in das Höllenfeuer zu werfen (qui habet potestatem mittendie te in gehennam),[2] dass Christus den Teufel in die äußeren Dunkelheiten geworfen hat (qui te proiecit in tenebras exteriores), so bedeutet es, dass man die Dämonen deswegen zurück in die Hölle schickt, weil sie sich außerhalb ihrer und zwar in der besessenen Person befinden.

Wie kommen aber die Dämonen aus der Hölle?

Durch die Zulassung Gottes, aufgrund einer schweren Sünde der Menschen. Sie kommen heraus durch:

  1. satanische oder okkulte Praktiken beschworen,
  2. heidnische Rituale angerufen,
  3. jede sexuelle Perversion
  4. jede schwere Sünde.

Von 1. abgesehen, passiert es nicht automatisch, dass Menschen gleich besessen werden, je länger sie sich aber bestimmten Sünden hingeben, umso mehr steigt die Wahrscheinlichkeit einer Besessenheit. Sicherlich erhalten die Dämonen das Recht sich an einem Ort aufzuhalten, wo diese Sünden stattgefunden haben. Dies erklärt die Spukphänomene, welche lokal gebunden sind. Menschen berichten oft von Spukphänomenen, welche sich in Häusern ereignen, in denen jemand Selbstmord begangen hat, jemand umgebracht wurde oder jemand nicht im Gnadenstand gestorben ist. Fanden aber an einem Ort satanische Rituale statt oder andere okkulten Praktiken, so ist es manchmal unmöglich solch ein Haus zu exorzieren, weil das Anrecht der Dämonen zu stark ist. Interessanterweise halten sich die Dämonen an bestimmte Hierarchien, sodass der Vater, der schwer sündigt, seine ganze Familie oder seine Nachkommen dem Teufel direkt in einem Pakt etwa oder indirekt durch Sünden oder andere Praktiken überantworten kann. Auf diese Art und Weise sind Flüche zu erklären, welche ganze Familien oder Generationen betreffen. Ein Vorfahre tut etwas Schreckliches und seine Nachkommen leiden. Dies steht zwar der nachkonziliaren Theologie entgegen, wonach jeder nur für sich selbst verantwortlich ist und Gott mit uns nur kuschelt. Die Lehre von den Konsequenzen der Sünde stimmt aber und sie erklärt auch die Notwendigkeit der ausführlichen Taufexorzismen, vor der Taufe selbst, wie sie im Alten Ritus stattfinden. Der amerikanische Exorzist Father Ripperger erzählte einmal, dass ein kleiner Junge von acht oder neun Jahren bei der Beichte unkeusche Gedanken und Fantasien bekannte, die er noch gar nicht verstand. Direkt danach beichtete der Vater dieses jungen, welcher die Dinge, die der Sohn als Gedanken beichtete, tatsächlich beging. Durch die Sünde des Vaters, so Father Ripperger, erhielt der Dämon den Zugang zu allen Mitgliedern der Familie, um sie auf bestimmte Art und Weise zu versuchen. Es gibt also die Sünde der Väter, welche spirituell die ganze Familie für das dämonische Wirken öffnen kann. Soweit zu der natürlichen Ebene.

Welchen Einfluss haben aber unsere Väter im Glauben, d. h. der Gegenpapst, der Papst, die Kardinäle, Bischöfe und Priester, welche nicht nur jeden möglichen sodomitisch-sakrilegischen Sex betreiben (hoffentlich nicht alle), sondern auch durch heidnische Rituale und öffentlichen Glaubensabfall die Kirche den Dämonen überantworten? Die Konsequenzen werden drastisch sein. Vor allem für sie selbst. Auch wenn unsere nachkonziliaren Geistlichen es nicht wahrhaben wollen, so tun sie alles, auch als Privatpersonen, die sie de facto niemals sind, im Namen der Kirche – in persona Ecclesiae. Sie kaufen sich ein Eis – im Namen der Kirche, sie segneten – im Namen der Kirche, sie unterhalten sich – im Namen der Kirche.  Aber vor allem und primär stehen sie dem Gotteskult vor – im Namen der Kirche. Wenn Sie also in den vatikanischen Gärten vor einer schwangeren Götzenstatue oder einem Phallus (diesmal hölzern) knien, dann machen Sie das alles im Namen der Kirche.

