Church Militant über FSSPX Sexueller Missbrauch in der FSSPX Unser Archiv:

Christine Niles, Kriminelle Nachlässigkeit der FSSPX (1 von 3)

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Wie macht man es in der FSSPX? Man weiß, dass einer ihrer Priester ein pädophiler Missbrauchstäter ist, weil er sich an mehreren Orten an Kindern vergangen hat. Man setzt den Eltern der missbrauchten Kinder die Farce eines kanonischen Prozesses vor, damit sie nicht an die Presse und zur Polizei gehen. Man verurteilt diesen Priestern zu 10 Jahren Kontaktverbot mit Kindern, man setzt jedoch zwei Monate später dieses „Verbot“ aus, versetzt den Pädophilen in ein Jungeninternat, wo man ihm die Aufsicht über die Schlafsäle (sic!) überträgt. Ja, kein Witz, ist alles passiert und vor einem belgischen Gericht bewiesen worden. Obwohl man von seinen Neigungen weiß, weil er selbst diese zugibt. Und noch ein Leckerli: die Piusbruderschaft nimmt die vertraulichen Gespräche der Priester mit ihren Vorgesetzten auf Band auf, wahrscheinlich um beide Parteien später damit erpressen zu können. Wie ist denn so etwas möglich? Es ist möglich, weil man weiß, dass man damit davon kommt und es nicht zum ersten Mal macht. Durch reiche Spender und Erbschaften, wie die berühmte österreichische Baronin mit jüdischen Wurzeln und 100 Millionen Euro, kann man sich teure Anwälte leisten und die Zeugen einschüchtern, denn man ist finanziell nicht auf die Sonntagskollekte der Eltern, die wegbleiben können, angewiesen. Und die Sektenstruktur der FSSPX hilft da natürlich mit. Lesen Sie auch diesen erschütternden Beitrag von Christine Niles von Church Militant.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei dem Blogger und Gläubigen der Piusbruderschaft und Kirchfahrter Archangelus bedanken. Ohne seine Kommentare und Inspiration (Tertium non datur) wäre die Thematik der Piusbruderschaft auf unserem Blog nicht zur der richtigen Geltung gekommen. Vergelt’s Gott!

Der europäische Fall enthüllt die Mitschuld der Gesellschaft am Missbrauch

Die jüngste Erklärung der Bruderschaft des hl. Pius X. (FSSPX) – die dritte, seit Church Militant ein einzigartiges Exposé veröffentlicht hat, in dem die jahrzehntelangen Misshandlungen und Vertuschungen in ihren Reihen beschrieben werden – bietet erneut keine detaillierte Widerlegung eines Missbrauchsfalls, den unsere Untersuchung ergab.

Fr. Frédéric Abbet, FSSPX, wurde 2017 wegen sexuellen Kindesmissbrauchs verurteilt

Obwohl in der Erklärung viel zu kritisieren ist, bemerken wir insbesondere die Behauptung der FSSPX, dass unser Exposé, das über mehrere Missbrauchsfälle in Europa berichtet, „hauptsächlich unter Verwendung verkürzter Darstellungen aus Zeitungen oder Blogs“ entstanden ist.

Die Piusbruderschaft sollte zur Kenntnis nehmen, dass Church Militant in direktem Kontakt mit Opfern und Zeugen in Europa sowie in anderen Teilen der Welt steht. Daher verlassen wir uns direkt auf die Quellen und nicht nur auf Berichte, die „aus Zeitungen oder Blogs“ stammen.

Im Gegensatz zu dem Versuch der FSSPX, diesen und andere europäische Fälle von FSSPX-Missbrauch und Vertuschung als nicht mehr als einen „Medienprozess“ von Church Militant zu bezeichnen, gab es in Belgien einen tatsächlichen Prozess, in dem der Staatsanwalt die FSSPX nicht nur öffentlich der Mitschuld an der Gefährdung und Schädigung von Kindern beschuldigte, er bestand auch darauf, dass die Piusbruderschaft selbst vor Gericht gestellt werden sollte.

„Die Piusbruderschaft hätte vor Gericht stehen sollen“,

argumentierte Staatsanwalt Stéphane Lempereur am letzten Verhandlungstag gegen den jetzt verurteilten Päderasten P. Frédéric Abbet, FSSPX, der wegen Missbrauchs von Jungen im Zeitraum 2017–2011  an der Akademie L’École de Notre Dame in Brüssel zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde.

„Ihre Verantwortung ist erschreckend gewichtig“, sagte er. „Wir können nicht immer die Dinge vertuschen und ein sexuelles Raubtier in der Nähe der Kinder dulden.“

Dr. Laurent Kennes, belgischer Anwalt des Pater Abbet (Foto: Getty)

Laut einem Brüsseler Bericht aus dem Jahr 2017 

„hat die gesamte Fallakte schwere Funktionsstörungen innerhalb der Gesellschaft des hl. Pius X. offengelegt.“

Die schlimmste Anklage wurde gegen den FSSPX-Priester Pater Dr. Benoît Wailliez erhoben, damals Prior der FSSPX -Kapelle, in der Abbet – unter demselben Dach wie die FSSPX-Schule – lebte. Auf Band aufgenommene Audioaufnahmen von sechs Jahren zuvor wurden vor Gericht vorgestellt, wobei Wailliez als Zeuge aufgerufen wurde. Dies ergab, dass Wailliez auf Abbets Vorliebe für Jungen aufmerksam gemacht worden war, aber keine Schritte unternahm, um ihn von Kindern fernzuhalten. 

Wailliez wurde scharf kritisiert, weil er die Audio-Beweise, welche die Behauptungen der Opfer gestützt hätten, zurückgehalten hatte, um seine eigene Mitschuld zu verbergen.

Bischof Fellay – Pater Abbet

Die Audioaufnahmen enthalten belastende Aussagen von Abbet, in denen er Wailliez bei der Erörterung der Vorwürfe von 2005/06 sagte:

„Ich habe Bischof Fellay aufgesucht. Seit dieser Affäre von 2006 ist es, als hätte es in mir ausgelöst … Ich habe Versuchungen. „


An anderer Stelle im aufgezeichneten Gespräch machte er ein Geständnis über seinen Missbrauch von drei Jungen an der Brüsseler Akademie:

„Einige Dinge könnten passiert sein.“

Laut der Mutter eines der von Abbet missbrauchten Jungen, die direkt mit Church Militant sprach, beauftragte Wailliez Abbet tatsächlich mit der Leitung der Schlafsäle der Jungen – und gab ihm nicht nur vollen und vollständigen Zugang zu den Schülern, sondern gab ihm auch eine Machtstellung ihnen gegenüber, die er ausnutzen würde, um Opfer, von denen manche sechs Jahre alt waren, sexuell zu missbrauchen.

Schlimmer noch, Abbet kam mit einer bekannten Vorgeschichte von Missbrauchsvorwürfen und einem 10-jährigen Verbot sich in der Nähe der Kinder aufzuhalten nach Brüssel – ein Verbot, das vom damaligen Generaloberen Bischof Bernard Fellay fast sofort [nach seiner Verhängung] verletzt wurde.

Fortsetzung folgt

Quelle

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