 

Amazonas-Synode als Anti-Fatima?

In vielen Kreisen, vornehmlich der FSSPX-Anhänger, wird ein extensiver Fatima-Kult gepflegt. Obwohl Fatima eine kirchlich anerkannte Privatoffenbarung ist, so ist es dennoch kein drittes Evangelium. Dieser Fatima-Kult dient leider dazu, sich die eigene faktische oder vermeintliche Opferrolle schön zu reden und die eigene Untätigkeit zu rechtfertigen, nach dem Motto:

Hätte der Papst den Auftrag von Fatima wahrgenommen und Russland dem unbefleckten Herzen geweiht, so wäre alles ganz anders geworden.

Man ist nicht schuld, schuld sind die Päpste. Dies stimmt teilweise, erklärt aber nicht alles. Dennoch hätte die Russlandweihe wohl deswegen etwas bewirkt, weil die höchste kirchliche Autorität – der Papst – etwas im Namen der Kirche Gott überantwortet hätte und dadurch Satan den Zugang zu diesem etwas, sprich Russland, wenigstens ein wenig versperrt hätte. Den Menschen in Russland wären weder ihr freier Wille noch ihre Probleme weggenommen worden, sie wären aber geistlich besser beschützt gewesen. Betrachtet man jedoch diejenigen Länder, welche Maria (Polen, Philippinen), dem Unbefleckten Herzen Mariens (Deutschland, Österreich, Portugal, Niederlande etc.), dem heiligsten Herzen Jesu (Tirol, Frankreich) etc. geweiht wurden, so stellt sich heraus, dass auch dort keine Milch und Honig fließen, dass es Probleme gibt und den Menschen nicht alles gelingt. Dennoch kann jemand etwas Heiliges oder Dämonisches auf die Kirche und konsequenterweise die Welt herabrufen, der die Autorität dazu hat. Weil Bergoglio kein Papst ist, deswegen werden die Konsequenzen seiner Taten weniger schlimm sein, als wenn Benedikt dasselbe getan hätte. Benedikt schweigt und ist deswegen mit Schuld. Man kann sich auch die Frage stellen, warum die jetzige Apostasie dermaßen öffentlich erfolgt und warum sie so explizit im Instrumentum laboris, wovon noch die Rede sein wird, angekündigt wird. Dies hat mit dem magischen Prinzip zu tun, wonach der Schadenszauber irgendwie angekündigt werden muss, damit er wirken kann. Warum es so ist, entzieht sich derzeit unserer Kenntnis, wir bemühen uns aber um Aufklärung. Theologisch gesehen will Gott wohl, dass die Gläubigen gewarnt werden und dass nichts wirklich verborgen stattfinden kann. Aber die Amazonassynode fällt auch nicht vom Himmel, sie wurde durch das Assisi-Treffen 1986 angekündigt, welche ja insgesamt viermal vor Bergoglio stattfanden. 1986 1993 und 2002 wurden sie von Johannes Paul II. einberufen, 2011 machte Benedikt XVI. mit und 2016 übernahm Bergoglio. Die Katholiken wurden also schon lange auf den jetzigen Glaubensabfall vorbereitet und desensibilisiert. Daher ist es völlig falsch, in Johannes Paul II. oder in Benedikt einen „guten, konservativen“ Papst zu sehen. Sie haben gesät, Bergoglio erntet.

[1] Diekamp-Jüssen, Katholische Dogmatik, Wil 2012, 387.

[2] Rituale romanum, Vatikan 1927, Zweiter Exorzismus, 851; 852-853.

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3 Gedanken zu „Amazonas-Synode oder Vorwärts in die Vergangenheit (1 von 7)

  1. Weitere Störfälle von gestern (bei mir):
    Gefrierschrank ausgefallen, ca. 1 Stunde
    Heizung und Warmwasserboiler ausgefallen bis ca. 22:30 gestern
    Internet ausgefallen: geht erst seit wenigen Minuten wieder
    Kühlschranktür konnte nur durch Blokade zubleiben, Ursache unklar, jetzt geht’s wieder, obwohl immer noch das gleiche drin ist
    … hab vielleicht ein paar Kleinigkeiten vergessen, aber es war ein schwarzer Tag

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